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Aktuelles

Volksbegehren zu Abschaffung der Straßenaus-

baubeiträge!

 

Unterschriftenlisten liegen im Büro Schoblocher

Edmund-Zimmermann-Strasse 4  in Thannhausen aus.

___________________

Frischer Wind für den Landkreis!

http://www.fw-kvguenzburg.de/

2018

27.02.2018 19:30 Uhr Stadtrat, Rathaus

06.03.2018 19:30 Uhr Bau- und Umweltausschuß, Rathaus

13.03.2018 19:30 Uhr Stadtrat, Rathaus

10.04.2018 19:30 Uhr Bau- und Umweltausschuß, Rathaus

17.04.2018 19:30 Uhr Stadtrat, Rathaus

08.05.2018 19:30 Uhr Bau- und Umweltausschuß, Rathaus

15.05.2018 19:30 Uhr Stadtrat, Rathaus

05.06.2018 19:30 Uhr Bau- und Umweltausschuß, Rathaus

12.06.2018 19:30 Uhr Stadtrat, Rathaus

03.07.2018 19:30 Uhr Bau- und Umweltausschuß, Rathaus

10.07.2018 19:30 Uhr Stadtrat, Rathaus

31.07.2018 19:30 Uhr Stadtrat, Rathaus

 

 


Seiteninhalt

Aktuell

Die Mitte Thannhausens bekommt neuen Akzent

Der „Schandfleck“ in der Mitte Thannhausens wird bald der Vergangenheit angehören. Mit einem Ersatzbau wird sich die derzeitige Situation enorm verbessern. Bei der Beratung der Bauvoranfrage im Bauauschuß hatte der Architekt der Baumaßnahme Peter Schoblocher neue Informationen über das Vorhaben. Das Gebäude wird nun ca. 50 cm niederiger wie das Rathaus und die Stellplatzfrage konnte im Zusammenarbeit mit dem Nachbarn Braun elegant gelöst werden. Mittels einer Durchfahrt im Erdgeschoss des "Neuen Kreuzwirt" wird der Hof des Anwesens Braun erschlossen und es ergeben sich ca. 12 Stellplätze. Überhaupt konnte die jetzige Lösung nur mit tatkräftiger und kooperativer Begleitung des Nachbarn Gottfried Braun erfolgen!  Der Bauausschuss erteilte dem geplanten Ersatzbau für den „Kreuzwirt“ das gemeindliche Einvernehmen einstimmig.

 

 

2/2018

WIR WOLLEN GEMEINSAM MIT IHNEN DIE STRASSENAUSBAUBEITRÄGE ABSCHAFFEN

Auf einer extra einberufenen Landesversammlung haben die FREIEN WÄHLER Bayern kurz vor Weihnachten 2017 beschlossen, gemeinsam mit zahlreichen Verbänden und Bürgerinitiativen in Bayern (Bündnispartner) die Unterschriftensammlung für die Zulassung eines Volksbegehrens zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge (Strabs) zu starten.

Mit der Einleitung eines Volksbegehrens soll der Druck auf die Staatsregierung solange aufrecht erhalten werden, bis ein Gesetzentwurf zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge im Landtag verabschiedet wird.

UNTERSTÜTZEN SIE UNS! UNTERSCHREIBEN SIE GEGEN DIE STRABS!

 

Das Volksbegehren der FREIEN WÄHLER wird von einem breitangelegten Bündnis unterstützt:

HAUS & GRUND BAYERN E.V.

EIGENHEIMERVERBAND BAYERN E.V.

VERBAND WOHNEIGENTUM BAYERN E.V.

VERBAND DEUTSCHER GRUNDSTÜCKSEIGENTÜMER E.V.

ALLGEMEINER VEREIN FÜR GERECHTE KOMMUNALABGABEN IN DEUTSCHLAND E.V.

ALLIANZ GEGEN STRASSENAUSBAUBEITRÄG

VEREIN STOP FÜR STRASSENAUSBAUBEITRÄGE E.V

 

01/2018

Die Freien Wähler Thannhausen trauern um Mine Waltenberger-Olbrich

Artikel in der MN vom 05.12.2017 - von Stefan Reinbold

Die Thannhauser SPD-Kreis- und Stadträtin Mine Waltenberger-Olbrich ist am Montag gestorben.

An der Mittelschule in Thannhausen herrschte am Dienstag betretenes Schweigen, als die Nachricht vom Tod Mine Waltenberger-Olbrichsdie Runde machte. Selbst die größten Umtreiber seien anders als sonst gewesen, berichtet Bürgermeister Georg Schwarz, der dort war. Die erst im Sommer in den Ruhestand verabschiedete langjährige Konrektorin war im Kreis der Kollegen sehr geschätzt und genoss auch unter den Schülern großen Respekt und Achtung. „Schule sollte immer mehr sein als Gleichungen lösen und Texte übersetzen. Lernen und Gemeinschaft, Kopf und Herz, gehören einfach zusammen“, hatte die 65-Jährige zum Abschied ihr Verständnis von einer guten Schule umschrieben.

Kopf und Herz gehörten bei ihr auch in ihrem zweiten großen Betätigungsfeld, der Politik, zusammen. „Sie hat die Sozialdemokratie gelebt“, sagt Werner Gloning, DGB-Kreisvorsitzender und langjähriger Wegbegleiter. Als sie damals, 1972, von der Katholischen Jugend zur SPDkam, hieß es ’was will denn die? Die ist doch eine Schwarze’, erinnert sich Gloning. Was sie wollte, wusste sie ganz genau. Von 1984 an saß Mine Waltenberger-Olbrich im Thannhauser Stadtrat und mischte sich bald auch in die Kreispolitik ein. Etwa 15 Jahre lang führte sie den SPD-Kreisverband. Zuletzt amtierte sie auch als Stellvertreterin des Landrats. Die Politik betrachtete sie dabei als Mittel, die Welt zu verbessern.

Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig reagierte bestürzt über die Nachricht vom Tod seiner langjährigen Kollegin und Parteifreundin. Er bezeichnete sie am Dienstag in einer schriftlichen Stellungnahme als begnadete Pädagogin, für die es immer eine Berufung war, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. „Mit ihr verliert der Landkreis eine engagierte Kämpferin für soziale Gerechtigkeit, der im Rahmen ihres Wirkens insbesondere die Interessen der Schwachen, aber auch die Integration der Menschen sowie die Weiterentwicklung der kommunalen Ebenen am Herzen lagen“, sagte Jauernig.

Feuer und Flamme, wenn es darum ging, soziale Ungerechtigkeiten zu bekämpfen

Das bestätigt auch Achim Fißl, ihr Nachfolger im Kreisvorsitz der SPD: „Sie war immer Feuer und Flamme, wenn es darum ging, soziale Ungerechtigkeiten zu bekämpfen. Sie hatte keinerlei Scheu, den Finger in die Wunde zu legen.“ Dabei nahm sie kein Blatt vor den Mund, schonte im Wettstreit um die richtige Lösung weder sich, noch Freund, noch Feind. Doch was sie auszeichnete, war, dass sie nicht nur mit scharfen Worten um sich warf, sondern Ankündigungen stets Taten folgen ließ. „Ihr Engagement war ungeheuer glaubwürdig“, sagt Gloning. Das wohl größte Lob, das man einem Politiker zollen kann. Gewiss, sie hatte auch ihre Ecken und Kanten, das sei aber gerade ihre Stärke gewesen. Mine Waltenberger-Olbrich war eine selbstbewusste, durchsetzungsstarke Frau. Mit ihrem unbändigen Willen, die Dinge zum Besseren zu wenden, habe sie sehr vielen geholfen, aber nie groß darüber gesprochen. Trotz ihrer schweren Nierenerkrankung pochte sie nicht auf eine Spenderniere. Es gebe andere, die sie notwendiger hätten als sie. Für Gloning, der eine enge persönliche Freundschaft über die Jahre zu ihr geflochten hat, hinterlässt ihr Tod ein großes Loch.

Ähnlich ergeht es Thannhausens Bürgermeister Schwarz. „Mine war eine absolut verlässliche und loyale Stellvertreterin.“ Insgesamt 15 Jahre fungierte sie in Thannhausen als Dritte Bürgermeisterin. Sie sei eine „ideale Stadträtin“ gewesen. Immer habe sie das Wohl der Stadt im Auge gehabt. Sie habe tolle Ideen eingebracht und sich mit großer Leidenschaft um deren Umsetzung gekümmert, zuletzt etwa das Konzept einer Kinderferienbetreuung in Thannhausen. Was Schwarz besonders an ihr schätzte, ist, dass sie in der Diskussion immer offen und ehrlich war und niemals hinterrücks taktiert habe. „Mir tut’s einfach weh“, sagt Schwarz, der in ihr auch eine gute Freundin verliert. Mit ihrer direkten und humorvollen Art werde sie auf jeden Fall im Rat fehlen, sagt Schwarz. „Da wird ein Loch bleiben, auch wenn ihr Stuhl neu besetzt wird.“

 

12/2017

Thannhauser BRK-Haus präsentiert sich in neuem Glanz

Artikel von Emil Neuhäusler in der MN vom 24.10.2017

Man kann nur staunen“, so lautete das Urteil des BRK-Kreisvorsitzenden Matthias Kiermasz über die gelungene Sanierung des BRK-Hauses Thannhausen bei der Einweihungsfeier am Sonntagnachmittag. Und der Vorsitzende der Wasserwacht Thannhausen Jürgen Fischer konnte nach dreijähriger Bauzeit, in der von der BRKGemeinschaft Thannhausen – Wasserwacht, Bereitschaft und Jugendrotkreuz – rund 1500 Stunden Eigenleistung erbracht wurden, stolz vermelden: „Unser Haus ist einsatzbereit.“

Jetzt stehen endlich ausreichend Räume im BRK-Haus zur Verfügung

Als man sich 2014 an die Sanierung des BRK-Hauses machte, erzählte Fischer in seiner Festrede, glaubte man mit Verschönerungsarbeiten an Wänden, Decken, Türen und Böden sowie mit dem Neubau eines Sanitärraumes auszukommen. Doch schnell war klar, dass der Putz großflächig keine Haftung mehr hatte und beim Abklopfen an vielen Stellen „hohl“ klang. Da keine Elektrofachkraft bereit war, für die bestehende, sich im desolaten Zustand befindende Elektroinstallation die Verantwortung zu übernehmen, folgte konsequenterweise der Austausch und die Kompletterneuerung der Kabel und Steckdosen. Auch bei den Türen reichten wegen tiefer Holzrisse oberflächliche Ausbesserungen nicht aus. Als Nothelfer fungierte hier Malermeister Zimmermann mit einem Azubi-Projekt. Zum Schluss, zählte Fischer auf, waren folgende Arbeiten durchgeführt: Elektrik sowie Sanitärinstallation komplett neu, Wände neu verputzt oder ausgebessert, Komplettanstrich, Montage neuer Decken, Zargen und Türen ausgebessert, nachgearbeitet und neu lackiert, Fliesenarbeiten im Bad/WC, Bodenbeläge neu oder hochwertig aufgearbeitet sowie Treppe ausgebessert, gereinigt und geölt.

Gleichsam als Belohnung stehen nun den Aktiven endlich ausreichend Räume zur Verfügung, um den Anforderungen des Rettungsdienstes gerecht werden zu können: Büro- und Besprechungsräume, eine separate Küche mit Aufenthaltsraum, ein Jugendraum, ein Badezimmer mit Dusche für die Einsatzkräfte. Besonders freuen sich die aktiven Mitglieder, betonte Fischer, über den lang ersehnten Umkleideraum im Erdgeschoss. Es war immer eine unzumutbare Extremsituation, berichtete Fischer, wenn sich die Einsatzkräfte nach nassen und kalten Wartungseinsätzen in der eiskalten Garage umziehen mussten. Insgesamt kamen an Investitionskosten für Material, Handwerker und Bau 19000 Euro zusammen, von denen 15000 Euro die Stadt Thannhausen aufbrachte und 4000 Euro über eine Spende der Raiffeisenbank Thannhausen. Wenn man die durch Arbeitsleistung erbrachte Spende von Malermeister Zimmermann und der Firma Holzbock sowie die 1500 Stunden Eigenleistung hinzurechnet, erhält das Haus einen Mehrwert von rund 50000 Euro. Thannhausens 2. Bürgermeister Peter Schoblocher (Freie Wähler) sprach deshalb in seinem Grußwort von einer Win-win-Situation: „Mit wenig Geld hat die Stadt ein Topgebäude erhalten.“ Schoblocher bescheinigte dem BRK sehr hohes Engagement und große Präsenz in vielen Bereichen der Stadt.

Neues Mehrzweckfahrzeug für das BRK angeschafft

Die beiden Geistlichen, der katholische Stadtpfarrer Stefan Finkl und die evangelische Pfarrerin Christa Auernhammer aus Ichenhausen, durften neben dem Gebäude auch einem neuen Mehrzweckfahrzeug Gottes Segen spenden. Dieses kostete einschließlich eines praxistauglichen Aus- und Umbaus rund 38000 Euro und wurde neben einem Eigenanteil von rund 15000 Euro mit Spenden von Firmen und Privatleuten sowie Zuschüssen von Bürgerstiftung, Landkreis und Stadt finanziert. Das neue Mehrzweckfahrzeug MZF braucht die Wasserwacht, um bei Schnelleinsätzen Rettungskräfte an den Einsatzort zu bringen und dient zudem als Zugfahrzeug für die Hochwasserboote. Zum Einsatz kommt es auch bei der Jugendarbeit.

Stellvertretende Landrätin Monika Wiesmüller-Schwab gratulierte im Namen von Landrat und Landkreis zur gelungenen Sanierung und Restaurierung. Pflichtbewusst leiste der Ortsverband lebenserhaltende Beiträge, attestierte sie, dies jedoch mit großer Freude und in kameradschaftlichem Teamgeist. Gleichsam als Bestätigung der letzten Behauptung nahm Vorsitzender Fischer drei strahlende neue Sanitäter (Lisa Wenzel, Daniel Takacs und Kevin Dittmar) und einen neuen Rettungstaucher (Philipp Grimbacher) in die Mannschaft auf. Stellvertretend für die über 40 freiwilligen Helfer verlieh Fischer an Stephan Spengler, der die meisten ehrenamtlichen Arbeitsstunden geleistet hatte, den „goldenen Hammer“. „Unser Einsatz“, fasste Fischer abschließend zusammen, „ist ehrenamtliche Arbeit im Zeichen der Menschlichkeit. Und das macht diesen so wertvoll für uns und für alle, denen wir helfen.“ Dass diese Arbeit bei der Bevölkerung Anerkennung findet, zeigte der zahlreiche Besuch bei der Einweihungsfeier mit gleichzeitigem Tag der offenen Tür.

 

10/2017 #BRK, #Freie Wähler

Bald hat die Thannhauser Feuerwehr mehr Platz

Geplanter Neubau-Ansicht von Westen
Feuerwehrhaus Bild: Peter Wieser

Bericht von Peter Wieser in den MN am 13.10.2017

Im Thannhauser Feuerwehrhaus wird es langsam eng. Durch die notwendigen Fahrzeugbeschaffungen der vergangenen Jahre hat die Feuerwehr inzwischen mehr Fahrzeuge als Unterstellmöglichkeiten. Dass es für den Bau einer Fahrzeughalle nun eine Lösung gebe, bei der man zudem mit Kosten von 150000 bis 160000 Euro auskomme, sei der großen Vorarbeit der Wehr zu verdanken, bemerkte Bürgermeister Georg Schwarz in der Stadtratssitzung. Die Halle soll als Unterstand für ein Fahrzeug und verschiedene Anhänger dienen, auch mobile Elemente für den Hochwasserschutz sollen darin gelagert werden. Noch im Winter werde ausgeschrieben, 2018 wolle man das Projekt realisieren, wie Stadtbaumeister Stephan Martens-Weh erklärte. Mit der Entwurfs- und Genehmigungsplanung war das Architekturbüro Schoblocher beauftragt worden – Zweiter Bürgermeister Peter Schoblocher (FW) stellte diese im Anschluss den Räten vor. Der Bau hat die Abmessungen von zwölf mal 15 Metern, so wie von der Feuerwehr gewünscht mit zwei Toren von je vier mal vier Metern. Es handelt sich dabei um einen leeren Baukörper mit Pultdach, den die Feuerwehr anschließend selbst ausstattet. „Nicht spektakulär, aber zweckmäßig“, wie Schoblocher hinzufügte. Fragen oder Einwände gab es keine, der Entwurf wurde einstimmig gebilligt.

 

10/2017 #Feuerwehr

Wie die Brautradition das Gesicht Thannhausens geprägt hat

Die Postbrauerei um 1920 Foto: Privatarchiv Postbräu Thannhausen
Engelbrauerei mit Hotel - heute das Thannhauser Rathaus
Gasthof Stern im Jahr 2003 Foto: Architekturbüro Schoblocher

Artikel in der MN am 30.09.2017 von Markus Landherr

Die Detailtiefe, mit der Bernhard Niethammer seinen Vortrag ausschmückt, ist beeindruckend. Im Kulturgespräch der Thannhauser Schwabengilde im historischen Künstlerhaus „Im Schwung“ referiert der studierte Architekturhistoriker zur Brauereitradition in der Mindelstadt.

So erfahren die Zuhörer viel über die historische Bierherstellung an sich und auch zum Titel der Veranstaltung. Mit der „Sau“, die im Titel des Vortrags steht, bezeichnet der Bierbrauer die Heizkammer der Darre. Das Darren des Malzes stehe am Anfang des Bierprozesses bevor das fertige Getränk zum Schluss im „Hirschen“, einem hölzernen Fass mit 200 Litern Fassungsvermögen lande.

Aber auch Thannhausen als damals wichtiges wirtschaftliches Zentrum beleuchtet Niethammer. Mit zahlreichen Abbildungen unter anderem aus dem Privatarchiv der Postbräu und historischen Dokumenten aus dem Staatsarchiv in Augsburg und dem Thannhauser Stadtarchiv untermalte er seinen Vortrag.

Die Wurzeln der Bierherstellung liegen in Thannhausen wohl im 16. Jahrhundert. Belege dafür fand Niethammer im ältesten Urbar, dem Besitzrechtsverzeichnis, der Herrschaft Thainhaußens. Dort ist im Jahr 1591 von mindestens drei Bierbrauern die Rede.

Blütezeit erlebt das Brauwesen in Thannhausen im 19. Jahrhundert

Seine Blütezeit erlebt das Brauwesen in Thannhausen im 19. Jahrhundert. Die Brauereilandschaft ist damals sprichwörtlich bunt. Zehn Brauereigasthöfe sind damals in Thannhausen angesiedelt. Tatsächlich als Brauerei überlebt hat bis heute nur die Postbräu, die auf den Schwarzen Adler, heute Hotel Schreieggs Post zurückgeht. Überregionale Bekanntheit erlangte aber auch die Engelbrauerei, auf dem Gelände des heutigen Rathauses. Zusammen mit dem Stern, der damals drittgrößten Brauerei, zeugen heute im Stadtzentrum drei markante und architektonisch hervorstechende Brauereigasthöfe von der einstigen Glanzzeit der Bierherstellung. Zumindest die Gebäude sind heute noch vom Kreuzwirt, direkt an der Hauptkreuzung, vom Hirsch in der Bahnhofstraße und vom Pflugwirt erhalten. Letztere ehemalige Brauerei wird heute noch als Kneipe betrieben.

Heute weitgehend unbekannt sind das Goldene Lamm und der Rote Ochse. Während Ersteres an Stelle des heutigen Familienstützpunkts in der Bahnhofstraße stand, befand sich der Rote Ochse an Stelle der heutigen Birnbaumapotheke. „Die Grundsubstanz des gegenwärtigen Gebäudes könnte noch aus dieser Zeit stammen“, mutmaßt Niethammer.

Gänzlich verschwunden sind leider der Kübelwirt in der Augsburger Straße, damals bekannt als Grüner Baum und der goldene Adler in der Christoph-von-Schmid-Straße, heute Sandras Nähkästchen.

Um nicht nur anschauliche Theorie zu präsentieren, ist mit Siegbert Wieser auch ein echter Bierfachmann beim Kulturgespräch zu Gast. Im Wechsel mit Niethammer erzählt der Braumeister a. D. Wissenswertes zum Bier und dessen Herstellung, das eine „echte Kunst“ sei. Und natürlich darf an so einem Abend eine Bierverkostung nicht fehlen. Das Team der Schwabengilde hatte dafür lokale Produkte ausgewählt, die sozusagen blind verkostet werden durften. Wieser, der auch für die Museumsbrauerei der Kreisheimatstube in Stoffenried verantwortlich zeichnet, unterstützte dabei ähnlich einem Bier-Sommelier und sorgte so dafür, dass die meisten Besucher bei ihren Tipps zu Art und Herkunft des Bieres richtig lagen, das in Bayern ja als Grundnahrungsmittel gilt. Dies habe sich wohl über die Jahrhunderte entwickelt, so Niethammer, der dazu den römischen Geschichtsschreiber Tacitus zitierte: „Tag und Nacht durchzechen die Germanen und man könnte sie ebenso gut mit der Lieferung berauschender Getränke besiegen, wie durch Waffengewalt.“ Auch Siegbert Wieser schloss mit einem Zitat von Martin Luther passend zum Bier und dessen Gedenkjahr: „Wer kein Bier hat, der hat auch nichts zu trinken.“

 

#Bernhard Niethammer #Thannhausen #Freie Wähler 10/2017

Räte genehmigen Werbeanlage wider Willen

So in etwa könnte die Werbetafel an der Ecke zur Schweizer Straße aussehen. Foto: Axel Friedrich, „Die Adresse“

Artikel von Dr. Heinrich Lindenmayr am 13.09.2017 in der MN

Wäre der Wille der Thannhauser Stadträte maßgeblich gewesen, dann hätte der Bauausschuss die Errichtung einer einseitigen, freistehenden Plakatwerbeanlage in der Schweizer Straße ein weiteres Mal abgelehnt. Da mittlerweile das Landratsamt als Genehmigungsbehörde klargemacht hatte, dass die Ablehnung durch die Stadt rechtswidrig sei, plädierte Bürgermeister Georg Schwarz energisch dafür, dem Vorhaben der OBDA-Außenwerbung GmbH diesmal das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen. Andernfalls müsse er sich bei einem Gerichtsprozess vorhalten lassen, dass er als Rathauschef rechtswidrige Beschlüsse seines Stadtrates zulasse.

Die Stadträte gaben zu verstehen, dass sie zwar zustimmen würden, dabei aber gegen ihre Überzeugung handeln müssten. Christine Polleichtner-Hornung erneuerte das Anliegen der Räte, eine städtische Satzung zu erlassen, welche eine Handhabe biete, unerwünschte Werbeanlagen künftig zu verhindern.

In welch schwieriger Position sich die Stadt befinde, machte 2. Bürgermeister Peter Schoblocher(Freie Wähler) klar. Mittlerweile habe die Stadt kaum noch Eingriffsmöglichkeiten. Man könne auch beispielsweise gegen verwahrloste Grundstücke, die dem Stadtbild erheblich schadeten, nur noch vorgehen, wenn Gefahr für Leib und Leben von Passanten bestünden.

Der Bauausschuss befasste sich zudem mit mehreren Verkehrsangelegenheiten. Die drei kurzen Erschließungsstraßen im Baugebiet „Untere Mühle“ sollen alle den Namen des Baugebiets erhalten. Für die Ostseite der Stadlerstraße beschlossen die Räte eine zeitliche Beschränkung der Parkerlaubnis und für den Egkweg ein Halteverbot mit dem Hinweis, dass es sich hier um eine Feuerwehrzufahrt handle. Kontrovers diskutiert wurde der Vorschlag des Bürgermeisters, im nördlichen Bereich der Schreieggstraße eine Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer zu verfügen. Vor allem das Ausfahren aus dem Rewe-Parkplatz sei wegen der schlechten Sichtverhältnisse nicht ungefährlich, begründete Georg Schwarz seinen Vorstoß. Stadtbaumeister Stephan Martens-Weh gab zu bedenken, dass es dann zu einer Rückforderung von Fördergeldern für die erst vor wenigen Jahren erfolgte Straßenerneuerung kommen könne. Die Straße sei als innerörtliche Hauptverbindung definiert und das vertrage sich nicht mit einer Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit. Man war sich einig, dass zunächst mit der Regierung abzuklären sei, ob bereits gezahlte Fördergelder zurückgefordert werden könnten, bevor man die Sache weiter verfolge.

 

#Peter Schoblocher #Werebanlagen #Freie Wähler 09/2017

Wir trauern um unseren ehemaligen Stadtratskollegen Ulrich Mayer

Ulrich Mayer(+) mit seiner Ehefrau Brigitte am 90. Geburtstag
Aussegnungshalle am Waldfriedhof von Ulrich Mayer

Nachruf von Dr. Heinrich Lindenmayr in der MN vom 31.08.2017

Ohne seine Visionen wäre so manches nicht entstanden, ohne seine Freude am Bewahren gäbe es viel Schönes im Landkreis nicht mehr. Ulrich Mayer engagierte sich als Stadtbaumeister, Kommunalpolitiker, Kreisheimatpfleger und Bürger nach vorn und zurück, immer das Ziel vor Augen, der Schönheit und dem Wert seiner schwäbischen Heimat zu dienen.

Im Jahr 1988 warb Ulrich Mayer mit Zeichnungen dafür, einen Platz vor dem Gräflich Stadionschen Gerichtsgebäude in Thannhausen zu realisieren und dadurch die Barockfassade des Gebäudes freizustellen. 1992 zeichnete er einen Stadtplatz für Thannhausen, eine markante und ästhetisch ansprechende Vision, wie eine neue Mitte seiner Heimatstadt aussehen könnte. Inzwischen gibt es beides, den Dr.-Georg-und-Lu-Zimmermann-Platz und die neue Mitte der Stadt, die beweisen, wie früh Ulrich Mayer wusste, wie Thannhausen städtebaulich weiterzuentwickeln war. Er war ein unermüdlicher Bewahrer, ein Kämpfer für den Erhalt dessen, was Zeugnis für die Leistungen unserer Vorfahren ablegt. Ohne das Engagement Mayers gäbe es vermutlich weder die Kreisheimstube in Stoffenried noch die Kapelle in Nettershausen, um nur zwei wichtige Beispiele zu nennen. Gelernt hat er sein „Handwerk“ von der Pike auf.

Ulrich Mayer absolvierte eine Lehre als Bauzeichner und studierte nach Kriegsdienst und Gefangenschaft in München. Als Bauingenieur war er zwölf Jahre für die Thannhauser Firma Zepf tätig, danach als stellvertretender Kreisbaumeister, ab 1973 als Stadtbaumeister von Thannhausen. Ästhetische Visionen und berufliche Fertigkeiten allein genügen aber nicht. Dessen war sich Ulrich Mayer bewusst. Hinzukommen muss ein politisches und ein bürgerschaftliches Engagement sowie ein Denken, das „auf die geistige Erneuerung unserer Denkmalslandschaft ausgerichtet“ ist, wie Dr. Georg Simnacher zum 80. Geburtstag Mayers schrieb.

Die Liste der Ämter und Funktionen Mayers ist lang: Stadtrat, Kreisheimatpfleger, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, Mitbegründer des Heimatvereins und dessen langjähriger 2. Vorsitzender. Er veröffentlichte zusammen mit Josef Weizenegger, dem ehemaligen Kreisheimatpfleger im nördlichen Teil des Landkreises, ein Buch über „Bildstöcke und Kapellen im Landkreis Günzburg“, schrieb am Thannhauser Heimatbuch mit und publizierte 2006 ein Buch über die Heimat, gesehen mit seinem Zeichenstift. Dieses Buch legt Zeugnis ab von Mayers Heimatliebe. Es zeigt aber auch, was nach seinen Zeichnungen umgesetzt wurde und was er gern am Stadtbild verändert hätte. Für seine Verdienste wurde Ulrich Mayer mehrfach ausgezeichnet, mit der Verdienstmedaille des Landkreises, der Silbernen Bürgermedaille Thannhausens, mit einer ehrenden Anerkennung durch den Bayerischen Landesverein für Heimatpflege

 

#Thannhausen, #Ulrich Mayer, 09/2017

Flugzeugtreibstoff Kerosin über Thannhausen und Umgebung?

Fuel Dump einer A340-600 über Nova Scotia. Foto: Wikipedia

Wie die Augsburger Allgemeine  am 24.08.2017 im Bayernteil berichtet sind in den Jahren 2015 und 2016 in Zuge eines sogenannten „Treibstoffschnellablass“ in Notsituationen in der Gegend um Thannhausen insgesamt 102 Tonnen Kerosin abgelassen worden.

Wenn ein Flugzeug nach dem Start technische Probleme hat, die den Piloten zu einer sofortigen Landung zwingen, muss das Flugzeug sein Gewicht verringern. Der vollgetankte Flieger ist viel zu schwer zum Landen. Das Fahrwerk und die Bremsen sind für eine Landung mit dem Startgewicht nicht ausgelegt. Die einzige Möglichkeit das Gewicht zu verringern ist das Ablassen von Treibstoff.

Die Deutschen Flugsicherung schickt die Piloten in Gegenden, die dünn besiedelt sind und in denen wenig Flugverkehr herrscht. Dies war in den vergangenen Jahren eben die Gegend um Thannhausen.

Zum Thema gesundheitliche Beeinträchtigung schreibt die Augsburger Allgemeine:

"Doch was bedeutet es, wenn Treibstoff in einer Höhe von 1800 Metern in der Luft landet? Welche Folgen hat das für Mensch und Umwelt? Die Staatsregierung betont, dass „keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die bayerische Bevölkerung“ bekannt seien. Die Bundesregierung kommt in ihrem Papier zu dem Schluss, dass „das Kerosin mit Hochleistungspumpen in kleinste Tröpfchen verwirbelt und von den Turbulenzen hinter dem Flugzeug zu einem feinen Nebel verteilt wird“. Der „weitaus größte Teil des Nebels“ verdunste in höheren Luftschichten und verbleibe in der Atmosphäre.

Rein rechnerisch dürften demnach acht Prozent der insgesamt abgelassenen Kerosinmenge den Erdboden erreichen. Kritiker verweisen allerdings darauf, dass durchaus feinste Kerosintröpfchen den Boden erreichen können – etwa, wenn die Flugzeuge niedriger fliegen oder es stark regnet. Wie man weiß, sind Mineralölkohlenwasserstoffe im Kerosin – zumindest hoch konzentriert – giftig.

Eine Untersuchung des TÜV Rheinland hält die Kerosin-Belastung am Boden dagegen für vernachlässigbar. Die Studie stammt allerdings aus dem Jahr 1997."

und weiter schreibt die Augsburger Allgemeine:

"....eine Studie über die gesundheitlichen Risiken sei überfällig, da es keine validen Daten über die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt gebe. Zu diesem Schluss sind auch die Umweltminister der Länder gekommen. Im Mai haben sie ein neues Gutachten zum Thema beschlossen (mehr dazu lesen Sie hier). Die Ergebnisse sollen Ende 2018 vorliegen. Der Anstoß dafür kam aus Mainz. Denn in der Pfalz ist der Kerosinregen seit Jahren ein viel diskutiertes Thema. Dort macht man vor allem den militärischen Flugverkehr für das Problem verantwortlich."

 

08/2017

Auch wenn das Wetter nicht immer mitgespielt hat - Kult um 8 - wieder ein voller Erfolg!


Bild: Sammlung Lizzy Dean

Am kommenden Freitag ist zum letzten Mal für heuer "Kult um 8" und wie es nach der Wettervorhersage aussieht, findet die Veranstaltung statt. Wir danken den Organisatoren und Helfern für ihren großen Einsatz und den Vereinen für die Verköstigung der Besucher!

Am Freitag, 25.08.2017 ab 20:00 Uhr heißt es Kult um 8 mit Lizzy Dean

Auf ihrer Homepage schreiben sie:

"Lizzy Dean ist ein junges deutsches Newcomer-Pop-Duo. Ende 2013 haben sie sich zusammen gefunden, um ihre eigenen Synthie-Pop-Songs zu schreiben.

Sängerin Lisa schreibt gerne Texte, liebt es sich zu schminken und zu sehen, wie viele Persönlichkeiten in einem Menschen stecken können.

Songwriter und Gitarrist Flo ist leidenschaftlicher Komponist."

Wir wünschen allen Besuchern einen schönen Abend!

 

08/2017

Ein Coach für Thannhausen?

Josef Brandner - Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats

Bericht von Dr. Heinrich Lindenmayr in der MN vom 30.07.2017

Wie die Belebung der Innenstadt vorangetrieben werden kann.

Innenstadtentwicklung ist ein vielerorts heiß diskutiertes Thema. Krumbach beauftragte dazu ein Fachbüro, Thannhausen ging einen anderen Weg. Hier lieferten Studenten der Universität Augsburg mithilfe von Befragungen der Bürger, Geschäftsleute und Passanten sowie die Industrie und Handelskammer Daten und Ideen. In fünf langen Sitzungen bearbeiteten die zehn Mitglieder des Stadtentwicklungsbeirates seit Februar das Material. Sie entwickelten klare Zielvorstellungen und einen Maßnahmenkatalog zur Umsetzung. Die Ergebnisse präsentierte der Beiratsvorsitzende Josef Brandner (Freie Wähler) in der jüngsten Sitzung des Stadtrates.

Hauptziel sei es, die Menschen in die Stadt zu bringen. Ansetzen müsste man hierbei nicht nur bei den potenziellen Kunden und Passanten, sondern bei allen Innenstadt-„Akteuren“ und Firmen, die Interesse zeigten, sich in Thannhausen anzusiedeln. Die Zielgruppen seien breit gestreut, ebenso weit ausgreifend war der Maßnahmenkatalog, den Brandner vorstellte.

Zu ihm gehören unter anderem ein Leerstandsmanagement, Stadtmarketing, ein Image-Film, City-Gutscheine, Wochenendöffnungen der Geschäfte, eine Adventsaktion und eine Kulturinitiative. All das zu bewältigen, sei weder ehrenamtlich möglich, noch könne ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung dies schultern, war man sich im Beirat einig gewesen.

Deshalb soll, befristet vorläufig auf zwei Jahre, ein City-Coach eingestellt werden. Er soll die Akteure in der Stadt miteinander vernetzen und alle Aktivitäten koordinieren. Josef Brandner setzte die erforderlichen Kosten der „Stadtentwicklung“ für die nächsten drei Jahre mit 123000 Euro an. Zu 75 Prozent soll die Stadt dafür aufkommen, 25 Prozent sollten Unternehmen und Geschäftsleute beisteuern. Am Ende soll mithilfe einer Kosten-Nutzen-Analyse geklärt werden, ob der City-Coach weiterbeschäftigt wird.

Einige Stadträte äußerten sich skeptisch zur Einstellung eines City-Coaches. Dr. Markus Wilhelm fragte nach, ob man im Beirat über Alternativen nachgedacht habe, und Josef Merk konnte sich vorstellen, dass die Stadt ein Beratungsunternehmen beauftrage. Dem widersprach Josef Brandner. Effektiver sei es, wenn eine Person vor Ort sei und sich verantwortlich fühle für die Aufgabe. Ein richtiger „Macher“ könne für die Aufbruchstimmung sorgen, welche die Stadt voranbringe. Gerd Olbrich meinte, die Stadt brauche jetzt einen starken Impuls und eine mutige Entscheidung. Der „Coach“ sollte kein Neuling sein, sondern Erfahrung und Fingerspitzengefühl mitbringen, erklärte Monika Wiesmüller-Schwab. Der Stadtrat beriet in nicht-öffentlicher Sitzung über das weitere Vorgeben, beispielsweise darüber, in welcher Rechtsform das „Forum Innenstadt Thannhausen“ (FIT) eingerichtet werden soll.

 

07/2017

Bebauung des Pfarrgartens - ob da die Diözöse mitspielt?
Gerberhaus mit Freilichtbühne - leider auf dem Nachbargrundstück, das sich nicht im Besitz der Heimatvereins befindet
Gerberhaus
Eine weitere Überplanung des Pfarrgartens
Impossante Modelle wurden gebaut
Im Anschluss an die Austellungseröffnung - das BDA Sommerfest
Die von Allen gelobte Mindelterrasse Bild:Mittelschwäbische Nachrichten

Ausstellung "Heimatbräu" im Architekturmuseum Schwaben

20 Masterstudenten der Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg entwickelten im Rahmen ihrer Master-Thesis Vorschläge im Bestand und Kontext, wie Thannhausen "Heimat" ist und bleiben kann. Die Betreuung der Studenten lag in den Händen von Prof.M.Arch. Katinka Temme, Prof. Dr. Bernhard Irmler und Dipl.Ing. Walter Bachhuber. Bei der späteren Bewertung der Arbeiten und Auswahl der Preisträger war auch der Vorsitzende des Heimatvereins Manfred Göttner beteiligt.

Leider kam es im Vorfeld der Ausstellungseröffnung am 21.07.2017 zu einer unzutreffenden Beschreibung der Stadt Thannhausen. „.....typische Verfallserscheinungen des Strukturwandels: Leerstand, reger Durchgangsverkehr, Wegzug, ausufernde Peripherie bei identitätslosem Stadtkern ist eine vollkommen falsche Analyse und hier wurde sicherlich nicht Thannhausen beschrieben. Einzig der rege Durchgangsverkehr wurde richtig erfasst.

Die Stadt Thannhausen ist seit Jahren in der Stadtsanierung erfolgreich tätig. In mehreren Architektenwettbewerben wurde die „Neue Mitte“ von Thannhausen geschaffen, die bei der Obersten Bayerischen Baubehörde als Beispiel für erfolgreiche Stadtsanierung geführt wird.  Von umliegenden Städten und Gemeinden erhält die Stadt nur Lob und Anerkennung für den neuen Stadtkern. Verantwortlich für die Gestaltung war der 1. Preisträger Prof. Ludwig Schegk. Das Büro Schegk plant auch die weitere Gestaltung zwischen Rathaus und Kirche, mit der von allen Fraktionen gelobten "Mindelterrasse" Die Stadt selbst investiert 2017/18 über 1 Mio. für die Sanierung und Belebung des „Historischen Rathauses“ und für weitere städtische Gebäude soll in den kommenden Jahren ebenfalls kräftig investiert werden.

Abgesehen von diesem Fauxpas in der Analyse, zeigen die Arbeiten der Studenten im Einzelprojekt interessante Ansätze auf. Es ist sicherlich leichter, ohne die Besitzverhältnisse, die politischen Machbarkeiten und den finanziellen Spielraum beachten zu müssen, eine Planung auf den Weg zu bringen. Schade ist es, dass bei den zehn Arbeiten, die sich mit dem Gerberhaus des Heimatvereins befassten, keine deutliche Museumsnutzung vorgeschlagen wurde.

Die Ausstellung ist noch bis 6. August 2017 im Architekturmuseum Schwaben zu sehen. Später werden die Arbeiten auch in Thannhausen im Heimatmuseum gezeigt.

Architekturmuseum Schwaben
Buchegger-Haus
Thelottstraße 11
86 150 Augsburg

Öffnungszeiten:
Während der Ausstellungen
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07/2017

Thannhausen baut einen dritten Kindergarten

Artikel von Stefan Reinbold am 15.07.2017 in den Mittelschwäbischen Nachrichten

Die Weichen dafür wurden schon vor längerer Zeit gestellt, jetzt liegt der Beschluss vor: Thannhausen wird einen dritten Kindergarten bauen. Überraschend einig waren sich die Räte in der jüngsten Stadtratssitzung. Obwohl es im Vorfeld und bei zurückliegenden Sitzungen sehr kontroverse Ansichten über die zu schaffende Zahl von Betreuungsplätzen gab und manches Ratsmitglied noch Bedenken trug, stimmte der Rat einstimmig für einen dritten Kindergarten. Dazu mag in hohem Maße der Vortrag von Kämmerer und Geschäftsstellenleiter Thomas Bihler beigetragen haben. Sonst eher als zurückhaltender und kühler Rechner bekannt, war es Bihler, der den Räten empfahl, die in der Sitzungsvorlage noch mit 25 Kindergarten- und 15 Krippenplätzen angegebene Zahl der Betreuungsplätze zu verdoppeln. Klotzen, nicht kleckern lautet die Devise.

Bereits in Bihlers Vortrag wurde jedoch deutlich, wie angespannt die Lage in dieser Beziehung in Thannhausen ist. Der evangelische Kindergarten Arche Noah ist voll belegt. Dort gibt es bereits eine Warteliste, auf der Eltern ihre Kinder für einen Betreuungsplatz vormerken lassen. Ein ähnliches Bild ergibt sich im katholischen Kindergarten St. Vinzenz, wo derzeit durch Umbaumaßnahmen 15 zusätzliche Betreuungsplätze eingerichtet werden. Aber noch ehe das erste Kind in diesen Räumen spielt sind bereits zwölf Plätze vergeben.

Angesichts der Tatsache, dass das Landratsamt die Erweiterung nur als Übergangslösung für maximal zwei Jahre zugelassen hat und die Stadt mehrere Baugebiete ausweist, sei zu erwarten, dass die Zahl der Kinder, die einen Betreuungsplatz benötigen noch deutlich steigen werde. Außerdem zeige die Erfahrung der vergangenen Jahre, dass die Betreuungsangebote von den Eltern verstärkt angenommen werden. Insofern empfahl Bihler den Räten, hier nicht an der falschen Stelle zu sparen. Dem pflichtete Gerd Olbrich (SPD), der von Anfang an den Bau eines dritten Kindergartens unterstützte, bei. Insbesondere was die Dimensionierung der Einrichtung betreffe, sollten „die Lehren aus der Vergangenheit gezogen“ werden. Damit nicht bei Fertigstellung alle Plätze belegt seien.

Markus Wilhelm (Gruppierung Weiß) mahnte an, bei der Auswahl des Grundstücks auch die künftige Ausrichtung des Kindergartens mit zu bedenken. Sollte der von einigen im Rat favorisierte Naturkindergarten kommen, mache es Sinn, das Gebäude entsprechend nahe am Wald zu positionieren. Meinhard Veth wollte dagegen das Konzept des künftigen Kindergartens bewusst offen lassen, um einem möglichen Waldkindergarten, für den sich inzwischen ein Förderverein gegründet hat, keine Konkurrenz zu machen. Weil weniger die Investition, sondern viel mehr die Unterhalts- und Folgekosten eines Kindergartens die städtischen Finanzen dauerhaft belasten, äußerte Herbert Fischer (CSU) den Wunsch, eine entsprechende Kostenkalkulation aufzustellen. „Mir scheint das ein bisschen groß“, sagte er und regte an, zwar ein Gebäude für 50 Kindergarten und 30 Krippenkinder zu errichten, aber zunächst nur drei Gruppen dort zu betreuen. Stefan Herold (SPD) appellierte an die Räte, den neuen Kindergarten räumlich nicht zu knapp zu kalkulieren. Stadtbaumeister Stephan Martens-Weh erläuterte jedoch, dass die Stadt nicht einfach ins Blaue hinein planen dürfe, sondern der Bau sich am tatsächlichen Bedarf orientieren müsse. „Wir sind ja nicht im luftleeren Raum, sondern werden beim Förderantrag von den Fachbehörden begleitet.“

Als Kompromissvorschlag regte Peter Schoblocher (Freie Wähler) an, die Gruppenkonstellation so zu kombinieren, dass die vierte Gruppe durch den Waldkindergarten, der ja ebenfalls einen festen Raum benötige, besetzt werden könne.

 

07/2017

Im Thannhauser Freibad wird heuer nicht gebadet

von Stefan Reinbold in den MN am 01.06.2017

In diesem Sommer bleibt das Thannhauser Freibad geschlossen. Einstimmig verabschiedeten die Mitglieder des Bauausschusses diesen Beschluss. Zwar ist die Wasserqualität nach wie vor ausgezeichnet. So klar und sauber, dass man das Wasser direkt aus dem See trinken könnte. Doch auf der Wasseroberfläche schwimmen zahlreiche kleine, schaumig-braune Inseln aus abgestorbenen Algen, die nicht nur unappetitlich aussehen, sondern auch so riechen. Sie steigen vom Grund des Sees auf. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Algenblüte.

Die Ursache für dieses Phänomen ist ein natürlicher Verlandungsprozess, dem im Grunde alle stehenden Gewässer ausgesetzt sind, erklärte Lukas Tretbar vom Ingenieurbüro Kling Consult den Thannhauser Ratsmitgliedern. Der Eintrag organischen Materials, etwa Laub von den umgebenden Bäumen, von Phosphat, Nitrat und Eisen sorgen dafür, dass das natürliche Gleichgewicht des Sees umkippt. Experten wie Tretbar sprechen dann von einem „eutrophierten“ Gewässer.

In der Folge nimmt der Sauerstoffgehalt im Wasser immer mehr ab, was dazu führt, dass den auf Sauerstoff angewiesenen Bakterien, die normalerweise die abgestorbene Biomasse zersetzen, die Lebensgrundlage entzogen wird.

Die Thannhauser müssen ihr geliebtes Bad deswegen aber noch lange nicht abschreiben. Ingenieur Tretbar stellte mehrere Varianten vor, wie das Gewässer wieder ins Gleichgewicht gebracht werden kann. Schnell aber nicht besonders nachhaltig wäre das Absaugen oder Ausbaggern der Sedimente. Diese Karte wurde schon einmal gespielt, die aktuelle Situation zeigt die begrenzte Wirksamkeit. Hinzu kommt, wie Tretbar erläutert, dass die ausgebaggerte Biomasse nach dem Abfallwirtschaftsgesetz als Abfall gilt und daher kostspielig entsorgt werden muss. Allein die schiere Menge – im tiefen Schwimmerbereich ist die Schlammschicht etwa einen Meter mächtig – würde die Kosten explodieren lassen. Tretbar spricht von einem sechsstelligen Betrag.

Drausy-Verfahren günstiger und nachhaltiger

Wesentlich günstiger und nachhaltiger wäre das von Tretbar empfohlene Drausy-Verfahren, bei dem über Kompressoren und Schläuche Druckluft in das Wasser geblasen wird. Man kann sich das ähnlich vorstellen wie die Belüftung eines Aquariums, nur in deutlich größerem Maßstab. Bei dieser biologischen Methode wird das ökologische Gleichgewicht des Sees allmählich wieder hergestellt. Nachteil dieses Verfahrens ist die lange Dauer. Der von Tretbar kontaktierte Hersteller könnte die Anlage frühestens im September im Thannhauser Bad installieren, weil im Vorfeld zahlreiche Planungsschritte erfolgen müssten. Dann würde das System mindestens zwei Jahre laufen. Positive Effekte seien aber bereits im ersten Jahr sichtbar, versichert Tretbar. Die Kosten würden sich auf rund 40000 Euro belaufen.

„Wir müssen was tun“, fasste Bürgermeister Georg Schwarz die Stimmung zusammen. Er unterstrich, dass das Problem in erster Linie ein optisches sei. Dennoch könne die Stadt eine Öffnung des Bades in diesem Zustand nicht verantworten. Peter Schoblocher (FW) machte sich für den Einsatz des Drausy-Verfahrens stark, „mit der Folge, dass es heuer nix mehr wird mit dem Bad. Aber alles andere ist vergebene Liebesmüh.“ Dem pflichteten die Ausschussmitglieder bei. Einstimmig beschlossen sie die „schnellstmögliche Umsetzung“ dieses Verfahrens.

 

06/2017

Eisstockschützen Thannhausen blicken zufrieden zurück

von links: Wolfgang Kühnel, 2. Bürgermeister Peter Schoblocher, Hermann Roht, Jürgen Hörmann, Günther Drexel und 1. Vorstand Bernd Pessinger. Foto: Heinz Witlatschi

Nach der Begrüßung durch 1. Vorsitzenden Bernd Pessinger und dem Totengedenken, erhielt im Rahmen der Jahreshauptversammlung des ESC Thannhausen 2. Bürgermeister, Peter Schoblocher, das Wort. Schoblocher hielt eine Ansprache über das Vereinsleben im Allgemeinen und dem ESC Thannhausen im Besonderen.

Mit der silbernen Ehrennadel und Urkunde für 25 jährige Mitgliedschaft wurden Robert Pitlik, Hermann Roht und Christian Schuster geehrt. Mit einer Urkunde für zehnjährige Mitgliedschaft wurden Roswitha Goldstein und Jürgen Hörmann geehrt.

Mit der Silbernen Ehrennadel und Urkunde für über 15 Jahre als 1. Vorsitzender wurde Bernd Pessinger vom Kreis 402 geehrt. Mit der Bronzenen Ehrennadel und Urkunde für mehr als zehn Jahre 2. Vorsitzender wurde Wolfgang Kühnel vom Kreis 402 geehrt.

Vorsitzender Pessinger berichtete anschließend von zwei Vorstandssitzungen, zwei Spielerversammlungen, dem Besuch der Kreisversammlung und vom Preisschafkopfen mit neun Partien. Die Thannhauser Stocktage mit einem Herrenturnier, einem freien Turnier und der Offenen Stadtmeisterschaft waren wieder ein voller Erfolg. Am Neujahrsturnier und am traditionellen Osterturnier nahmen jeweils fünf Mannschaften, also 20 Teilnehmer, teil. Das Jahr klang mit der Weihnachtsfeier im Vereinsheim aus.

Die Mitgliederzahl sank von 104 Mitgliedern bei zwei ausgeschiedenen Mitgliedern auf 102 Mitglieder.

Sportwart Andreas Hörmann berichtete, dass von den Thannhauser Stockmannschaften acht Verbands- und neun Privatturniere bestritten wurden. Auf den eigenen Bahnen wurde das Herrenturnier, ein freies Turnier, die offene Stadtmeisterschaft, das Neujahrs- und Osterturnier durchgeführt.

Die Kassenprüfer Ernst Mayer und Josef Schantini bestätigten eine einwandfreie Kassenführung und baten um die Entlastung des Schatzmeisters. Beide haben sich aus Krankheitsgründen entschuldigt und wurden von Bernd Pessinger vertreten. Die beantragte Entlastung des Schatzmeisters wurde einstimmig erteilt. In der Terminplanung stehen, neben den Verbandsturnieren ein Preisschafkopfen, das Osterturnier, ein Herren- und ein freies Turnier, die Offene Stadtmeisterschaft sowie ein Vereinsausflug und eine Jahresabschlussfeier an. Zum Abschluss bedankte sich Pessinger bei allen, die zum guten Gelingen der Veranstaltungen, aber auch bei Arbeiten im und um das Vereinsheim, ihre Freizeit opferten. Sein Dank galt auch dem gesamten Vorstand, für die gute und fruchtbare Zusammenarbeit.

 

04/2017

Bauen in idyllischer Lage

Bild: Büro Glogger

Von Stefan Reinbold am 08.04.2017 in den Mittelschwäbischen Nachrichten

Das Baugebiet „Beatussteig“ dürfte eine der schönsten Wohnlagen Thannhausens werden. Im Stadtrat ging es darum, einen Kompromiss zwischen dem Erhalt der Natur und dem Angebot erschwinglicher Grundstücke zu erreichen

Es ist wohl einer der schönsten Flecken in Thannhausen. Oben auf dem Eichberg zwischen Alpenblick und Beatussteig soll ein neues Baugebiet entstehen. Etwa 35 Baugrundstücke für Einfamilienhäuser, einige Doppelhaushälften und eventuell ein Mehrfamilienhaus sind hier geplant. Im Stadtrat wurden zuletzt die im Zuge der Bauleitplanung erforderlichen Stellungnahmen aus der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung behandelt. Auf geteiltes Echo im Rat stieß dabei die Empfehlung der Unteren Naturschutzbehörde, drei Teilflächen innerhalb des geplanten Baugebiets aus der Bebauung herauszunehmen. Zum einen kam der Vorschlag, eine Brachfläche im Westen, wo bis vor wenigen Jahren noch das Thannhauser Obdachlosenasyl stand, gewissermaßen als Brücke zwischen zwei Wäldchen wieder der Natur zurückzugeben.

Zwei weitere Flächen seien aus der Perspektive des Artenschutzes interessant für Höhlenbrüter und Eidechsen. Eine davon befindet sich am nördlichen Spitz des Neubaugebiets, hier steht außerdem eine große Eiche, das andere schräg gegenüber des Alpenblicks und des Trinkwasserhochbehälters, wo eine Reihe alter Weiden vor allem Höhlenbrütern als Nistplatz dienen könnten.

„Ich glaube schon, dass wir hier dem Naturschutz Genüge tun müssen. Gerade auch deshalb, weil die Eichen doch typisch für den Eichberg sind“, äußerte sich Zweiter Bürgermeister Peter Schoblocher(FW). Das sah Bürgermeister Georg Schwarz ganz anders. Die Stadt habe für das Baugebiet bereits Ausgleichsflächen im Umfang von 20000 Quadratmeter ausgewiesen, das sei nicht gerade wenig, betonte er. „Man muss auch bedenken, was das kostet, wenn wir die Grundstücke aus der Bebauung herausnehmen.“

Dem schloss sich SPD-Fraktionschef Gerd Olbrich an. Er sei nicht dafür, ganze Grundstücke dem Naturschutz zu opfern und betonte: „Wir leiden in Thannhausen nicht an einem Mangel an Grünflächen. Den Bauplatz den wir hier verlieren, erhöht an anderer Stelle den Siedlungsdruck.“ Als entschiedene Gegnerin des gesamten Vorhabens entpuppte sich Christine Polleichtner-Hornung (CSU). Der Eingriff in die Natur sei durch das Baugebiet ohnehin schon massiv. „Ich halte den Vorschlag der Naturschutzbehörde für sinnvoll.“ Die Schönheit der Natur macht ihrer Ansicht nach den besonderen Reiz des Baugebiets aus, bekräftigte sie.

Das wiederum bezweifelte Dr. Markus Wilhelm (Gruppierung Weiß). Es sei natürlich schön, Grünflächen in einem Baugebiet zu haben. Doch sollte man auch den Schattenwurf der mächtigen Eichen in Betracht ziehen. Es sei nicht besonders attraktiv, wenn Baugrundstücke permanent im Schatten stünden, erklärte er. Rudolf Haug (Grüne) bestritt dagegen, dass Schattenwurf, insbesondere in heißen Sommern ein Manko bedeute. „Ich bin heilfroh über meinen Schattenbaum.“ Er poche darauf, dem Naturschutz in diesem „Idyll“ auf dem Eichberg eine Chance zu geben, obwohl ihm klar sei, dass die Stadt dringend neuen Wohnraum benötige. Als Kompromissvorschlag kristallisierte sich die Anregung Monika Wiesmüller-Schwabs heraus, wenigstens die Bäume in dem kleinen Dreieck am nördlichen Zugang zum Baugebiet stehen zu lassen. Mit drei Gegenstimmen setzte sich dieser Vorschlag durch. Mehrheitlich segnete der Stadtrat anschließend den Vorentwurf in der neuen Fassung und mit den beschlossenen Änderungen ab.

Danach erläuterte Thomas Friderich, vom Ingenieurbüro Thielemann und Friderich, wie die Erschließung des Baugebiets erfolgen soll. Weil der lehmige Untergrund nur an wenigen Stellen eine Versickerung des Regenwassers erlaubt, müsse für den Straßenausbau ein Bodenaustausch vorgenommen werden, so Friderich. Insgesamt summierten sich die Erschließungskosten auf rund 2 Millionen Euro.

Josef Merk kritisierte die seiner Ansicht nach „sehr teure und aufwendige Bauweise.“ Er sah etwa Sparpotenzial darin, die Asphaltdecke dünner zu gestalten und die Bord- und Rinnsteine nicht in Granit auszuführen. Friderich argumentierte, dass die Stadt die kommenden 50 Jahre für die Wartung und Instandhaltung der Straßen zuständig sei und mahnte, nicht an der falschen Ecke zu sparen. „Durch die Reduktion der Höhe der Deckschicht sparen sie auch nicht so viel.“ Der Betrag bewege sich bei Kosten um die 5000 Euro, was bei Gesamtkosten von rund 2 Millionen wirklich nicht ins Gewicht falle.

04/2017

Es geht langsam aufwärts

Das Historische Rathaus im Zentrum Thannhausens

Artikel von Stefan Reinbold in den Mittelschwäbischen Nachrichten vom 31.03.2017

Das historische Rathaus im Zentrum Thannhausens ist ein Blickfang mit seiner gelb-weiß getünchten Fassade und dem kleinen Türmchen auf dem Dach. 1876 im Stil der Neurenaissance erbaut und 1982 von Architekt Ulrich Mayer umgebaut und renoviert steht dem historischen Bauwerk nun erneut eine Frischzellenkur ins Haus. Mithilfe von Fördergeldern aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Freistaats soll es barrierefrei werden und durch die Verlegung des Familienzentrums ins Erdgeschoss des städtischen Gebäudes soll es noch mehr ins öffentliche Leben einbezogen werden. Vom Freistaat gibt es immerhin rund 380000 Euro Zuschuss. Ehe jedoch die Förderanträge bei der Regierung von Schwaben zu Prüfung eingereicht werden können, muss der Stadtrat die Entwurfsplanung absegnen. Daher stellte Architekt Peter Schoblocher kürzlich den aktuellen Stand der Planung den Räten vor.

Nach Rücksprache mit mehreren Liftherstellern sei nun endgültig klar, dass im bisherigen Treppenhaus ein Aufzug installiert werden kann. Allerdings kann nur ein sogenannter Plattformlift eingebaut werden, der mit etwa 15 Zentimeter pro Sekunde ziemlich langsam unterwegs ist. Diese Information sorgte im Rat für Heiterkeit. Gerd Olbrich regte schmunzelnd an, im Rollstuhl sitzende Festbesucher, die den Saal im zweiten Obergeschoss nutzen wollen, daran zu erinnern, zeitig da zu sein, damit sie noch vor Ende der Veranstaltung auch tatsächlich oben ankommen. Bürgermeister Georg Schwarz witzelte, man könne ja Kaffee im Aufzug ausschenken, um die Wartezeiten angenehmer zu gestalten. Danach kehrten die Räte aber wieder zur Sachlichkeit zurück. Erfreut nahmen sie jedoch zur Kenntnis, dass auf die energetische Sanierung des Dachstuhls verzichtet werden kann. Untersuchungen hätten laut Schoblocher ergeben, dass hier bereits eine Dämmung mit einer 14 Zentimeter dicken Schicht aus Glaswolle vorhanden sei. Zudem sei die Decke über dem zweiten Stock ebenfalls mit Glaswolle in einer Stärke von sechs Zentimetern gedämmt. Er sehe keinen weiteren Handlungsbedarf, erklärte Schoblocher. Insgesamt summiert sich der Preis für die Sanierung des historischen Gebäudes laut Schoblochers Berechnungen auf knapp eine Million Euro. Darin enthalten sind bereits die rund 8000 Euro Mehrkosten, falls die ebenfalls zu sanierenden Fenster in Eiche erstellt werden.

Grundsätzlich sei auch ein Zuschuss für die Renovierung der Fenster möglich betonte Stadtbaumeister Stephan Martens-Weh. Mittel aus dem kommunalen Förderprogramm gebe es allerdings nur für die der Öffentlichkeit zugewandten Fenster. Das bedeutet, dass bislang nur diejenigen im Süden und Osten infrage kämen. Die Westseite fällt völlig raus, für die Fenster im Norden müsse noch verhandelt werden. Immerhin könnten aus diesem Fördertopf Zuschüsse in Höhe von 30 Prozent der Investitionssumme angezapft werden. „Das ist besser als nix“, betonte Martens-Weh.

Raumvarianten mit den Nutzern absprechen

Für die Erneuerung des Fassadenanstrichs könnten Mittel aus der Denkmalförderung beantragt werden. Allerdings würde das Rathaus dann wieder einfarbig werden. Untersuchungen der historischen Bausubstanzen hätten laut Martens-Weh ergeben, dass der ursprüngliche Anstrich einfarbig war. Die Schattenwirkung der Stuckarbeiten würde bei einem einfarbigen Anstrich dafür aber umso deutlicher hervortreten.

Christine Polleichtner-Hornung (CSU) erkundigte sich nach den Zugängen zum Familienzentrum. Diesbezüglich gebe es mehrere Möglichkeiten, erläuterte Architekt Schoblocher. Darunter auch ein zweiter, separater Zugang nur zum Familienzentrum. Er wolle die Varianten jedoch mit den Nutzern absprechen und sie an deren Bedürfnissen ausrichten.

Herbert Fischer (CSU) kritisierte die Kostensteigerung bei den Elektrischen Anlagen und fragte nach dem Grund. Den konnte ihm allerdings auch Schoblocher nicht nennen. Er nehme an, dass die betreffende Firma, da noch nicht definitiv geklärt sei, welche Arbeiten letztlich erledigt werden müssen, alle Eventualitäten in die Entwurfsplanung mit eingepreist habe. Letztlich billigte der Rat die Entwurfsplanung mit der Kostenschätzung und beauftrage die Verwaltung einstimmig, die entsprechenden Förderanträge einzureichen.

03/2017

Rekordeinnahmen bei der Gewerbesteuer

Albert Kytka - Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Stadtrat

Artikel von Stefan Reinbold in den Mittelschwäbischen Nachrichten vom 25.03.2017

Der Wirtschaft in der Mindelstadt geht es nicht schlecht. Das jedenfalls lassen die Erträge aus der Gewerbesteuer schließen. Satte 3,4 Millionen Euro spülte das heimische Gewerbe im Jahr 2016 in die Stadtkasse. Zwar steht der endgültige Ertrag aus der Gewerbesteuer noch unter Vorbehalt, wie Kämmerer Thomas Bihler im Stadtrat erläuterte. Trotzdem macht die Steuer wieder den Löwenanteil der Einnahmen im Haushalt aus und das auf Rekordniveau. Noch nie waren die Einnahmen der Stadt in diesem Bereich so hoch.

Rund 5,7 Millionen Euro an Investitionen allein im Jahr 2017

Lange freuen können sich die Räte allerdings nicht darüber, denn aufgrund der vergleichsweise hohen Steuerkraft der Stadt im Jahr 2014 erhielt Thannhausen 2016 rund 300000 Euro weniger vom Freistaat, der mit den sogenannten Schlüsselzuweisungen den Kommunen finanziell unter die Arme greift. Für das laufende Jahr fallen diese Zuwendungen mit gut 60000 Euro mehr nur unwesentlich höher aus. Gleichzeitig steuerte Thannhausen 2016 nach einer Beitragserhöhung gut 530000 Euro mehr zum Kreishaushalt bei. Durch eine Erhöhung der Grundsteuern und der Gewerbesteuer im vergangenen Jahr konnten diese Mehraufwendungen nur teilweise aufgefangen werden.

Alles in allem sprach Bihler aber von einer geordneten Kassenlage, die sich auch noch auf dieses Jahr erstreckt. Allerdings rollen auf die Stadt erhebliche Investitionen zu. Rund 5,7 Millionen Euro sind allein im Jahr 2017 für die Kostenbeteiligung an der Sanierung der Dreifachturnhalle des Schulverbands, die Neuerrichtung einer dritten Kinderbetreuungseinrichtung, die Sanierung und optische Aufwertung der Christoph-von-Schmid-Straße und nicht zuletzt für die Generalsanierung des historischen Rathauses vorgesehen. Ebenfalls darin enthalten sind Kosten für die Sanierung des Wasserhochbehälters am Eichberg und für die Generalüberholung der Brunnenanlagen in der städtischen Wasserversorgung. Ein Posten, um den sich die Stadt kaum drücken kann. Über allem hängt wie ein Damoklesschwert der Hochwasserschutz im Mindeltal. Inwieweit die Kostenkalkulation von gut 5 Millionen Euro zutreffend ist, muss sich erst noch erweisen.

Weil sich die zu erwartenden Belastungen bei weitem nicht durch die derzeit noch bei rund 3,7 Millionen Euro liegenden Rücklagen berappen lassen, wird die Stadt bereits im Jahr 2017 rund 600000 Euro Kredit aufnehmen. Die Verschuldung in Thannhausen steigt damit zum Jahresende, wenn die Verbindlichkeiten beim Schulverband und in der Verwaltungsgemeinschaft mitgerechnet werden, auf rund 366 Euro pro Einwohner an. Damit liegt Thannhausen zwar im Vergleich zum Landesdurchschnitt lediglich im Mittelfeld, dennoch mahnte Kämmerer Bihler die Räte, sich auch mit Blick auf die unsichere Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung und der damit verbundenen Einnahmen künftig vorrangig auf die Pflichtaufgaben zu konzentrieren.

Olbrich: „SPD-Fraktion findet sich im Haushalt wieder“

Die Fraktionen zeigten sich zufrieden mit dem Haushaltspaket. Monika-Wiesmüller-Schwab (CSU) stimmte dem Zahlenwerk „aus Überzeugung“ zu und sprach von „einer Vielzahl an Investitionen, die den Bürgern zugute kommen“. Aufgrund der guten Einnahmesituation sei die Stadt dafür gerüstet. Thannhausen müsse attraktiv bleiben. Das beinhalte auch die Unterstützung der Ehrenamtlichen in den Vereinen. Ihre Fraktion unterstütze daher auch die Schaffung eines neuen Gewerbegebiets sowie neuer Bauplätze. Auch die Ausweitung der Kinderbetreuung trage die CSU mit. Wiesmüller-Schwab mahnte jedoch an, die Entwicklung des Verwaltungshaushalts im Blick zu behalten, der mit mehr als 12 Millionen Euro ein doppelt so großes Volumen beträgt, wie der Vermögenshaushalt.

Lob gab es für die vorsichtige Kalkulation des Kämmerers künftiger Einnahmen von Manfred Göttner (Gruppierung Weiß), der mit den sieben fetten und sieben mageren Jahren einen biblischen Vergleich bemühte. Göttner betonte die Bedeutung stabiler Hebesätze bei den Realsteuern. Zwar habe seine Gruppierung die Erhöhung im vergangenen Jahr mitgetragen. Steuererhöhungen sollten jedoch „immer das letzte Mittel bleiben“, um die Attraktivität der Stadt nicht zu gefährden. Auch sollte die Stadt nicht leichtfertig in eine große Verschuldung abdriften. Vor allem gelte es, die Folgekosten im, Blick zu behalten. „Auch in Zukunft sind noch Investitionen nötig“, mahnte er.

Die Kostensteigerungen im Verwaltungshaushalt beschäftigten die Freien Wähler am meisten. Albert Kytka (FW) nannte dabei insbesondere die Defizite im sozialen Bereich, bekräftige aber auch: „Wir wollen uns das leisten.“ Gut leben könne die SPD mit dem Haushalt, erklärte Fraktionsvorsitzender Gerd Olbrich, „weil er Akzente setzt, die uns wichtig sind.“ Thannhausen sei eine „besonders kinderfreundliche Kommune“, was die Ausgaben für die Kinderbetreuung aber auch Mittel für die landkreisweit einzigartige Ferienbetreuung belegten. „Wir finden uns in dem Haushalt wieder“, bekräftigte Olbrich.

Meinhard Veth (Grüne) bereitet die Kostensteigerung von 15 Prozent im Verwaltungshaushalt sorgen. Seine Gruppierung könne dem Haushalt unter diesen Umständen gerade noch zustimmen. Er kritisierte zudem, dass es die Stadt versäumt habe, im sozialen Wohnungsbau aktiv zu werden. „Es werden keine Seniorenwohnungen geschaffen und lediglich 7000 Euro für den Naturschutz ausgegeben.“

03/2017

Hintersinnige Wortspiele: Wie den Besuchern das Starkbierfest gefiel

Bruder Baderbas ist in seiner Fastenpredigt auf alle wichtigen Themen in der Region eingegangen. Dabei durfte Sparkassenchef Walter Pache nicht fehlen. Ihm gefiel die Idee, dass die GZ einen regelmäßigen Starschnitt von ihm veröffentlicht.

Artikel in der MN vom 20.03.2017

Mit Fastenpredigten ist das so eine Sache. Während bei anderen Gelegenheiten, etwa in unserer Zeitung, am liebsten keiner mit nicht ganz so gut gelaufenen Dingen in Verbindung gebracht werden will, sieht das hier völlig anders aus. Wer nicht erwähnt wird, fühlt sich nicht wichtig, ja fast nicht existent. So hätte sich Thannhausens Zweiter Bürgermeister Peter Schoblocher gewünscht, dass Bruder Baderbas auch auf seine Gemeinde zu sprechen gekommen wäre. „Ich muss unserem Ersten Bürgermeister mal sagen, dass wir für mehr Aufsehen sorgen müssen, damit wir hier erwähnt werden“, meinte er süffisant.

Ansonsten waren er und seine Frau Doris Schuhbaur-Schoblocher, die sich auch ein Starkbierfest für ihre Stadt wünschen, sehr angetan. „Ich war überrascht, wie hintersinnig er die Themen aufgegriffen hat“, sagte die Gattin des Vize-Ortschefs aus Thannhausen über den Fastenprediger. „Das hatte Pfiff, die Wortspiele haben mir gut gefallen. Aber die Band 8872 war mein Highlight.“ Ganz ohne ihre Gemeinde ist das Starkbierfest aber auch nicht ausgekommen. Die von Burgauer Grundschulkindern verzierten Eier, die die Gäste gegen einen Obolus für die Kartei der Not mit nach Hause nehmen konnten, sind schließlich eine Spende aus Thannhausen.

Den Redner lobte auch Karen Steifensand aus Günzburg. Sie hätte ihm gerne auch noch länger zugehört, „so gut war er“, und gerne hätte sie noch weitere Anspielungen auf die lokale Politik gehört. Auch hätte der Bruder für ihren Geschmack noch etwas „schärfer“ dabei sein dürfen. Gefallen haben ihr aber die Geschichten aus „Outlettingen-Scheppach“. Dass die Burgauer mit Argwohn auf die dort entstandenen Geschäfte schauen, sei ja bekannt, „aber da haben sie auch selber schuld“, fand Steifensand.

Politiker hätten härter angefasst werden sollen

Dass die Politiker die Leviten noch stärker gelesen bekommen, hätte auch Petra und Ludwig Pröbstle aus Kötz gefreut. Sie regten an, dem nächsten Fastenprediger vielleicht weibliche Verstärkung zur Seite zu stellen, gerne dürfte es zudem ein Singspiel sein. Wiederkommen wollen sie auf jeden Fall.

Gerda und Rudolf Zettl hingegen haben keine Verbesserungswünsche. Nun gut, vielleicht hätte der Bruder (alias Karl Bader) etwas näher ans Mikrofon gehen können, aber sonst „war es super, es war ein Rundumschlag. Man merkt einfach, dass Baderbas ein Burgauer ist“, sagte er. Ganz angetan von ihm waren ebenfalls Manfred Hammerschmidt, auch aus Burgau, und Karl Schedel aus Konzenberg.

Das Lob kann sich hören lassen: „Sehr gut, einmalig, wie ein Profi. Aber wir saßen ja auch am besten Tisch in der ganzen Halle, hier wurde am meisten zugeprostet“, meinte Hammerschmidt lachend. Schedel freute sich, dass es bei der Predigt nicht nur um Burgauer Themen ging und Einige angesprochen wurden, die sonst eher untergegangen seien. Gertrud Pauler aus Burgau, zum ersten Mal beim Starkbierfest dabei, wiederum fand auch genug aus ihrer Heimatstadt wieder. „Es war alles sehr treffend. Und was interessiert uns schon außer Burgau.“

Beim nächsten Mal ein Maßkrugstemmen

Sehr zufrieden war auch Korbinian Joas, dabei vertrat er seine Familie dieses Mal alleine. Im vergangenen Jahr waren drei Burgauer Generationen dabei gewesen, als Aquinia die Ährenhafte in der Gestalt von Monika Riß den Politikern einen eingeschenkt hatte. Nun musste der Vater Verpflichtungen bei der Kolpingfamilie nachkommen und der Großvater konnte ebenfalls nicht teilnehmen.

Korbinian Joas aber amüsierte sich auch so bestens. Und die Günzburger Zeitung dürfe das Starkbierfest sehr gerne wieder ausrichten, zumal es ja für die Kartei der Not und somit für einen guten Zweck ist. Bloß einen Wunsch hätte er noch: „Vielleicht könnte es wieder ein Maßkrugstemmen geben.“

Thannhauser Feuerwehr erntet viel Lob

von links: 1. Vorsitzender Matthias Marschall, Karl Heinz Pfitzmayr, Gerolf Domes, 2. Vorsitzender Bernhard Niethammer, Anton Kaufmann sowie Gottfried Fischer sen., der die Ehre als Stellvertreter für seinen Sohn entgegennahm.

Beitrag in den Mittelschwäbischen Nachrichten vom 03.02.2017

Abgesehen von den Ehrungen für langjährige Mitglieder verlief die Dienst- und General-versammlung der Freiwilligen Feuerwehr Thannhausen ohne große Höhepunkte.

In seinem Tätigkeitsbericht erwähnte Kommandant Karl-Heinz Pfitzmayr 74 Einsätze (21 Brände, 49 Technische Hilfeleistungen und vier Sicherheitswachen), bei denen 65 Aktive selbstlosen Dienst geleistet haben. Bei knapp fünfzig Übungen, zahlreichen Weiterbildungen und Übungen mit umliegenden Wehren wurden über 2000 freiwillige Stunden aufgebracht. Bei vielen ist die große Einsatzübung bei der Inspektion auf dem Gelände der Bäckerei Bosch noch in Erinnerung, wo die Rettung von Menschenleben im Vordergrund stand. Stolz sei seine Feuerwehr, so Pfitzmayr, dass die Kreisbrandinspektion bei einer Besichtigung das Prädikat „Gut“ erteilt habe. So galt der Dank des Kommandanten aber auch den Kollegen, die für fast 6500 gefahrene unfallfreie Kilometer verantwortlich zeichnen.

2. Bürgermeister Peter Schoblocher gab zu bedenken, dass es immer schwieriger werde, den freiwilligen Dienst bei der Feuerwehr zu leisten. Durch die psychischen Belastungen bei vielen Einsätzen stoßen immer mehr Mitglieder der Wehr, Männer wie Frauen, an die Grenzen ihrer Kräfte. Umso mehr begrüße er, dass im Landkreis nunmehr ein Nachsorgeteam existiert, das sich der Rettungskräfte nach stark seelisch belastenden Einsätzen annimmt. Schoblocher versicherte der Thannhauser Wehr, sie könne weiterhin auf die Unterstützung der Stadt bauen. Sein Dank an alle Feuerwehrler für ihr Engagement wurde mit großem Beifall aufgenommen.

Ausbildung der Feuerwehr Thannhausen gilt als vorbildlich

Kreisbrandmeister Martin Mayer berichtete von der Situation der Wehren im Landkreis und sparte nicht mit Lob für die professionellen Einsätze der Thannhauser Wehr. Auch wenn der Kommandant mit den zur Verfügung stehenden finanziellen und technischen Mitteln sehr sparsam umgehe, was durchaus löblich sei, so kann man die Ausbildung der Feuerwehr Thannhausen nur als vorbildlich bezeichnen. Der Digitalfunk hat mittlerweile großen Stellenwert erreicht und wird die Wehren weiter beschäftigen. Eine für Einsatzzwecke zulässige Drohne ist bei der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung in Neuburg stationiert. Für die nahe Zukunft seien Einsatzleiterschulungen und Lehrgänge für Schaumtrainer ebenso geplant wie eine Kinderfeuerwehr. Außerdem soll die Altersgrenze für aktive Feuerwehrleute auf 65 Jahre angehoben werden.

Im Mittelpunkt der Versammlung standen neuerlich Ehrungen für langgediente Mitglieder. So konnten für 40-jährige Vereinszugehörigkeit Gerolf Domes, Gottfried Fischer jun., Karl Josef Herkommer und Anton Kaufmann ebenso ausgezeichnet werden wie auch Kommandant Karl Heinz Pfitzmayr. Bereits fünfzig Jahre gehören Herbert Denk, Karl Hartmann, Robert Thoma, Manfred Tschanter, Josef Wiesmüller und Anton Zimmermann zum Feuerwehrverein. Max Schmid kann auf sechs Jahrzehnte Mitgliedschaft verweisen.

In seinem Ausblick kam Karl-Heinz Pfitzmayr auch auf den gewünschten Anbau für Fahrzeuge und Geräte zu sprechen. Der zur Verfügung stehende Platz reiche bei weitem nicht mehr aus. Zudem müsse eine neue Heizung angeschafft werden, da die bisherige immer mehr von Ausfällen betroffen ist und Ersatz für verschlissene Teile aufgrund des Alters der Anlage nicht mehr erhältlich ist. Vorsitzender Matthias Marschall nannte in seiner Vorschau auf das Jahr 2017 die wichtigsten Programmpunkte, bei denen sicherlich der Vereinsausflug wieder im Mittelpunkt stehen dürfte.

 

03/2017

Der Schützenclub feierte langjährige Mitglieder

von links: 1. Schützenmeisterin Gisela Thoma, 2. Bürgermeister Peter Schoblocher, Peter Stelzenmüller, Fritz Rodinger, Hans Lenk, Albert Takacs, Wilhelm Lober und 2. Gauschützenmeister Franz Bonk.

Bericht des Schützenclub in den MN vom 01.02.2017

Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Thannhauser Schützen konnte die 1. Schützenmeisterin Gisela Thoma im Beisein von 2. Gauschützenmeister Franz Bonk und 2. Bürgermeister Peter Schoblocher ein ereignisreiches Vereinsjahr Revue passieren lassen.

In ihrem mit Bildern umrahmten Rückblick erinnerte Thoma an die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Viel Arbeit nahmen die Umbaumaßnahmen an den Schießständen ein. Die Thannhauser Schützen beteiligten sich unter anderem mit zwei Mannschaften an der Stadtmeisterschaft der Eisstockschützen, waren mit zwei Startern am 2. Seifenkistenrennen dabei. Sie übernahmen die Bewirtung an einem Abend bei Kult um Acht. Sie ließen Kinder und Jugendliche beim Ferienprogramm der Stadt Thannhausen ihre Treffsicherheit testen. Außerdem begleiteten sie zahlreiche Veranstaltungen mit der Vereinsfahne.

Bei Meisterschaften sind vor allem die Senioren des Klubs hervorgetreten. Elisabeth Lämmle landete bei der schwäbischen Meisterschaft mit der Luftpistole auf vorderen Plätzen und qualifizierte sich somit für die bayerische Meisterschaft. Sowohl mit dem Luftgewehr, als auch mit dem Zimmerstutzen mischte Gustl Aufmuth immer auf guten Plätzen bis hinauf zur bayerischen Meisterschaft mit. Beim Rundenwettkampf konnten sich die Luftgewehrmannschaft sowie die beiden Luftpistolenmannschaften jeweils in ihren Klassen halten.

Im Jugendbereich konnte die positive Entwicklung weitergeführt werden, Alexander Stelzenmüller qualifizierte sich mit der Luftpistole bis zur bayerischen Meisterschaft. Daneben stellt der Schützenklub Thannhausen mit Marcell R. Grossmann den amtierenden Kreisjugendkönig.

Die Bogenschützen haben an zahlreichen Turnieren teilgenommen und stellen mit Laura Schmid die aktuelle schwäbische Meisterin und mit Albert Takacs sogar den aktuellen bayrischen Meister mit dem Blankbogen. Bis zur bayerischen Meisterschaft konnten sich Monika Meyer, Peter Markus, Laura Schmid, Oliver Schmid und Albert Takacs qualifizieren.

2. Gauschützenmeister Franz Bonk ehrte zusammen mit 2. Bürgermeister Peter Schoblocher langjährige Mitglieder mit Ehrenurkunde und Nadel. Für 50 Jahre Treue wurden Dr. Hans Hofmann, Wilhelm Lober, Hans Lenk, Max Miller und Dieter Parczyk geehrt. Für ihren unermüdlichen Einsatz beim Umbau der Schießstände erhielten Peter Stelzenmüller die Ehrennadel für treue Mitarbeit des Bezirks Schwaben und Fritz Rodinger die Verdienstnadel in Silber vom Bezirk Schwaben. Albert Takacs wurde für die Leitung der Bogenschützen mit der Ehrennadel für treue Mitarbeit des Bezirks Schwaben geehrt.

 

02

Stadtrat trifft Vorentscheidung für dritten Kindergarten

Von Dr. Heinrich Lindenmayr in den Mittelschwäbischen Nachrichten vom 13.01.2017

Für den Zeitraum von Herbst 2017 bis Herbst 2019 erhöht die Stadt ihr Kinderbetreuungsangebot mit einer mehr oder weniger provisorischen Übergangsregelung im Kindergarten St. Vinzenz.An diese Entscheidung schließen sich noch einige Fragen an. Wann etwa sollen die Weichen für eine dauerhafte Regelung geschaffen werden? Kann ein Waldkindergarten eine dauerhafte Lösung sein? Diese Fragen diskutierte der Stadtrat zuletzt kontrovers. Herbert Fischer fand, es sei zu früh, um eine Entscheidung über die Errichtung eines dritten Kindergartens zu treffen. Man sollte abwarten, wie sich der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen tatsächlich entwickle. Meinrad Veth war grundsätzlich unzufrieden mit der Entwicklung der Sachlage. Noch vor einem halben Jahr sei man davon ausgegangen, mit einer überschaubaren Investition eine dauerhafte Erhöhung der Plätze in St. Vinzenz zu schaffen und den künftig steigenden Bedarf mittels eines Waldkindergartens zu decken.

Jetzt gebe die Stadt viel Geld aus für eine auf zwei Jahre befristete Maßnahme in St. Vinzenz, tendiere zu einem dritten Kindergarten und womöglich gebe es den Waldkindergarten noch obendrauf. Man habe sich also von der kostengünstigsten Variante verabschiedet und bewege sich auf die teuerste zu.

Dem widersprach Peter Schoblocher (Freie Wähler). Für all das, was der Stadtrat in 2016 vorhatte, hätte es keine Zuschüsse gegeben. Neuerdings könne die Stadt von einem lukrativen Förderprogramm profitieren, bei dem es auch Geld nicht nur für neue Krippenplätze, sondern auch für die Schaffung neuer Kindergartenplätzen gebe. Mine Waltenberger-Olbrich warnte davor, sich auf einen Waldkindergarten als echte Zukunftsperspektive zu beschränken. Dieses Angebot spreche nur wenige Eltern an, es sei ein Nischenangebot, mehr nicht. Rudolf Haug betonte, der potenzielle Träger für einen Waldkindergarten stehe bereit, man müsse nur auf ihn zugehen.

Bürgermeister Georg Schwarz sprach sich entschieden dafür aus, hinsichtlich eines dritten Kindergartens aktiv zu werden. Erstens, meinte er, gebe es einen starken Trend bei den Eltern, mehr Kinderbetreuung in Anspruch zu nehmen. Vor sechs Jahren habe man noch keine Krippenplätze gehabt, heute seien die 30 zur Verfügung stehenden Plätze bereits knapp bemessen. Zweitens brauche die Stadt für die Realisierung eines neuen Kindergartens mindestens zwei Jahre. Man müsse daher jetzt anfangen, um einer neuen Notsituation nach Auslaufen der Übergangsregelung vorzubeugen. Drittens gehe es zunächst nur um folgende drei Belange: die Suche nach einem geeigneten Grundstück, die Suche nach einem Träger und einer Konzeption. Das seien unverzichtbare Vorarbeiten, mit denen man sich nichts vergebe.

Diese „Hausaufgaben“ sollten erledigt sein, wenn es dann Klarheit gebe über die neuen Zuschuss- und Fördermöglichkeiten. Bei vier Gegenstimmen beschloss der Stadtrat, die grundlegenden Belange für die Schaffung eines dritten Kindergartens zeitnah zu klären.

Für SPD-Fraktionschef Gerd Olbrich eine zukunftsweisende Entscheidung: „Der Zug fährt jetzt in die richtige Richtung. Wir werden schauen, dass er unterwegs nicht stehen bleibt“, sagte er nach der Sitzung gegenüber unserer Zeitung.

 

01

Bayerischer Starkbierabend der Freien Wähler Thannhausen im Sonnenhof.

Luis Bisle und seine Schmidde-Musikanten
Begrüßung durch den Ortsvorsitzenden Kar Thiel
Auftritt von unserem Bruder Barnabas
Ali Kytka in Aktion
Auch Bürgermeister Georg Schwarz dirigierte dei Schmidde-Musikanten

"Eine gelungene Veranstaltung mit viel Freude für die Besucher. Politik kann auch unterhaltsam sein!" meinte Peter Schoblocher "Der Beste Wahlkampfabschluß den Thannhausen erlebt hat" so unser Bürgermeister Georg Schwarz, und selbst der Stellvertretende Landrat Dr. Josef Langenbach aus Krumbach konnte nicht anders, er ergriff das Mikrophon und rief in den Saal "Thannhausen ist Spitze".

Mit Musik begann der Abend und die Schmidde-Musikanten legten sich gleich ins Zeug. Nach der Begrüßung der zahlreichen Gäste durch den Ortsvorsitzenden Karl Thiel stand dieser zusammen mit dem Fraktionsvorsitzenden Peter Schoblocher Bürgermeister Georg Schwarz hilfreich beim Fassanstich zur Seite. Mit einem "Prosit der Gemütlichkeit" nahmen die drei den ersten Schluck aus den vollen Krügen und prosteten den Starkbierfreunden zu.

Aber auch noch etwas Wahlkampf mussten die Gäste über sich ergehen lassen. Peter Schoblocher stellte die Liste für die Wahlen zum Stadtrat im Bild vor und die Kandidaten begrüßten die Bürgerinnen und Bürger. Den Teil Kreistagswahlen übernahm anschließend Josef Brandner. Er stellte die anwesenden Kreistagskandidaten aus dem südlichen Landkreis und dem Mindeltal vor.

Das war dann auch genug Politik für diesen Abend und alle warteten gespannt auf unseren Bruder Barnabas II., alias Gottfried Braun. Mit einem wahren Feuerwerk von hintersinnigen Gedanken und Sprüchen wurden Bürgermeister, Stadtrat aber auch einzelne Thannhauser derbleckt. Einen ausführlichen Bericht über das Derblecken erscheint kommende Woche in der "Woche" .

Danach hatten wieder die Schmidde-Musikanten ihren Auftritt und die Stimmung war phänomenal. Nach drei Zugaben durften die Musikanten den Abend beschließen. Auch Luis Bisle war voll des Lobes für die gelungene Veranstaltung.

Viele neue Bausteine

Freie Wähler sehen sich auf einem guten Weg

Peter Schblocher, Fraktionsvorsitzender
eine Idee von vielen Möglichkeiten
der REWE-Markt im Zentrum
die neue Mitte - der Stolz der Bürgerschaft
bleibt auch bei Bebauung der Wiese erhalten - die Birkenallee

Nach dem "Aderlass", den die Freien Wähler verkraften mussten, 5 Stadträte treten nicht mehr an und zwei Stadträte schieden während der Wahlperiode aus, waren die verbleibenden Stadträte Peter Schoblocher, Albert Kytka und Gottfried Braun gefordert eine schlagkräftige Liste für die kommende Kommunalwahl zusammen zu bekommen.

Mit den jetzt antretenden, kompetenten Kandidatinnen und Kandidaten sehen sich die Freien Wähler Thannhausen auf einem guten Weg wieder stark im neuen Stadtrat vertreten  zu sein.

Wir haben aus allen Bereichen gute Kandidaten für die Liste gewinnen können und den Frauenanteil konnten wir auf 30% erhöhen" so der Fraktionsvorsitzende Peter Schoblocher. Auch die engagierte Mitarbeit bei der Formulierung der Ziele, die die nächsten 6 Jahre verfolgt werden sollen, wurde das Fachwissen und die Kompetenz deutlich. Was die Freien Wähler besonders Stolz macht, ist die Tatsache, dass ein amtierender CSU-Stadtrat in der Person von Bernhard Kastner auf der Liste der Freien Wähler kandidiert. Ein Beweis für den sachorientierten Stil und Politik der Freien Wähler.

In der Vergangenheit waren es die Freien Wähler, die sich mit ihren Vorstellungen, wie das Stadtzentrum in Thannhausen aussehen soll, zusammen mit der SPD, durchgesetzt haben. "Wir haben auch den Kontakt mit dem Investor für den Vollsortimenter geknüpft." Ein Einkaufsmarkt, der die Stadtmitte deutlich belebt und der ein Segen für ältere Mitbürger ist, weil diese wieder im Stadtzentrum alles einkaufen können.

Die Innenstadtbelebung ist weiter das Ziel der Freien Wähler. "Wir haben mit dem Antrag auf kostenloses WLAN in der Innenstadt, einen Baustein von vielen, die noch von uns kommen werden, verwirklicht, um das Zentrum Thannhausens zu stärken erläutert Peter Schoblocher, "und mit Renate Marschall haben eine engagierte Kandidatin mit ausgezeichneten  Verbindung zum Wirtschaftskreis."

Zusammen mit unserem Kandidaten Bernhard Niethammer haben wir bereits ein Konzept für das Alte Rathaus in den Grundzügen erarbeitet und sind bei der Suche nach weiteren Investoren für die Innenstadt auf einem guten Weg.

Weitere Ziele für die zukünftige Arbeit, wie die Verwirklichung des Hochwasserschutz, die massive Verbesserung der sozialen Situation werden unsere ganze Aufmerksamkeit erhalten..

Zum gleichzeitig mit der Kommunalwahl stattfindenden Bürgerentscheid "Alpenblick", sei die Formulierung der Frage sehr unglücklich und irreführend gewählt, meinte der Fraktionsvorsitzende. Die Befürworter des Baubegehrens der Familie Kamps müssen nämlich "Nein" ankreuzen, wenn sie die Familie Kamps in Thannhausen begrüßen wollen.

Dieser Artikel ist am 08.03.2014 in gekürzter Form, vor allem in der Aussage zum Bürgerbegehren "Alpenblick" in den Mittelschwäbischen Nachrichten erschienen.

 

03/2014

Kandidatenvorstellung der Freien Wähler in Burg

Zahlreiche Burger Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung zur Kandidatenvorstellung der Freien Wähler Thannhausen im Burger Schützenheim gefolgt. Nach der Begrüßung durch den Fraktionsvorsitzenden Peter Schoblocher, stellten die Kandidatinnen und Kandidaten sich und ihre Ziele vor. Dabei wurde deutlich, dass bei den Bewerbern jede Altersgruppe vertreten ist. Erfahrung und frischen Wind für den Stadtrat verspricht daher die Liste der Freien Wähler. Danach stellte Peter Schoblocher fest, dass die Freien Wähler, auch ohne Stadtrat aus Burg oder Nettershausen, immer die Anliegen der Ortsteile im Blick habe und im Besonderen die Gewerbetreibenden der Ortsteile mit Unterstützung rechnen konnten und können.

Wichtig war ihm bei aller Werbung für seine Liste, zu betonen, dass die CSU keine absolute Mehrheit im Stadtrat bekommt. Dies würde dem Klima im Stadtrat nicht gut tun.

Im Anschluss an die Vorstellung der Stadtratskandidaten ergriff Josef Brandner das Wort und stellte die Kreistagskandidaten aus Thannhausen, sowie die Ziele der Freien Wähler im Kreis vor. Auch der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler Georg Schwarz hatte die Gelegenheit sich in Burg nochmal vorzustellen.

Bei der anschließenden Diskussion wurde das Dauerthema Sanierung der Dorfstraße ausgiebig beleuchtet. „Völlig unverständlich ist das Ansinnen, die Bordsteine nur abschnittsweise auszutauschen“ meinte Anton Kusterer, denn die Bordsteine seien fast durchweg kaputt, und über kurz oder lang würden wohl auch die übrigen zerstört werden." Erfreuliches Ergebnis der Diskussion war, dass eine weitere Anliegerversammlung am 24.März 2014 stattfinden wird, bei die Betroffenen nochmal zu Wort kommen sollen.

In diesem Zusammenhang wurde klargestellt, dass die Kosten für den Breitbandausbau nicht auf die Bürger umgelegt werden!

Des weiteren werden die amtierenden und bis dahin auch neu gewählten Stadträte gleich nach der Kommunalwahl mit Anton Kusterer und allen interessierten Burger Bürgerinnen und Bürger eine Dorfbegehung am 23.03.2014 um 14:30 Uhr vornehmen. Dabei sollen alle Bereiche, die für den Ortsteil wichtig sind, vor Ort betrachtet werden.

 

 

03/2013

Rosen und Wahlinformation

Bei unseren Info-Ständen gab es heute Rosen und Informationen zur Stadtrats- und Kreistagswahl für die Bürgerinnen und Bürger

Am Info-Stand vor den REWE Einkaufsmarkt Albetrt Kytka Platz 502, Peter Schoblocher Platz 501, Doris Schuhbaur-Schoblocher Platz 519 und Sylvia Miller Platz 507

Freie Wähler verteilen am "Rußigen Freitag"Karpfen vom Stadtcafe

Bei unseren Info-Ständen gab es für die Bürgerinnen und Bürger 
frische Krapfen vom Stadtcafe Thannhausen!

Beim REWE-Markt: Sylvia Miller-Platz 507, Renate Marschall-Platz 504, Doris Schuhbaur-Schoblocher Platz-519, Peter Schoblocher Platz-501 und Bürgermeister Georg Schwarz
Beim V-Markt: Engelbert Wiedemann Platz-506, Reinhilde Gülseren Platz-509, Besucher, Bernhard Niethammer Platz-505

Endlich kostenfrei surfen

Hot Spot for free
Peter Schoblocher - Fraktionsvorsitzender
Albert Kytka - Stadtrat und Inhaber von "kytka-die friseure"

Freie Wähler Stadtratsfraktion hat Erfolg mit WLAN Antrag !

Die FREIEN WÄHLER haben mit ihrem Antrag "FREE WLAN" einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Innenstadt geleistet. Bis Ende April/Anfang Mai soll dieser Service, der bisher nur in großen Städten angeboten wird, in Thannhausen eingerichtet sein.

FREE WLAN steigert die Attraktivität der Stadt und spricht in großem Maß Jugendliche und Besucher der Stadt Thannhausen an. Thannhausen kann damit den Anspruch einer innovativen, modernen Stadt unterstreichen und ist eine der ersten Städte in dieser Größe die kostenloses WLAN anbieten.

Nachdem die Freien Wähler schon in der vergangenen Periode die Weichen für die Belebung der Innenstadt durch Ansiedlung einer Einkaufsmöglichkeit und Festlegung des Rathausstandortes gestellt haben, zeigt dieser erfolgreiche Antrag wie sehr den FREIEN WÄHLER die Innenstadt am Herzen liegt.

"Wir reden nicht nur bei einem "wohlig warmen Gespräch" über die "Belebung der Innenstadt" wir erarbeiten in unserem Arbeitskreis Ideen zur Stärkung des Zentrums, formulieren Anträge und setzten diese um", erläutert der Fraktionsvorsitzende Peter Schoblocher.

Es waren auch die Freien Wähler, die von Anfang an eine Neugestaltung der Bahnhofstraße gegen den Willen der Anwohner abgelehnt haben. "Als Geschäftsinhaber in der Bahnhofstraße, bin ich nah dran an den Anliegern und Gewerbetreibenden und kann die verschiedenen Stimmungen in unsere Entscheidungen einfließen lassen", sagt Stadtrat Albert Kytka.

Dass mit einer Wahlentscheidung für die FREIEN WÄHLER am 16. März 2014 Thannhausen weiter in eine gute Zukunft geht, zeigt der erfolgreiche Einsatz für unsere Stadt.

2/2014

Wahlplakate seit Samstag im Stadtgebiet und den Ortsteilen Burg und Nettershausen

Thannhausen in guten Händen!
Seit gestern können sie unsere Kandidaten/innen an vielen Stellen im Stadtgebiet und den Ortsteilen Nettershausen und Burg auf einen Blick sehen. Vielen Dank an alle, die an der Plakataktion beteiligt waren!

Kandidaten und Kandidatinnen der Freien Wähler stellten sich vor - Nominierungsversammlung im Barbarahof

1. Bürgermeister Georg Schwarz wurde wieder von den Freien Wählern als Bürgermeisterkandidat nominiert
Peter Schoblocher - Fraktionsvorsitzender und Listenführer der Freien Wähler
Josef Brandner - Kreisrat und stv. Fraktionsvorsitzender im Kreistag
Die Kandidaten und Kandidatinnen der Freien Wähler Thannhausen

Bei der Nominierungsveranstaltung der Freien Wähler Thannhausen stellten sich die Kandidaten und Kandidatinnen den anwesenden Bürgern und Bürgerinnen vor. Nach einem Grußwort des Vorsitzenden Karl Thiel und einen Schweigeminute für den verstorbenen, ehemaligen 2. Bürgermeister Ludwig Mayer begann die Nominierungsveranstaltung mit der Vorstellung des Bürgermeisterkandidaten Georg Schwarz. In einer interessanten Power Point Show lies Georg Schwarz nach einer Vorstellung seiner Person, die Arbeit und Erfolge der letzten 6 Jahre Revue passieren. Mit einem Ausblick auf die Aufgaben der nächsten Jahre bat er um das Vertrauen der anwesenden Wählerinnen und Wähler. Die Wahlleitung übernahm Anton Gollmitzer, der 2. Bürgermeister der Großen Kreisstadt Günzburg. Mit 90% Zustimmung wurde er letztendlich von der Versammlung bestätigt und ist nun gemeinsamer Kandidat der Freien Wähler und der CSU.

Anschließend stellten sich die Listenkandidaten vor. Den Beginn machte Peter Schoblocher, dem als Fraktionsvorsitzenden und dienstältesten Stadtrat der Freien Wähler die Aufgabe des Listenführers zufiel. Er griff während seiner Vorstellung einige Punkte aus dem Wahlprogramm heraus und stellte fest, dass hier eine große Übereinstimmung mit den Zielen des Bürgermeisters herrscht. Die weiteren Kandidaten, wie die amtierenden Stadträte Albert Kytka und Gottfried Braun, stellen in einer kurzen Rede ihre Ziele für die nächsten 6 Jahre vor. Den Reigen der weiblichen Kandidatinnen eröffnete Renate Marschall, gefolgt von Sylvia Miller, Sandra Thiel und Reinhilde Gülseren. Überhaupt konnte der Anteil der Frauen auf der Liste auf 30% gesteigert werden.

Für die ausscheidende Stadträtin Elfriede Wiedemann konnte ihr Sohn Engelbert Wiedemann als Kandidat gewonnen werden. Was die Freien Wähler besonders Stolz macht, ist die Tatsache, dass ein amtierender CSU-Stadtrat in der Person von Bernhard Kastner auf der Liste der Freien Wähler kandidiert. Ein Beweis für den sachorientierten Stil und Politik der Freien Wähler. Auch früher der CSU nahestehende Kandidaten fanden sich auf der Liste der Freien Wähler gut aufgehoben. Den Abschluss der Liste bildet unter dem Motto "last, but not least" Kreisrat und stv. Fraktionsvorsitzender im Kreistag Josef Brandner. Der anschließende geheime Wahlgang erbrachte eine einstimmige Zustimmung, was als Ansporn und Bestätigung zu sehen ist. Von Platz 1 bis 20 eine starke Liste mit viel Kompetenz, die sich um die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger Thannhausens bewirbt.

POLITIK ÜBER PARTEIGRENZEN

glaubwürdig - verlässlich -  beständig

Zu unseren Kandidaten und Kandidatinnen

 

Freie Wähler nominieren im Januar 2014

Die Nominierungsversammlung der Freien Wähler findet im Januar 2014 statt. Mit eine starken Liste wollen die Freien Wähler in den Kommunalwahlkampf ziehen. Neben bewährten Kräften und Politikneulingen finden sich auch Überraschungskandidaten auf der Liste. Dass nach anfänglich, mühevoller Suche zum Schluss auch Bewerber keinen Platz mehr auf der Liste fanden, spricht für die Attraktivität der Freien Wähler.   

 

Weitere Bebauung am Alpenblick

Artikel aus der MN vom 14.11.2013 von Maximilian Czysz

Biogasanlage am Alpenblick möglich

Kehrtwende im Stadtrat: Landwirt Robert Seitz hat für seine Bauvoranfrage für einen Milchviehlaufstall mit Biogasanlage und Güllelager auf dem Nachbargrundstück des geplanten Kamps-Anwesen doch noch das gemeindliche Einvernehmen erhalten. Vor einem Jahr hatten sich die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses dagegen ausgesprochen. In der Sitzung vor einer Woche wurde die Bauvoranfrage zurückgestellt, weil es noch offene Fragen gab.

Zwischenzeitlich hatte das Landratsamt als Genehmigungsbehörde klar gestellt, dass das Vorhaben am Alpenblick bauplanungsrechtlich zulässig ist. Und: Das nicht erteilte gemeindliche Einvernehmen der Stadt ist widerrechtlich.

Die Auffassung der Stadtverwaltung erläuterte in der Stadtratssitzung am Dienstagabend erneut Bauamtsleiter Stephan Martens-Weh. Demnach sei nicht klar, ob es sich tatsächlich um ein privilegiertes Vorhaben handelt. Landwirt Robert Seitz will in zwei Ausbaustufen einen Milchviehlaufstall für 60 Kühe und Nachzucht errichten, versehen mit einer Erweiterungsoption auf 170 Großvieheinheiten. Geplant ist außerdem ein Güllelagerbehälter, eine Photovoltaikanlage auf dem Stalldach und eine Biogasanlage. Unklar sei auch, ob die Erschließung gesichert ist – am Ende dürfe sie nicht zu Lasten der Stadt gehen. Bürgermeister Georg Schwarz führte das Beispiel des Wakeboardanlagen-Betreibers Turncable an, der selbst für die Erschließung aufkommen musste. Die Kosten könne nicht die Allgemeinheit tragen, sondern müsse der jeweilige Bauwerber selbst schultern. Ein weiteres Argument der Verwaltung gegen den ins Auge gefassten Standort: Der Flächennutzungsplan weise die betreffende Fläche als ökologisch wertvoll aus und nicht als landwirtschaftliche Fläche. Es seien öffentliche Belange im Spiel, doch gerade dazu habe sich das Landratsamt nicht geäußert. Es sei nicht ersichtlich, warum der Landwirt die erste Ausbaustufe seines Vorhabens dort realisieren wolle, wo der Abstand zum Hof besonders groß sei, hatte Stephan Martens-Weh schon vor einer Woche im Bauausschuss erläutert. Über den Alternativstandort gegenüber des Hofs in Richtung Norden soll nun Bürgermeister Schwarz nochmals mit Robert Seitz sprechen.

 

02.11.2013

Freie Wähler erabeiten einen Thannhausen-Plan 2020

Die letzte Klausur der Stadtratsmitglieder und den Kandidaten für die kommende Kommunalwahl in 2014 gestaltete sich recht erfolgreich. Neben aktuellen Themen, die auch noch in der laufenden Periode als Antrag eingebracht werden sollen, haben sich die Teilnehmer auf ein Grundgerüst für einen "Thannhausen-Plan 2020" geeinigt. Einen großen Teil des Plans nimmt der Themenbereich "Infrastruktur und Wirtschaft" ein, weitere Themen wie z. B. "Demographie" werden in den Plan mitaufgenommen. Es wurden verschiedene Arbeitskreise gebildet, die nun die Themen für den Plan vorbereiten und bearbeiten. Mit diesem "Thannhausen-Plan 2020" sehen sich die Freien Wähler für den Kommunalwahlkampf 2014 und die kommenden 6 Jahre im Stadtrat bestens gerüstet.

11/2013   

Leserbrief von Bernhard Niethammer in der MN vom 22.10.2013

Antrag der Freien Wähler mit einer Gegenstimme angenommen !

Hot Spot für Thannhausen

Dem Antrag der Freien Wähler  "Kostenloses WLAN in der Innenstadt von Thannhausen" wurde mit einer Gegenstimme (Josef Merk, CSU) angenommen. Selbst Bürgermeister Georg Schwarz zollte der Idee seinen Respekt. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen und die Kosten nicht aus dem Ufer laufen, dann bietet Thannhausen in Kürze einen Service, wie ihn bislang nur große Städte und Ballungszentren anbieten.  Ein Service, der die Attraktivität der Stadt steigert - für Jugendliche und Besucher der Stadt Thannhausen, ob geschäftlich, privat oder als Tourist. Kostenloses WLAN kann den Anspruch der Stadt Thannhausen als innovative, moderne Stadt unterstreichen.

 

10/2013

Mehrheit für Alpenblick-Bebauung


Dem Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich des landwirtschaftlichen Grundstückes, angrenzend an das Baugebiet Alpenblick wurde am Dienstag Abend zugestimmt. Quer durch alle Fraktionen waren 16 Stadträte für die Einleitung dieses Verfahrens. Unter großem Interesse von Bürgern, die dieses Verfahren ablehnen, aber auch Bürger die dem Verfahren positiv gegenüber stehen, dauerte es eine Stunde bis es zur Abstimmung kam. Einen faden Beigeschmack hatte der Antrag der Stadträtin Monika Wiesmüller-Schwab (CSU), das diejenigen Stadträte, die vom Sponsoring des Antragstellers betroffen sind, sich der Stimme enthalten sollen. Ein Antrag, der der Gemeindeordnung widerspricht und unterschwellig einzelnen Stadträten Käuflichkeit vorwirft. 

Das Verfahren geht nun seinen geordneten Verlauf und alle Bürger, sowie auch Fachbehörden können nun ihre Stellungnahmen dazu abgeben. Ob daraus eine Bebauung bzw. Bebauungsplan entstehen wird, zeigt sich dann wenn vorhandene Konflikte gelöst werden können. Wenn nicht, dann gibt es auch keine Bebauung.   

 

10/2013

 

 

 

Freie Wähler stellen Antrag für kostenloses WLAN in der Innenstadt

Kostenloses WLAN in der Innenstadt

Wenn  es nach dem Willen der Fraktion der Freien Wähler geht, dann bekommt Thannhausen in Kürze kostenloses WLAN in der Innenstadt. Wie der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Peter Schoblocher erläutert, ist es heute unabdingbar diesen Service auch in einer Kleinstadt wie Thannhausen anzubieten. Immer wieder wird das Gefälle Ballungsraum - ländlicher Raum beklagt. Kostenloses WLAN wäre ein Service, der die Attraktivität der Stadt steigert - für Jugendliche und Besucher der Stadt Thannhausen, ob geschäftlich, privat oder als Tourist. Kostenloses WLAN kann den Anspruch der Stadt Thannhausen als innovative, moderne Stadt unterstreichen. Zudem wäre Thannhausen, vorraussichtlich die erste Kleinstadt in Deutschland, die kostenloses WLAN anbietet.

 09/2013

Mittelschule Thannhausen
Peter Schoblocher - Fraktionsvorsitzender

Turnhalle an der Mittelschule soll temporäre Veranstaltungshalle werden.

Die Stadtratsfraktion der Freien Wähler hat sich für die temporäre Veranstaltungshalle ausgesprochen. Fraktionsvorsitzender Peter Schoblocher begründete dies mit den erheblichen Mehrkosten von ca. 450.000 Euro für eine ständige Veranstaltungshalle. Ein weiterer Grund war auch, dass womöglich bei der ständigen Veranstaltungshalle auch nur 10 Veranstaltungen aus imisionsschutzrechtlichen Gründen im Jahr möglich gewesen wären.

Die Freien Wähler stehen zu einem kulturellen Leben in der Stadt Thannhausen, dass dies nicht zum Nulltarif zu haben ist, ist uns klar. Jedoch ist mit dem Blick auf die Finanzlage auf Grund der getätigten Investitionen (Rathausneubau, Neugestaltung der Stadtmitte) und den auf die Stadt zukommenden finanziellen Belastungen (Hochwasserschutz, Sanierung Mittelschule) ist eine ständige Veranstaltungshalle mit erheblichen Mehrkosten nicht zu verantworten.

9/2013

Landtagswahlkampf in Thannhausen

Herrmann Mühlbauer - Direktkandidat im Landkreis Günzburg

Vor dem neuen REWE-Markt stand Landtagskandidat der Freien Wähler Hermann Mühlbauer dem interessierten Bürgern zur Information und Gespräche zur Verfügung.

Auf großes Interesse stieß bei der Thannhauser Bevölkerung die Wahlwerbung der Freien Wähler.  Leider musste der Kandidat auch eine große Politikverdrossenheit feststellen, die angesichts der Selbstbedienungsmentalität im Bayerischen Landtag vorherrscht. Gerade einige schwäbischen Landtagsabgeordente der CSU haben sich hier unrühmlich hervorgetan.

 

8/2013  

Pressemitteilung zum Artikel "Harsche Kritik an der Energieuntersuchung" und Kommentar "Wichtiger Denkprozess" vom 01.08.2013 in den Mittelschwäbischen Nachrichten

havariertes AKW in Tschernobyl Foto: AP
zerstörtes AKW in Fukushima

Ich distanziere mich ausdrücklich von den Aussagen des CSU-Fraktionsvorsitzenden über das Thema Kernkraft. Ebenso kann die Aussage, angesichts der Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima den "Atommüll als wertvoll" zu bezeichnen, so nicht stehen gelassen werden. Atommüll sind radioaktive Gifte, die extrem lange Halbwertszeiten aufweisen: z.B. Jod-129: Halbwertszeit 17.000.000 Jahre. Es wird ein unglaubliches Gefahrenpotential für die nachfolgenden Generationen geschaffen. Das Abschalten der Atomkraftwerke ist eine Verpflichtung der heutigen Generationen für zukünftige Generationen! 

Ich stelle die Energiewende nicht in Frage - im Gegenteil, ich sehe die Reduzierung der vorgelegten Studie auf die dargestellten Energieverbräuche als zu kurz gesprungen und einseitig an. Klimaschutz ist weit mehr als nur die Betrachtung des Energieverbrauchs. Was macht es zum Beispiel für einen Sinn Baustoffe, die in der Herstellung sehr energieaufwändig sind, zum Dämmen einzusetzen. Diese Baustoffe sparen in ihrem Lebenszyklus (die Herstellungsenergie mit eingerechnet) nichts ein, haben also eine negative Energiebilanz.

Weitere Kritik an der Studie ist in der Tatsache begründet, dass nicht ersichtlich ist, mit welchen Methoden die Ergebnisse erzielt wurden und dass hier mit vielen Allgemeinplätzen gearbeitet wurde. Ich fordere für zukünftige Studien einen integralen Gesamtansatz, mit Betrachtung der Teilkonzepte 

  • Energie
  • Wasser
  • Baustoffe
  • Abfall
  • Stadt- und Freiraum (Flächenverbrauch, Stadtbegrünung)
  • Mobilität

Mir stellt sich auch die Frage inwieweit Landkreis, Städte und Gemeinden es mit der Vorreiterrolle ernst nehmen?

Beziehen der Landkreis, Städte und Gemeinden im Sinne der Energiewende zukünftig nur noch Ökostrom?

Sind die nächsten Dienstwagen Elektroautos oder schafft die öffentliche Hand diese sogar vorzeitig an, um mit gutem Beispiel voran zu gehen?

Verwenden wir bei öffentlichen Bauvorhaben nur noch nachhaltige Baustoffe mit guter Energiebilanz ? etc. etc.

Mit dem angedachten Energie-Team kann ein nachhaltiges Gesamtkonzept für unser zukünftiges Tun erarbeitet werden. Lediglich der Name zielt schon wieder in die falsche Richtung

Peter Schoblocher, Stadtrat

8/2013

Gelungener Ausflug mit Ulrike Müller MdL und Hermann Mühlbauer nach Weihenstephan

Zu einem gemeinsamen Besuch der Weihenstephaner Staudengärten luden die Landtagsabgeordnete Ulrike Müller und Landtagskandidat Hermann Mühlbauer ein. Der Einladung sind zahlreiche  Interessenten aus dem Landkreis Günzburg gefolgt und das Wetter zeigt sich auch von seiner besten Seite.  Die Reisegruppe  besuchte in Weihenstephan die Kleingartenanlagen und den Sichtungsgarten. Danach stand eine Einkehr im Bräustüberl Weihenstephan auf dem Programm.  Mit einem Besuch in der Bischofsstadt Freising mit Dombesichtigung und Spaziergang durch die Altstadt klang der rundum gelungen Ausflug aus.

07/2013

Hubert Aiwanger kommt zum Wahlkampfauftakt nach Burgau

Hubert Aiwanger MdL, Landesvorsitzender der Freien Wähler
Hermann Mühlbauer, Landtagskandidat und 2. Bürgermeister der Stadt Burgau

Mit einem ganz besonderen Gast wird Landtagskandidat Hermann Mühlbauer seinen Wahlkampf beginnen. Er hat es geschafft den vielbeschäftigten Bundes- und Landesvorsitzenden der Freien Wähler Hubert Aiwanger für seinen Wahlkampfauftakt am 21.06.2013 in die Burgauer Kapuzinerhalle  einzuladen. Nach einem Empfang in der Stadt Burgau mit Eintragung in das Goldene Buch der Stadt geht es in die Kapuzinerhalle. Um 20:00 Uhr wird der Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag die Positionen der Freien Wähler, wie immer, in deutlicher Sprache, darstellen. Er wird die Arbeit der Landtagsfraktion der letzten 5 Jahre und den Einsatz für den Ländliche Raum und die Kommunen erläutern. Doch nicht nur die Arbeit und das Erreichte der vergangenen Jahre wird das Thema sein, vielmehr die zukünftige Arbeit im Landtag wird einen großen Teil seiner Rede einnehmen.

Neben der Hauptrede von Hubert Aiwanger stellen sich auch die Kandidaten für den Landtag Hermann Mühlbauer und Werner Weiss und für den Bezirkstag Anton Gollmitzer und Dieter Wegerer vor. Die Organisation der Veranstaltung übernimmt der Ortsverein der Freien Wähler mit seinem Vorsitzenden Robert Baumeister.

Für die musikalische Umrahmung sorgt die Handschuhmacher Kapelle, die ihrerseits mit der Uraufführung des "Mindel Marsch" für den musikalischen Höhepunkt der Veranstaltung sorgt.  Für das leibliche Wohl sorgt in bewährter Weise Wendelin Offenwanger. Saalöffnung ist um 19:00 Uhr

 

06/2013

Erich Keller feierte seinen 70.Geburtstag

Seinen 70. Geburtstag feierte Stadtrat und 2. Bürgermeister Erich Keller. Der versierte Finanzexperte ist seit 1990 Mitglied im Stadtrat und seit 20011 2. Bürgermeister. Mit einem Präsent und den Glückwünschen der Fraktion überraschte ihn am Jubeltag die stv. Fraktionsvorsitzende Elfriede Wiedemann.

11.05.2013

Ulrike Müller MdL beim Frühjahrskonzert der Musikvereinigung

v.l.n.r: Landtagskandidat Hermann Mühlbauer, Ulrike Müller MdL, Peter Schoblocher, Stadtrat

Die Landtagsabgeordnete Ulrike Müller aus Kempten konnte sich beim diesjährigen Frühjahrskonzert von der hohen Qualität der Musikvereinigung Thannhausen überzeugen.

Auf Einladung des Fraktionsvorsitzenden Peter Schoblocher besuchte die Vorsitzende des Fördervereins des Allgäu-Schwäbischen Jugendblasorchester die Stadt Thannhausen. Auch der Landtagskandidat und 2. Bürgermeister der Stadt Burgau Hermann Mühlbauer bedankte sich bei Peter Schoblocher für die Einladung und sprach von einem Erlebnis auf hohem musikalischem Niveau. Für einen Gedankenaustausch über die anstehenden politischen Aktivitäten in der Landespolitik, sowie auch der kommunalpolitischen Ziele der Freien Wähler stand Ulrike Müller trotz der fortgeschrittenen Stunde im Anschluß an das Konzert zur Verfügung.

Ulrike Müller und Hermann Mühlbauer versprachen zum Abschied gerne wieder nach Thannhausen zu kommen, um die vielfältigen Aktivitäten der Freien Wähler vor Ort zu unterstützen.

29.04.2013

Landtagsabgeordente Ulrike Müller besucht Thannhausen

Ulricke Müller, MdL

Auf Einladung des Fraktionsvorsitzenden Peter Schoblocher kommt die Landtagsabgeordnete der Freien Wähler Ulrike Müller nach Thannhausen. Ulrike Müller wird das Frühjahrkonzert der Musikvereinigung Thannhausen besuchen und im Anschluß zur einem Informations- und Gedankenaustausch zur Verfügung stehen. Ulrike Müller ist im Bayerischen Landtag die Agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der Fraktion, sowie Mitglied im Ausschuß für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

 

 

 

26.04.2013

 

Spendenübergabe an die engagierten Jugendlichen im Büro architektur + umwelt in der Edmund-Zimmermann-Straße

Spende für den Jugendclub "Büro"

Eine Spende in Höhe von 250.- Euro übergab der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Peter Schoblocher an den Schatzmeister des Jugendclub "Büro" Steffen Herrmann. Die Spende soll für den Innenausbau des neuen Jugendzentrum in Thannhausen in der Carl-Zeiss-Straße dienen.

Trotz großer Eigenleistung der Jugendlichen sind diese auf weitere Spenden und auch Hilfe handwerklich Begabter angewiesen. Die Kontaktdaten für Spender und Helfer finden sie unter www.jugendverein-thannhausen.de

4/2013

Keine Werbetafel in der Bahnhofstraße !

Peter Schoblocher - Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Stadtrat hat kein Verständnis für ungezügelte Werbung im Bereich der Innenstadtsanierung

Artikel von Dr. Heinrich Lindenmayr in der MN vom 13.04.2013

Eine großflächige Werbetafel am Gebäude Bahnhofstraße 35 lehnte der Bauausschuss geschlossen ab. Bauplanungsrechtlich habe die Stadt keine Handhabe, meinte Stadtbaumeister Stephan Martens-Weh. Da sich das Objekt aber im Bereich der Stadtsanierung befinde, könne man es ablehnen, da es den Zielen einer Stadtsanierung zuwiderlaufe. Peter Schoblocher (Freie Wähler) meinte, man sollte den Fall differenzierter betrachten. Wenn ein in der Bahnhofstraße ansässiger Gewerbebetrieb auf sich aufmerksam machen wolle, müsse man eine entsprechende Werbung tolerieren. Schließlich wolle die Stadt gewerbefreundlich sein und insbesondere die Innenstadt beleben. Lasse man aber eine beliebige Werbung zu, mache man ein Fass ohne Boden auf. Zudem widerspreche der Vorgang in der Tat der Stadtsanierung. Die Kommune gebe Geld aus, um die Innenstadt schöner zu gestalten, ließe aber eine Werbung zu, die dazu nicht passe.

Josef Merk (CSU) wollte sich mit Schoblochers Argumentation nicht anfreunden. Was für die Stadt „optisch“ nicht tragbar sei, das müsse unabhängig vom Bauwerber gelten. Ob etwas schön oder hässlich sei, das hänge doch nicht davon ab, wer es mache.

 

4/2013

Haushalt 2013 verabschiedet

Peter Schoblocher - Fraktionsvorsitzender

Artikel in der MN vom 23.03.2013

Zwei Seiten zeigten sich bei Beratung und Beschluss über den städtischen Haushalt 2013 und den Finanzplan bis zum Jahr 2016 im Thannhauser Stadtrat. Einig waren sich die Räte, konstruktiv wurde gearbeitet und debattiert. Nur zwei Sitzungen hatte der Finanzausschuss gebraucht, um den Haushalt mit einem Gesamtvolumen von 16,65 Millionen Euro vorzuberaten. Alle Beteiligten lobten die perfekte Vorarbeit von Kämmerer Thomas Bihler. Es wird viel angepackt im laufenden Jahr und den Folgejahren. Viel leistet die Stadt insbesondere auch in den zukunftsorientierten Bereichen Kinderbetreuung und Bildung.

Die Kehrseite: Die Stadt verbraucht die derzeit noch üppigen Rücklagen vollständig. Die Schulden, die 2012 nur noch 286 000 Euro betrugen, sollen bis 2016 auf 5,96 Millionen steigen. Größter Kostentreiber dabei wäre der Anteil der Stadt am Hochwasserschutz. Bürgermeister Georg Schwarz merkte scherzhaft an, die Räte müssten sich schon zur Wiederwahl stellen. Andernfalls entstünde der Eindruck, man häufe Schulden an, um sich anschließend aus der Verantwortung zu stehlen.

Peter Schoblocher (FW) betonte, dass die breit angelegten Investitionen der Stadt auch der heimischen Wirtschaft zugutekämen. Insgesamt seien die Gewerbesteuereinnahmen erfreulich. Die Rücklagenentnahme nannte er eine unvermeidbare Folge des großen Investitionsvolumens. Künftig sollte man aber wieder neue Rücklagen aufbauen und konsequent sparen. Nicht alle Wünsche könnten erfüllt werden. Schoblocher verwies auf die Ausgaben der Stadt für Kinder, Jugend und Bildung. Man sollte sich einmal klarmachen, dass die Kommune hierfür Jahr für Jahr den Betrag ausgebe, den im laufenden Haushaltsjahr die Gestaltung der neuen Stadtmitte koste.

Erwin Däubler (SPD) übte Kritik an den politischen Gegebenheiten. Dass Schlüsselzuweisungen schwänden und die Kreisumlage steige, das sei die fatale Konsequenz eines wirtschaftlich guten Jahres. Freue man sich über eine üppige Gewerbesteuer, sei der Katzenjammer zwei Jahre später bereits programmiert. Auch die hohen Aufwendungen für den Hochwasserschutz wollte Däubler nicht einsehen. Die Mindel sei ein Gewässer 1. Ordnung. Dafür sei der Freistaat verantwortlich. Die Stadt habe hier nichts zu entscheiden, werde aber kräftig zur Kasse gebeten. Sorge bereite es ihm, dass die Pro-Kopf-Verschuldung bis ins Jahr 2016 auf rund 1000 Euro steigen solle.

Manfred Göttner (CSU) lobte die städtische Finanzpolitik der jüngeren Vergangenheit. Man sei schwäbisch sparsam geblieben und habe doch zugleich immer viel investieren können. Als problematisch bewertete er die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und die restriktive Zuschusspolitik von Regierung und Freistaat. ......

 

Hermann Mühlbauer soll Direktkandidat für den Bayerischen Landtag werden.

Hermann Mühlbauer - Landtagskandidat
Anton Gollmitzer - Bezirkstagskandidat

Geht es nach dem Vorstand der Freien Wähler im Landkreis Günzburg, dann ist der 2. Bürgermeister der Stadt Burgau Hermann Mühlbauer der Direktkandidat für die Landtagswahl im September. Er soll den Einzug ins Münchner Maximilianeum schaffen. Gleichzeitig hat der Vorstand eine Kooperation mit den Freien Wähler des Landkreises Neu-Ulm beschlossen. Der Direktkandidat im Stimmkreis Günzburg soll als Listenkandidat im Wahlkeis Neu-Ulm gewählt werden. Im Wahlkreis Neu-Ulm ist der Direktkandidat Werner Weiss (Landtag, Weißenhorn), der wird als Listenkandidat im Landkreis Günzburg der Nomierungversammlung am 27.02.2013 vorgeschlagen.

Die gleiche Kooperation soll es auf der Bezirksebene geben. Der Direktkandidat Anton Gollmitzer, 2. Bürgermeister der Stadt Günzburg und Dieter Wegerer, Nersingen tauschen sich aus.

Bei der Nominierungversammlung für die FW-Schwabenliste am 02.03.2013 werden sich die beiden Kreisverbände unterstützen, damit die Kandidaten einen der vorderen Listenplätze erhalten. Bei der letzten Wahl 2008 hatte der Direktkandidat für den Landtag, Peter Schoblocher den fünften Listenplatz errrungen. Der Günzburger Ortsvorsitzende Anton Gollmitzer sagt: „Das Ziel ist es, Hermann Mühlbauer unter den ersten fünf Kandidaten auf der schwäbischen FW-Liste zu platzieren.“

 

2013

Achtung! Zukünftig finden die Stadtratsitzungen im Sitzungssaal des neuen Rathauses statt. !

Felsenbrunnen wird verschoben - bleibt aber dominanter Punkt in der "Neuen Mitte Thannhausen"

Noch steht er da , ohne Wasser und nicht renoviert - der Felsenbrunnen von Prof. Georg Brenninger
Hier wird er zum Stehen kommen - an der Stelle der Grüninsel soll der Felsenbrunnen seinen neuen Standort finden

Weichenstellungen für die Neue Mitte in Thannhausen

Artikel in der MN vom 05.07.2012 - Dr. Heinrich Lindenmayr

Eine Sonderschicht gewissermaßen hatte der Stadtrat eingelegt, um sich grundsätzlich über die Gestaltung der Neuen Mitte von Thannhausen zu verständigen. Die zentralen, bei der letzten Ratssitzung noch unklaren Fragen waren nun abgearbeitet.

Bei vier Gegenstimmen beschloss der Rat in seiner jüngsten Sitzung, den Felsenbrunnen auf dem Raiffeisenplatz zu belassen. Die Räte beschlossen zudem, den Brunnen nach Osten zu verrücken, ungefähr an die Stelle, wo der bisherige Plan von Ludwig Schegk ein Fontänenfeld vorgesehen hatte. Einstimmig votierten die Räte dafür, das Fontänenfeld nicht zu realisieren, zwei Wasserspiele im Bereich der Neuen Mitte Thannhausens seien zu viel. Bei drei Gegenstimmen verabschiedete der Stadtrat den Entwurf von Ludwig Schegk, die jüngsten Ratsentscheidungen hinsichtlich der Wasserspiele sind einzuarbeiten.

Kollegen appelliert, dem ursprünglichen Plan von Schegk zu folgen und Georg Brenningers Felsenbrunnen vom Raiffeisenplatz zu entfernen. Olbrich meinte, den Brunnen auf dem Platz zu belassen, das sei ein gestalterischer Fehler, zudem ein Verfahrensmangel. Der Stadtrat müsse sich nun vorhalten lassen, er wisse nicht, was er wolle. Alle Räte seien zunächst von den Ergebnissen des Architektenwettbewerbs überzeugt gewesen, also auch von einem Raiffeisenplatz ohne Felsenbrunnen. Wenn man jetzt anders denke, hätte man sich den Wettbewerb sparen können. Lohne es sich wirklich, für die Platzgestaltung so viel Geld auszugeben, wenn sich auf dem Platz doch kaum etwas verändere? Das sei dem Bürger nicht zu vermitteln, meinte Olbrich.

Der künftige Platz liege deutlich niedriger als der bisherige, die Raumwirkung werde eine ganz andere sein, hielt Bürgermeister Georg Schwarz dagegen. Manfred Göttner meinte, der Felsenbrunnen werde im Unterschied zu den Fontänen auch in der kalten Jahreszeit eine Bereicherung für das Stadtbild sein. Monika Wiesmüller-Schwab legte Wert darauf, dass das Verrücken des Brunnens zwei Gründe habe: An seinem künftigen Standort könne der Felsenbrunnen deutlicher sprudeln und damit der seiner Konzeption zugrunde liegenden Idee gerecht werden. Zudem habe die für den Raiffeisenplatz vorgesehene Gastronomie bessere Entfaltungsmöglichkeiten.

Dr. Markus Wilhelm machte sich dafür stark, die Kosten für den Platz zu überdenken und zu drücken. Stadtbaumeister Stephan Martens-Weh erklärte hierzu, dass die Neue Mitte doch eine respektable Größe habe und auch die Eingangsbereiche der angrenzenden Straßen einbezogen würden. Demgemäß habe man es nicht mit einer „Luxuskostenschätzung“ zu tun.

07.07.2012

 

Workshop zur Neugestaltung der Mitte Thannhausens

In der vergangenen Stadtratssitzung wurde auf Antrag der Freien Wähler die Entscheidung zur Billigung des Vorentwurfs "Neue Mitte Thannhausen" vertagt. Gleichzeitig beantragte der Fraktionsvorsitzende Peter Schoblocher die Einberufung eines "Workshops" in dem frei von der Tagesordnung und Zeitdruck die Planung und vor allem der Standort des Felsenbrunnens ausführlich diskutiert werden kann. Wichtig ist auch die Teilnahme des Planers Prof. Ludwig Schegk, damit dieser nochmals die Entwurfsgedanken seiner  dem Gremium näher gebracht werden können. 

Stadtrat Max Deni feiert seinen 70. Geburtstag

2. Bgm. Erich Keller,Jubilar - Stadtrat Max Deni, Fraktionsvorsitzender Peter Schoblocher

Seinen 70. Geburtstag feierte Stadrat Max Deni. Mit einem Präsent und den Glückwünschen der Fraktion überraschte ihn der 2. Bürgermeister Erich Keller und der Fraktionsvorsitzende Peter Schoblocher.

Neue Mitte - Viel Verhandlungsmasse

Prof. Schegk erläutert den Bürgern die Planung

Thannhauser äußern bei Informationsveranstaltung Bedenken und Anregungen

Artikel am 25.05.2012 in den Mittelschwäbischen Nachrichten von Dr. Heinrich Lindenmayr

Wenig Resonanz bekam die Informationsveranstaltung zur Neugestaltung von Thannhausens Mitte. Nur knapp 20 Bürger diskutierten mit dem Planer Prof. Ludwig Schegk, der Stadtverwaltung und dem Stadtrat in der Aula der Anton-Höfer-Grundschule. Das Ergebnis der Veranstaltung konnte sich aber sehen lassen, denn die Interessierten brachten „viel Verhandlungsmasse“ ein, wie Bürgermeister Georg Schwarz resümierte.

Verkehr Ein Ziel der Neugestaltung ist es, den automobilen Verkehr zugunsten der Fußgänger einzuschränken. Josef Pfitzmayr setzte sich engagiert dafür ein, den Wegfall der Linksabbiegerspuren zu testen. Ansonsten könnte es zu massiven Verkehrsproblemen kommen. Alexander Schweighart sah die Sachlage aus seiner Sicht als Busfahrer. Würden die Radien zu eng, wäre das Abbiegen für Busse und Lastkraftwagen ohne ein Ausholen auf die Gegenfahrbahn nicht mehr möglich. Eine Aufwertung der Umfahrung forderten die anwesenden Bürger. Der Rathauschef stellte eine Lösung für den Zeitpunkt in Aussicht, da die Umfahrung zur Bundesstraße umgewidmet werde. Darüber sei er mit dem Staatlichen Bauamt im Gespräch.

Ob der Maibaum auf dem Platz bleibe, wollte Josef Pfitzmayr wissen. Das „Loch“ für den Baum sei schließlich sündteuer gewesen und bei einer erneuten Verlegung des Standortes „rausgeschmissenes Geld“. Taubenbrunnen und Rentamtsdenkmal würden vom Platz verschwinden, beantwortete Ludwig Schegk Pfitzmayrs Frage nach der Platzgestaltung. Der Platz solle großzügig wirken, für die bisherigen Elemente der Platzgestaltung wären neue Standorte angedacht.

Die Nähe der Wasserspiele zur Straße, die ja nur noch durch eine drei Zentimeter hohe Bordkante vom Platz getrennt werde, stelle eine zu große Gefahr dar, meinte Eva Bayer. Eltern könnten keinesfalls die Gastronomie auf dem Platz nutzen und ihre spielenden Kinder dieser Gefahr aussetzen.

Fußweg Die fußläufige Verbindung vom Rathaus zur Schreieggstraße werde zweimal vom Verkehr gekreuzt. Das sei insbesondere problematisch, kritisierte Eva Bayer, weil zu vermuten sei, dass die Autos von der Augsburger- und der Christoph-von-Schmid-Straße her kommend, den Weg zum Einkaufsmarkt über die Durchfahrt zwischen Bank und Lesehexe nehmen würden. .......

Ratshain Wird die Neue Mitte Thannhausens grün oder eine Pflasterwüste? Sind die Bäume im Ratshain nicht zu eng gesetzt, fragte Dr. Theo Streicher? 50 bis 60 Bäume sollen gepflanzt werden. Im Ratshain könnten es Platanen sein, die man als Blätterdach in Form bringen könnte, erklärte der Planer.

Pflasterung Durchgehendes Pflaster oder Pflaster mit Rasenfugen? Das eine ist steril, das andere braucht aufwendige Pflege. Man könnte die Parkplätze des Einkaufsmarktes durchgehend pflastern, die Randzonen beim Rathaus und der Raiffeisenbank mit Grün auflockern, sagte Eva Bayer.

Felsenbrunnen Im Stadtrat Hauptthema, war den Bürger die Lage des Brunnens kein vordringliches Anliegen. Die Situierung im Ratshain, bisher von Ludwig Schegk favorisiert, wollte den Bürgern aber nicht einleuchten. Der Brunnen würde versteckt, die Bäume würden ihn ständig „verschmutzen“, war sich Peter Straub sicher. Auch ist vorgesehen, den Boden dort nicht zu pflastern. Das würde bedeuten, dass es um den Brunnen herum ständig morastig wäre. Annemarie Hörtrich schlug vor, den Brunnen in den Bereich zwischen Ratshein, Rathaus und Raiba zu setzen. Dort käme er zur Geltung.

Die Freien Wähler begrüßen die Planung der Neuen Mitte wie sie vorgestellt wurde. Der Umgang mit dem Felsenbrunnen bedarf der Rücksichtnahme auf den Künstler. Ohne Zustimmung der Nachlaßverwalterin des Werkes von Prof. Georg Brenninger ist eine Versetzung für die Freien Wähler nicht denkbar.

05/2012

Umstrittene Baumfällung

Beitrag vom 18.05.2012 in der MN von Dr. Heinrich Lindenmayr 

Peter Schoblocher kritisiert Fällung einer Linde

Thannhausen 170 Jahre alt seien die beiden Linden gewesen, welche die Engelwirtskapelle am südlichen Ortseingang flankiert hatten. Die Bäume sind inzwischen gefällt worden. Bei mindestens einem der beiden Bäume bezweifelte Peter Schoblocher die Notwendigkeit der Fällung. Es entspreche einer alten Tradition den Kapellen stattliche Bäume zur Seite zu stellen. Die beiden Kugelakazien, die nachgepflanzt worden seien, halte er für völlig unzureichend. Schoblocher forderte die Entfernung der Kugelakazien und die Neupflanzung von zwei Linden. Bürgermeister Georg Schwarz entgegnete, Schoblocher solle die Form einhalten, das heißt einen Antrag stellen und den korrekt einreichen. Der Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ sei weder für lange Sachvorträge noch für Forderung dieser Art geeignet.

Kommentar: Nun sind Linden gepflanzt, doch von entsprechender Größe kann keine Rede sein

05/2012

Neue Mitte Thannhausen - Der Felsenbrunnen

Tauwasser in den Bergen, die Inspiration für den Künstler (aus dem Buch "Georg Brenninger" Photo: Peter Rheinfelder, München)
Der Felsenbrunnen in Thannhausen
Der Felsenbrunnen in München Königinstraße (aus dem Buch "Georg Brenninger" Photo: Labor Zaki, München)

Die Vorstellung der "Neuen Mitte Thannhausen" in der letzten Stadtratssitzung behandelte auch die geplante Versetzung des Felsenbrunnens von Prof. Georg Brenninger. Der Planer Prof. Ludwig Schegk könnte sich vorstellen, dass der Felsenbrunnen im Ratshain östlich des neuen Rathauses intergiert werden kann. Er würde dort inmitten der geplanen Baumreihen und Ruhemöglichkeiten als belebendes Element zum Stehen kommen.

Ob dies der Intension des Künstler entspricht, darf auf Grund der Positionierung der im Werkverzeichnis aufgeführten, fünf Felsenbrunnen bezweifelt werden. In der Literatur und im Werksverzeichnis von Prof. Georg Brenninger sind seine Brunnen freistehend in einer Platzsituation zu sehen.

Die Freien Wähler sind der Meinung, dass der Brunnen seiner Bedeutung gemäß einen Standort behalten muss oder nur in Abstimmung mit der Nachlaßverwaltung von Prof. Georg Brenninger, der Margarete Ammon Stiftung, an einen neuen Standort versetzt werden kann.


Weitere Informationen über Prof. Georg Brenninger unter www.georg-brenninger.de  


Bilder: Büro Schegk

"Neue Mitte Thannhausen" - Thema der Stadtratsitzung am 08.05.2012

Die Mitte Thannhausens wird binnen weniger Jahre ein völlig neues Gesicht erhalten. Nachdem das neue Rathaus und der Vollsortimenter bis Ende des Jahres fertiggestellt werden, kommt im Jahr 2013 der Raiffeisenplatz und der Umgriff des neuen Rathauses an die Reihe. Mit der Planung wurde der 1. Preisträger eines Ideenwettbewerbes -das Büro Schegk Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, Memmingen- beauftragt.

In der kommenden Stadtratssitzung wird vom Büro Schegk die Vorplanung vorgestellt, über die anschließend mit den Anliegern und mit den Bürgern Thannhausens in einer Bürgerversammlung diskutiert werden soll. 

Informationen über das Planungsbüro unter: www.schegk.de

05.05.12

Der Maibaum 2012 in Thannhausen steht !

Mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr und der Kameradschaft ehemaliger Soldaten wurde der Maibaum am 30.04.2012 vor dem zukünftigen Rathaus aufgestellt.

"Büro“ am Freibad - Jugendzentrum im Gewerbegebiet

Artikel von Maximilian Czysz in der MN vom 18.04.2012

Die Reise nach Jerusalem hat offenbar ein Ziel: Jetzt soll der geplante Jugendtreff „Büro“ auf ein Grundstück kommen, das sich an der nordwestlichen Ecke des Freibad-Geländes befindet. Die Stadt ist Eigentümer der rund 450 Quadratmeter großen Fläche. Ein weiterer Vorteil: Durch den neuen Standort sind keine massiven Beschwerden wie zuletzt am Stadion-Gelände im Süden der Stadt zu erwarten.

Anwohner hatten bei der jüngsten Bürgerversammlung eine Unterschriftenliste übergeben und die Pläne der Stadt kritisiert. Sie seien bereits durch den Trainingsbetriebs-Verkehr und das Volksfest belastet. Die Pläne sahen vor, die Container für das „Büro“ am Vereinsheim der Stockschützen aufzustellen. So hätten dann die Sanitäranlagen genutzt und damit Kosten gespart werden können. Ursprünglich war ein Standort an der Straße Im Krautgarten ins Auge gefasst worden. Das Grundstück hätte allerdings nur gepachtet werden können. „Egal, wohin der Jugendtreff auch kommt. Es gibt immer Probleme“, fasste Bürgermeister Georg Schwarz in der jüngsten Stadtratssitzung zusammen. Er bat um eine sachbezogene Abwägung. Es gehe nicht darum, jemanden zu traktieren. Wer sich alleine von Unterschriftenlisten leiten lasse, der liege falsch.

Stadtrat Manfred Hartl (Freie Wähler) bedauerte, dass für die Jugend kein Platz gefunden werde. „Ich verstehe das nicht“, sagte er und schüttelte den Kopf, „jeder hatte doch einmal eine Jugend“. Ähnlich äußerte sich Herbert Fischer. „Mir stellt es die Nackenhaare auf, wenn ich sehe, wie die Jugendlichen verschoben werden.“ Sein Fraktionskollege Bernhard Kastner sagte, dass sich immer ein Haar in der Suppe finden lasse. Er bat die Jugendlichen, mit dem neuen Standort verantwortungsbewusst umzugehen. Bürgermeister Schwarz drückte seine Anerkennung aus für das, was sie in den vergangenen Monaten geleistet hatten.

Für das Grundstück am Freibad sprachen sich auch die Freien Wähler aus. Wie Peter Schoblocher (Freie Wähler) ausführte, sei die Fraktion zwar anfangs vom Standort am Stadion überzeugt gewesen. Der jedoch fand bei den Jugendlichen aus Angst vor drohenden Beschwerden kein Gefallen. „Das Votum der Jugendlichen kann ich nachvollziehen“, sagte Gerd Olbrich (SPD). Sie hätten wenig Lust, alle paar Wochen mit Beschwerden konfrontiert zu sein. „Jetzt bekommen sie den Platz, den sie sich gewünscht haben“, fasste Peter Leitenmaier zusammen, der den Standort im Stadtrat ins Gespräch gebracht hatte. Allerdings könnte es beim abseits gelegenen „Büro“ eher zu „Ausartungen“ kommen, sagte Erwin Däubler (SPD), der den Standort im Süden der Stadt für am günstigsten hält. Und: Ob auf dem Grundstück mit seiner seitlichen Flutmulde die Container aufgestellt werden können, sei fraglich. Tatsächlich hat es noch keine Vorprüfung gegeben, erklärte Stephan Martens-Weh vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft. Im schlimmsten Fall müsste der Bebauungsplan geändert werden. Jetzt soll das Bauamt prüfen, in wie weit das „Büro“ am neuen Standort realisiert werden kann.

Die Freien Wähler setzen großes Vertrauen in Jugend Thannhausens. Lobenswert ist auch die bisherige gute Arbeit und das Engagement der Jugendlichen, dass mit der Gründung des Jugend-Vereins zum Ausdruck kommt.

19.04.2012

Thomas Leberl muss aus beruflichen Gründen sein Mandat niederlegen

Nachrücker Max Deni
Thomas Leber - er scheidet aus

Nach nur 15 Monaten im Amt scheidet Thomas Leberl aus dem Stadtrat wieder aus. Die Fraktion der Freien Wähler zeigt Verständnis für die gut begründete Entscheidung. Die berufliche Belastung lassen Thomas Leberl das Amt eines Stadtrats nicht so ausfüllen, wie er es gerne wollte. Als Nachrücker steht nun Max Deni auf der Liste. Max Deni eine Unternehmerpersönlichkeit aus Thannhausen bereichert die Fraktion mit großer Kompetenz und Wissen. Max Deni war bereits von 2006 bis 2008 Mitglied des Thannhauser Stadtrates und ist damit mit den Aufgaben eines Stadtrates bereits bestens vertraut.  

Kapelle ohne Bäume oder Nur die halbe Wahrheit

Kapelle ohne Bäume
Der erste Baum: Diese Fällung war nicht notwendig
Der zweite Baum: Fäulnis in der Stammmitte

An der sogenannten Wiedemann-Kapelle wurden zwei mächtige Linden gefällt. Auf Nachfrage der Freien Wähler im Bauausschuß erklärte der Bürgermeister, dokumentiert mit Fotos, die Bäume seien nicht mehr standsicher gewesen und mussten deshalb gefällt werden. Leider war das nur die halbe Wahrheit - bei einem Baum war innen die Fäulnis zu erkennen, der zweite Baum wies jedoch keine Fäulnis auf. Jetzt steht die Kapelle wohl die nächsten 50 Jahre ohne mächtiges Grün da. Ein Stück altes, gewohntes Thannhausen ist verschwunden.

Die Freien Wähler meinen: Diese Aktion war so nicht notwendig. 

Ab in den Süden

Als Jugendtreff völlig ungeeignet - das ab Herbst 2012 frei werdende heutige Rathaus

Artikel von Maxumilian Czysz in der MN vom 15.03.2012

Thannhausen Jetzt ist es raus: Ein weiterer Standort für den geplanten Jugendtreff „Büro“ könnte südlich des Fußballstadions liegen. Der Vorteil: Dort ließen sich die Sanitäreinrichtungen am Gebäude der Eisstockschützen nutzen. Der Nachteil: In Sichtweite befinden sich Anwesen, die Anwohner könnten sich über zu laute Jugendliche beschweren.

So schätzte Zivan Stojanovic die Situation ein, als er nach der öffentlichen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses von Bürgermeister Georg Schwarz nach seiner Meinung gefragt worden war. „Wir versuchen doch von zu Hause wegzukommen, um ein bisschen lauter zu sein“, sagte er. Er will den Standort nochmals mit anderen Jugendlichen besprechen. Auch die Stadtverwaltung soll auf die künftigen Gäste im „Büro“ zugehen.

Die Ausschussmitglieder hatten sich einstimmig für den neuen Standort ausgesprochen. Die Vorteile leuchten ein: Durch die Nähe zu den Sanitäranlagen fällt ein Toilettencontainer weg, den die Jugendlichen für den Standort „Im Krautgarten“ vorgesehen hatten. Die Lösung am Fußballplatz hätte auch Beständigkeit: Denn das Grundstück im Norden von Thannhausen lasse sich nicht langfristig pachten, erklärte Schwarz. Das Gelände im Süden der Stadt gehöre dagegen der Stadt. „Eine Investition in die Zukunft“, bezeichnete Schwarz die Lösung. Die Container könnten auch anders genutzt werden, wenn sich der Jugendtreff einmal auflöse.

Ein Problem ist allerdings, dass sich die anvisierte Fläche im Außenbereich befindet. Das heißt: Dort ist nur eine privilegierte Bebauung möglich. Eine Genehmigung durch das Landratsamt sei trotzdem möglich, erläuterte Schwarz.

Der Baumeister der Verwaltungsgemeinschaft, Stephan Martens-Weh, ging auf ein

Schreiben der Behörde ein, in dem es um den Standort geht. Der Inhalt könnte als „Jein“ interpretiert werden, jedenfalls kein klares „Nein“, sagte Martens-Weh. Knackpunkte seien der zusätzliche Verkehr in der Jahnstraße sowie die Ruhezeiten. Stadtrat Peter Schoblocher (FW) begrüßte die Lösung, die Jugendlichen würden zum sportlichen Mittelpunkt der Stadt an Wochenenden geholt. Gewünscht hätte er sich jedoch ein massives Gebäude.

Auf das Rathaus, das ab Herbst leer stehen wird, ging erneut Monika Wiesmüller-Schwab (CSU) ein. Es könnte nicht nur von Jugendlichen, sondern auch von Künstlern genutzt werden, um sich zu präsentieren. Aus Gesprächen habe sie herausgehört, dass sich Jugendliche eine Plattform wünschen. „Sie wollen der Öffentlichkeit zeigen, dass sie da sind und etwas bewegen wollen.“

Für die Fraktion der Freien Wähler sind zwei Punkte bei der Verwirklichung des Jugendtreffs wichtig:

1. Das Grundstück muss im Eigentum der Stadt sein oder zumindest ein langfristiger Pachtvertrag muss abgeschlossen werden können (15-20 Jahre)

2. Eine bauliche Lösung (Massiv oder Holzbauweise) ist einer Containerlösung vorzuziehen.

Eine Einrichtung des Jugendtreffs im heutigen Rathaus, das im Herbst frei wird, lehnen die Freien Wähler ab. Dieses Gebäude muss von Grund auf saniert werden und kann dann einer öffentlichen Nutzung, wie zum Beispiel als Stadtbibliothek mit behindertengerechten Zugang (wichtig für unsere älteren Mitbürger)  oder einer gewerblichen Nutzung zugeführt werden.

 

Hochwasserschutz hat für die Freien Wähler höchste Priorität !

Eine Beule und viele Kopfnüsse

Heftige Diskussion nach Änderungswunsch am Hochwasserdamm 

Artikel in der MN am 04.05.2011 von Maximilian Czysz

Der Hochwassersdamm um Thannhausen soll am Kreisverkehr in Richtung Edelstetten eine „organische Abrundung“ bekommen: So umschrieb Bürgermeister Georg Schwarz die Anregung, die noch in die Planung für das Jahrhundert-Projekt eingehen soll. Damit könnte eine Gewerbefläche für einen Kfz-Händler geschaffen werden, der sich in dem Bereich ansiedeln möchte – freilich hinter dem Schutzdamm. In einer erneut hitzigen Diskussion wurden für die Beule im Dammverlauf etliche Kopfnüsse verteilt.

„Eine Verzögerung kommt nicht infrage“, gab FW-Fraktionsvorsitzender Peter Schoblocher unmissverständlich zu verstehen. Die ist nämlich zu befürchten, wenn die Regierung von Schwaben die Änderung als wesentlich bewertet und es dann zu einer erneuten Auslegung der Pläne kommt. Schoblocher befürchtet, dass der Freistaat als Folge einen Rückzieher macht. „Es darf keine Verzögerung mehr geben, die wir zu verantworten haben.“ Erwin Däubler (SPD) stieß ins selbe Horn. Er befürchtet, dass die Behörden die Änderungswünsche satt haben könnten. Außerdem: „Ich sehe die Gefahr für Begehrlichkeiten.“

Dass es zu Verzögerungen kommt, wollte sich Manfred Göttner (CSU) nicht vorstellen. „Das sei Angstmache“, sagte er. Schon in der Vergangenheit sei für jeden Quadratmeter Gewerbefläche gekämpft worden. Durch den Schutzdamm sei die Stadt in ihrer Entwicklung auf Jahrzehnte beschränkt. Unterstützung erhielt Göttner von seinem Fraktionskollegen Herbert Fischer: „Man sollte den Versuch unternehmen und nicht klein beigeben.“ Eine Verzögerung durch den Änderungswunsch hält auch Josef Merk (CSU) für „unsinnig“. Es werde noch einen zeitlichen Rückstand geben, der andere Ursachen habe, mutmaßte er. Merk kritisierte, dass der Freistaat in zehn Jahren der Planung noch keinen einzigen Quadratmeter Grund erworben habe. „So etwas habe ich noch nicht erlebt.“

SPD-Stadtrat Gerd Olbrich hielt es für abwegig, dass auf Verdacht Grundstücke gekauft werden. Er ging auch auf Göttner ein, der die mögliche Verzögerung als Angstmache bezeichnet hatte. Das sei fehl am Platz, so Olbrich. Auch er warnte: „Der Freistaat hat viel Zeit und wenig Geld. Thannhausen hat keine Zeit mehr.“ Er riet, im Lauf des Verfahrens zu sondieren, ob die gewünschte Änderung als wesentlich gewertet wird. Bei der „organischen Abrundung“ knickt der Damm schon vor dem Kreisverkehr nach Nordwesten ab. An der Umfahrung müssten dann im Ernstfall Dammbalken eingebaut werden. Für den Kfz-Händler auf dem Nachbargrundstück der Spedition Kolbe würde eine größere Fläche geschaffen – quasi die Maximallösung. Geplant sind eine große Ausstellungsfläche im Freien, ein Pavillon und eine Werkstatt

FW

Erich Keller zum 2. Bürgermeister gewählt

Erich Keller, 2. Bürgermeister

Mit einem überwältigendem Vertrauensbeweis ist Erich Keller in der ersten Stadtratssitzung des neuen Jahres zum 2. Bürgermeister gewählt worden. Er tritt damit die Nachfolge von Karl Thiel an. Nach der Bekanntgabe, das zukünftig die Fraktion von Peter Schoblocher geführt wird, oblag es diesem, den Wahlvorschlag der Freien Wähler vorzutragen: "Erich Keller, langjähriges Stadtratsmitglied  (20 Jahre) ausgewiesener Finanzfachmann und immer mit einem großen Vertrauensbeweis der Wähler ausgestattet, soll nach Willen der Fraktion das Amt des 2. Bürgermeisters bekleiden." Einen weiteren Vorschlag gab es nicht. Von 19 anwesenden Stadtratsmitglieder votierten 17 für Erich Keller, 2 Stimmen waren ungültig. In einer anschließenden kurzen Dankesrede, betonte der neue 2. Bürgermeister, dass er eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem 1. Bürgermeister und den Fraktionen pflegen möchte, aber auch konstruktive Kritik anbringen werde, wenn es nötig ist. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Stadtfinanzen. Diese sollen, in guter Tradition der Freien Wähler, geordnet und ausgeglichen sein. Übermäßige Schulden belasten den Bürger und dies ist nicht im Sinne der Politik der Freien Wähler. 

FW

Die Personalentscheidungen der Fraktion sind abgeschlossen

Erich Keller, Fraktionsvorsitzender tritt am Dienstag zur Wahl des 2. Bürgermeisters an
Peter Schoblocher, soll nach erfolgreicher Wahl Fraktionsvorsitzender werden
Elfriede Wiedemann, neue Stellvertreterin des Fraktionsvorsitzenden

Nach zwei Fraktionssitzungen, an der auch die neuen Stadtratsmitglieder Thomas Leberl und Gottfried Braun teilnahmen, hat sich die Fraktion auf einen Kandidaten für die Wahl des 2. Bürgermeisters geeinigt. Das langjährige Stadtratsmitglied und derzeitige Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Erich Keller wird am Dienstag zur Wahl antreten.

Sollte Erich Keller am Dienstag zum 2. Bürgermeister gewählt werden, dann wird nach einstimmigem Beschluß der Fraktion Peter Schoblocher Nachfolger von Erich Keller im Amt des Fraktionsvorsitzenden. Demnach würde Peter Schoblocher die VG-Versammlung als Mitglied verlassen und in den wichtigen Finanzausschuß wechseln. Erich Keller wiederum würde ordentliches Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuß, der mit Ausscheiden von Karl Thiel einen neuen Vorsitzenden wählen muss. Als Stellvertreter des Fraktionsvorsitzenden wurde erstmals eine Frau bestimmt. Dieses Amt wird Stadträtin Elfriede Wiedemann wahrnehmen.

Die weiteren Umbesetzungen der Ausschüsse wurde einvernehmlich geregelt und bedarf nun noch der Zustimmung des Stadtrates am kommenden Dienstag.

FW

Stadtratsfraktion formiert sich neu

In der ersten Fraktionssitzung nach dem Bekanntwerden des Ausscheidens der beiden lanjährigen Mitglieder Karl Thiel, gleichzeitig 2. Bürgermeister und Bernhard Mauermair, wurden die Möglichkeiten der Umbildung der Fraktion ausgelotet. Einhellig war die Meinung, dass das Amt des 2. Bürgermeisters, als stärkste Fraktion, weiterhin von den Freien Wählern besetzt werden muss. In der Personalfrage wurde klar, das nur ein Stadtrat oder eine Stadträtin mit langer kommunalpolitischer Erfahrung als Kandidat in Frage kommt. Je nach der Personalentscheidung, die in einer weiteren Fraktionssitzung in der Woche nach Weihnachten stattfindet, wird auch darüber zu diskutieren sein, ob nach einer erfolgreichen Wahl der Fraktionsvorsitz neu besetzt werden muss, denn eine Personalunion 2. Bürgermeister und Fraktionsvorsitz wird es nicht geben. Ein neuer Stellvertreter des Fraktionsvorsitzenden wird es auf alle Fälle geben, da mit Ausscheiden von Bernhard Maurmair diese Stelle vakant ist.

Die Integration der beiden neuen Stadträte Gottfried Braun und Thomas Leberl gestaltet sich problemlos. Während Gotfried Braun bereits über 3 Jahre Erfahrung im Stadtrat verfügt, betritt Thomas Leberl, der nun der Jüngste in der Fraktion ist, Neuland. Beide sind Willens ihr Mandat engagiert anzugehen. 

 

Erich Keller seit 21 Jahren im Stadtrat
Peter Schoblocher seit 15 Jahren im Stadtrat
Elfriede Wiedemann seit 15 Jahren im Stadtrat

Karl Thiel und Bernhard Maurmeir verabschiedet

Karl Thiel
Bernhard Maurmeir

Von zwei langjährige Mitgliedern der Stadtratsfraktion verabschiedete sich der Fraktionsvorsitzende Erich Keller im Rahmen der Jahresabschlussfeier: Karl Thiel und Bernhard Maurmeir, den beiden bestgewählten Stadträten der Freien Wähler. Erich Keller sprach im Namen der ganzen Fraktion den Dank für das überaus große Engagement aus. Mit einem Buchgeschenk für die, jetzt etwas "ruhigere Zeit" nach der Stadtratstätigkeit, bedankte sich die Fraktion für die langjährige Zusammenarbeit.

 

Die Pläne werden jetzt geprüft

Artikel in der MN vom 12.12.2010 von Dr. Heinrich Lindenmayr

Die durch Schneeschmelze und Dauerregen besorgniserregend angestiegenen Flusspegel nahm Peter Schoblocher (FW) in der jüngsten Stadtratssitzung zum Anlass, ein weiteres Mal verstärkte Bemühungen um den Hochwasserschutz zu fordern. Das Jahr sei nun fast vorbei, der erst für den Sommer, dann für den Herbst versprochene Beginn des Planfeststellungsverfahrens für die Hochwasserfreilegung Thannhausens lasse weiter auf sich warten. Bürgermeister Georg Schwarz hielt dem entgegen, dass die Pläne in diesen Tagen ins Haus gekommen seien. Sie würden derzeit vom Bauamt und vom Landratsamt geprüft. Dann werde es Ernst mit dem Planfeststellungsverfahren. Schwarz äußerte sich zufrieden darüber, dass die Sache nun doch im alten Jahr den entscheidenden Schritt weitergekommen sei. Peter Schoblocher merkte dazu an, dass hinsichtlich dieser Information der Bürgermeister eine Bringschuld gehabt hätte.

MN

Für Sicherheit günstig, im Bau teuer

Artikel in der MN von Dr. Heinrich Lindenmayr

Die Vorfahrtsregelung an der B 300 bei Sankt Maria ist vielen ein Dorn im Auge. Freie Fahrt hat der Verkehr zwischen Thannhausen und Krumbach. Wer die Stadt umfahren will, muss warten beziehungsweise abbiegen. Das Problem: Die Vorfahrtsregelung verleitet vor allem die von West nach Ost Fahrenden dazu, den Weg durch die Stadt zu nehmen. Die Umfahrung könnte bei einer anderen Regelung noch besser angenommen werden.

Bauoberrat Tobias Ehrmann vom Staatlichen Bauamt Krumbach analysierte in der jüngsten Stadtratssitzung die Situation und stellte mögliche Alternativen vor. Die einfachste Variante bestünde darin, den Einmündungsbereich baulich zu verändern und die Vorfahrt neu zu regeln. Da es dann aber viele Linkseinbieger in eine stark befahrene Bundesstraße mit relativ hohen Geschwindigkeiten gäbe, entstünde hier ein nicht verantwortbarer Unfallschwerpunkt. Dies könnte durch eine Ampel entschärft werden. Da es dann aber nicht einsichtig wäre, warum aus Krumbach kommende Fahrzeuge, die nach Thannhausen wollten, an der Ampel warten müssten, wäre ein grüner Pfeil oder, besser noch, eine an der Ampel vorbei führende Abbiegespur nach Thannhausen einzurichten. Dies wiederum hätte zur Folge, dass es ungeschmälert attraktiv bliebe, durch die Stadt zu fahren. 660 000 Euro dafür ausgeben, ohne eine spürbare Verbesserung der Situation zu erreichen, das sei mit dem Staatlichen Bauamt nicht zu machen, meinte Ehrmann.

Weitere Varianten wären ein Kreisverkehr, ein erweiterter Kreisverkehr sowie eine Brücke für den Zubringer aus Thannhausen auf die B 300. Dadurch könnten die aus Thannhausen kommenden Fahrzeuge rechts in die Umfahrung einbiegen. Diese Lösung wäre zwar nach den Kriterien der Verkehrsführung und der Sicherheit günstig. Doch bedeutete sie einen starken Eingriff in die Landschaft und wäre zudem die mit Abstand teuerste Lösung.

Kreisel oder Brücke für den Zubringer aus Thannhausen

Sie würde nämlich mit rund zwei Millionen Euro zu Buche schlagen. Da vom Gesamtverkehrsaufkommen an der Einmündung der Umfahrung in die Bundesstraße bei Sankt Maria in Höhe von 12 664 Fahrzeugen pro Tag nur 1165 auf den ungewollten Schleichverkehr durch die Stadt entfallen, stünden Kostenaufwand und Nutzen bei dieser Variante in keinem Verhältnis, erklärte Ehrmann.

Manfred Göttner (CSU) und Erwin Däubler (SPD) bekundeten in der anschließenden Diskussion ihren Unmut darüber, dass die Stadt sich in Sachen Umfahrung so engagiert habe, auch bei der Bezahlung in die Vorleistung gegangen sei und nun vom Bund keine Gegenleistung zu erwarten habe. Bernhard Maurmeir (FW) machte sich für einen Kreisverkehr stark. Bürgermeister Georg Schwarz riet dazu abzuwarten. Eine sinnvolle Lösung sei zum einen abhängig von der Rückstufung der Ortsdurchfahrt. Wenn man die Attraktivität der Ortsdurchfahrt verschlechterte, auch beispielsweise durch eine andere Ampelschaltung an der zentralen Kreuzung, werde der Schleichverkehr reduziert. Zum anderen müsse eine Lösung abgestimmt werden mit einer Süd-West-Umfahrung der Stadt. Hochproblematisch sei es, so Schwarz, an der jetzigen Stelle einen Kreisverkehr einzurichten, an den man später eine Süd-West-Umfahrung nicht anschließen könne.

MN

Rückt für Bernhard Maurmeir nach: Thomas Leberl
Ein bekanntes Gesicht im Stadtrat: Gottfried Braun

Abschied ist jetzt offiziell

Artikel in der MN vom 10.12.2010 

Die Sachlage war bereits in der vorletzten Sitzung des Rats geklärt worden. Einstimmig entsprachen nun die Stadträte den Anträgen von Karl Thiel und Bernhard Maurmeir, sie von ihren politischen Ämtern zu entbinden. Ebenso einstimmig wurden die beiden Nachfolger gebilligt: Gottfried Braun wird Karl Thiel als Stadtrat ersetzen, Thomas Leberl rückt für Bernhard Maurmeir nach.

Karl Thiel betonte nochmals, dass es ihm schwerfalle, die Ämter aufzugeben, schließlich zähle er zu den Dienstältesten in Thannhausen. Gesundheitliche und geschäftliche Gründe hätten ihm aber keine andere Wahl gelassen. Die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Georg Schwarz nannte Thiel „hervorragend“. Bernhard Maurmeir hat seinen Lebensmittelpunkt nach Augsburg verlegt. Einen sauberen Schnitt habe er machen wollen, bevor Kritik geäußert werde, er könne sein Mandat gar nicht mehr sachgemäß ausüben, erklärte er. Der 33-Jährige erinnerte daran, wie er, 19 Jahre jung, „als Benjamin“ in den Rat einzog. Seither habe sich viel bewegt und einiges sei auf seine Initiative hin geschehen, beispielsweise die Einrichtung des Beach-Volleyball-Felds im Freibad. Auch zählte er sich zu den Initiatoren für den Geh- und Radweg in Richtung Edelstetten

Karl Thiel - 2. Bürgermeister
Bernhard Maurmeir, Stadtrat

Karl Thiel und Bernhard Maurmeir wollen Mandat niederlegen

Artikel in der MN am 25.11.2010 von Maximilian Czysz

Der Zweite Bürgermeister Karl Thiel und Jugendreferent Bernhard Maurmeir von den Freien Wählern wollen ihr Stadtratsmandat niederlegen: Das wurde gestern Abend am Ende der öffentlichen Sitzung bekannt. Die Nachricht schlug wie eine Bombe ein - damit hatte niemand gerechnet.

Thiel nannte persönliche, familiäre Gründe für seine Entscheidung. Seine Tochter hatte einen Schlaganfall, er benötige jetzt mehr Zeit für Familie und Beruf. Thiel leitet eine Spedition mit 90 Mitarbeitern.

Rechtsanwalt Maurmeir wird aus beruflichen Gründen seinen Hauptwohnsitz nach Augsburg verlegen und kann sich deshalb nicht mehr wie bisher in Thannhausen engagieren. Er ist seit 1996 im Stadtrat. Der Jugendreferent ist Mitglied des Haupt- sowie des Jugend-, Kultur und Sportausschusses. Außerdem ist er stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler.

Der Spediteur Thiel ist ein politisches Urgestein: Er ist seit 1990 Stadtrat. Außerdem vertritt er Thannhausen im Rat der Verwaltungsgemeinschaft, die unter anderem in letzter Konsequenz über das neue Rathaus entscheidet. Bestellt wurde er für den Finanz- und den Rechnungsprüfungsausschuss.

Wer an Thiels Stelle tritt, ist vollkommen unklar. Zunächst muss der Stadtrat den beiden Rücktrittsgesuchen zustimmen. Dann werden die Listennachrücker der Freien Wähler gefragt - das sind Thomas Leberl und Gottfried Braun, der schon einmal Stadtrats-Mitglied war. Danach müssen sich die Fraktionen auf den neuen Zweiten Bürgermeister verständigen.

 

Warten auf den Hochwasserschutz

Artikel in der MN von Dr. Heinrich Lindenmayr

Mehrere Besucher verließen demonstrativ den Saal, einige Stadträte machten verbal ihrem Ärger Luft. Die für die jüngste Stadtratssitzung angekündigte abschließende Vorlage der Entwurfsplanung für einen 150-jährlichen Hochwasserschutz lag nicht vor und konnte also nicht beraten werden. Der erste Tagesordnungspunkt musste abgesetzt und vertagt werden. Es sei noch ein Problem aufgetreten, erläuterte Bürgermeister Georg Schwarz. Man habe bei den bisherigen Planungen nicht berücksichtigt, dass durch die Umleitung des Wassers ins Mindeltal die Hallen des Mittelschwäbischen Luftsportvereins gefährdet würden.

Das Bestreben, im Falle eines Hochwassers die Wassermassen westlich an der Stadt vorbeizuleiten, führe dazu, dass der Flugplatz und seine Gebäude von einer mindestens 60 Zentimeter hohen Flut überschwemmt würden. Nun sei dieser Bereich in die Entwurfsplanung für den Hochwasserschutz eingearbeitet worden, schlage aber mit 580 000 Euro zu Buche. Dies wiederum sei für die Stadt nicht akzeptabel.

Denn im Verhältnis zu den Gesamtaufwendungen für den Hochwasserschutz Thannhausens in Höhe von sechs bis sieben Millionen Euro käme dieser relativ kleine Bereich viel zu teuer. Derzeit werde über das Problem verhandelt, meinte der Bürgermeister und gab sich zuversichtlich, dass die abschließende Entwurfsplanung zum Hochwasserschutz in einer der nächsten Stadtratssitzungen vorgelegt werden könne.

Peter Schoblocher (Freie Wähler) sah das anders. Er sei schwer enttäuscht, denn die Hallen hätten doch schon lange vor Beginn der Hochwasserschutzplanung gestanden. Es sei überhaupt nicht einsichtig, warum man sie erst jetzt „bemerke“ und die für ihren Schutz angesetzten Kosten könne niemand nachvollziehen. Angesichts solcher „Luftnummern“ verliere er den Glauben, dass der Stadtrat in diesem Jahr noch die Pläne zu sehen bekomme. Auch Peter Leitenmeier artikulierte sein Missbehagen an der Sachlage: Wenn das beauftragte Planungsbüro in dieser Weise versage, sollte man sich überlegen, die Aufträge anderweitig zu vergeben.

FW

Peter Schoblocher - Stadtrat

Knappe Mehrheit für Solarfeld im Stadtrat Thannhausen - Flächennutzungsplan wird jetzt geändert.  Artikel in der MN vom 05.03.2010

Einwände und Bedenken zur geplanten Freiflächensolaranlage am nördlichen Ortsende von Thannhausen wurden jetzt abgewägt. Peter Wolpert vom Ingenieurbüro Kling trug die Stellungnahmen vor. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat beispielsweise Bedenken, ohnehin knappe Ackerfläche für die Energiegewinnung zu verwenden. Auch das Landratsamt hält den Standort für bedenklich. Vor allem der Naturschutz spiele an der Stelle eine große Rolle. Nach einer Diskussion stimmten die Stadträte knapp mit 11:8 für die Änderung des Flächennutzungsplans.

Erstmals erklärte sich auch FW-Stadtrat Peter Schoblocher – er verwehrt sich gegen die Solaranlage auf dem Feld. Zum einen sterbe mit der geplanten Anlage das interkommunale Gewerbegebiet an der Stelle. Zum anderen gebe es genügend Dachflächen für Solaranlagen. Und das Thema Windkraft werde im Landkreis nicht angetastet. „Ein Kohle- oder Kernkraftwerk ist auch kein schöner Anblick“, sagte er. Dr. Markus Wilhelm (CSU) hielt wie sein Fraktionskollege Josef Merk die Einwände für gewichtig.

d

Diese Gewerbebrache soll belebt werden
Gut dass es die Freien Wähler gibt", mag sich Bürgermeister Georg Schwarz denken.

Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan "Sondergebiet" am Engel-Areal gefasst

Auf die Freien Wähler im Stadtrat und die SPD-Fraktion kann sich Bürgermeister Georg Schwarz verlassen, wenn es um die Stadtsanierung und Belebung der Innenstadt in Thannhausen geht.

Nach der nicht öffentlichen Vorstellung erster Skizzen, fasste der Stadtrat den Aufstellungsbeschluss für den "Vorhabenbezogenen Bebauungsplan Sondergebiet Handel auf dem Engel-Areal". In den Redebeiträgen der Skeptiker wurden gleich innerhalb weniger Minuten die Meinung geändert. Das Ansinnen einen wichtigen Beschluss für die Innenstadtentwicklung zu verschieben oder gar zu verhindern wurde nicht erreicht. Im Verlauf der zeitweise hitzigen Diskussion wies der 2. Bürgermeister Karl Thiel (FW) mit Recht auf den einstimmig gefassten Beschluss, einen Vollsortimenter auf dem Engel-Areal anzusiedeln, hin. Er forderte die CSU-Fraktion auf, endlich Farbe zu bekennen und die einmal gefassten Beschlüsse zu respektieren. Der unterschwellige Vorwurf der Vorredner, dass nur diese zum Wohl der Stadt entscheiden, wies Stadtrat Peter Schoblocher (FW) vehement zurück. "Wir entscheiden alle in diesem Gremium zum Wohl der Stadt ! Wer aber geglaubt hat, dass in der Stadtmitte ein Vollsortimenter mit einer geringen Anzahl Parkplätzen verwirklicht werden kann, der lebt fern jeder Realität."

Gerade auch wegen der  unschlüssigen Argumentation dieser Gruppe kam der Großteil des Gemiums dem Wunsch des Bürgerdialoges nach und fasste den Aufstellungsbeschluss.

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Krumbach/Lokalnachrichten/Artikel,-Einkaufsmarkt-Kein-leichter-erster-Schritt-_arid,1766584_regid,9_puid,2_pageid,4499.htmlh

 

h

Lösung mit Schönheitsfehler - Hochwasserschutz

Artikel von Maximilian Czysz in den Mittelschwäbichen Nachrichten  vom 10.07.2009 

Der Hochwasserschutzdamm um Thannhausen rückt näher an den Ortsrand von Nettershausen: So sieht es die Planung der Regierung von Schwaben vor, die nun im Stadtrat vorgestellt wurde. Durch den neuen Dammverlauf geht weniger Retentionsfläche verloren. Was ist allerdings mit einer Umfahrung, die wie ursprünglich angedacht parallel zum Damm verlaufen könnte?

„Dann müsste man zwei Trassen planen“, sagte Stadtrat Dr. Markus Wilhelm (CSU). Genau das wollte Bürgermeister Georg Schwarz verhindern: Er favorisierte eine Lösung. Doch die gibt es offenbar nicht. „Der Versuch, eine optimale Trasse zu finden, war ein Schuss in den Ofen“, sagte Peter Schoblocher (Freie Wähler). „Wir haben wieder Zeit verloren. Wir müssen jetzt endlich weiter kommen. Das wäre der größte Wunsch aller.“ In die selbe Kerbe schlug Fraktionskollege und Zweiter Bürgermeister Karl Thiel: „Jetzt gibt es kein Wenn und Aber mehr. Die Trasse sollte akzeptiert werden.“ Auch Gerd Olbrich (SPD) riet, von einem weiteren Änderungsvorschlag abzusehen, um Zeit zu gewinnen. „Ich kann nur raten, den Sack endlich zuzumachen.“ Sollte ein größeres Hochwasserereignis stattfinden und Thannhausen keinen Damm haben, dann sei der Stadtrat „pudelnass“.

Für Manfred Göttner (CSU) bedeutet der neue Verlauf eine „Entscheidung über den Ort hinweg“. „Ich verstehe nicht, warum die Regierung nicht der optimalen Trasse zustimmt.“ Der Wohnwert mit einem nahen Damm sei nicht akzeptabel. Vor dieser Argumentation warnte Erich Keller (FW) und bezog sich auf den Dammverlauf am westlichen Stadtrand. „Wenn wir diese Diskussion anfangen, dann kommt gar kein Damm.“

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Bürgerinitiative fordert Spielplatz-Erhalt

Artikel von Maximilian Czysz in den Mittelschwäbischen Nachrichten vom 09.07.2009 

Thannhausen Protestnote an den Thannhauser Stadtrat: Eine neu gegründete Bürgerinitiative, die auf Thomas Schropp zurückgeht, fordert den Erhalt und die Sanierung des Kinderspielplatzes in der Max-Planck-Straße. Über 160 Unterschriften wurden an Bürgermeister Georg Schwarz übergeben.

Hintergrund ist die beabsichtigte Erweiterung der benachbarten Druckerei Deni. Die möchte auf dem Spielplatz-Grundstück anbauen. In einer Protestnote fordert die Bürgerinitiative, dass von einer Bebauungsplanänderung und damit von der Erweiterung abgesehen wird. Stadtrat Peter Schoblocher (Freie Wähler) schlug eine Teilung der rund 500 Quadratmeter großen Fläche vor. Dafür stimmte am Ende mit 13:6 die Mehrheit im Gremium. Bürgermeister Georg Schwarz soll jetzt bei der Druckerei ausloten, ob für sie die Kompromisslösung in Frage kommt. Er plädierte dafür, dass es durch eine mögliche Erweiterung der Druckerei zu keiner Verschlechterung der Nachbarn kommen dürfe. Der Rathauschef erinnerte außerdem an den geplanten rund 2000 Quadratmeter großen Spielplatz-Bau in der Mozartstraße, der Eltern und Kindern als Ersatz dienen könnte. Und: Die Verwaltung habe eruiert, dass im Bereich um den Spielplatz nur sieben Kinder unter zehn Jahren wohnen. Außerdem kämen einige Unterstützer der Bürgerinitiative von auswärts. 

Das bestätigte der Vater von Initiator Thomas Schropp, der frühere Bürgermeister Johannes Schropp. Es handele sich um Verwandte der Betroffenen. Die Teillösung hält er für vertretbar: „Das wäre für mich persönlich gangbar.“ Schropp wohnt nördlich des eingewachsenen Spielplatzes, der besonders wegen seiner Schattenfläche beliebt ist. Das kann Stadtrat Franz Bußjäger bestätigen. „Ein kleiner Spielplatz ist besser als keiner“, sagte er. Einen Denkanstoß gab Gerd Olbrich (SPD): Die spielenden Kinder sollten auch in 20 Jahren einmal einen Arbeitsplatz erhalten. Er sprach sich dafür aus, die öffentlichen und privaten Belange zu sammeln und abzuwägen. Josef Merk (CSU) merkte kritisch an, dass es immer mit Nachteilen verbunden sei, wenn Misch- an ein Wohngebiet rückt.

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Beinahe-Eklat im Thannhauser Stadtrat

Artikel in der MN von Maximilian Czysz

Beinahe wäre es in der jüngsten Stadtratssitzung zu einem Eklat gekommen: Grund war eine verbale Attacke von Dr. Markus Wilhelm (CSU). Er behauptete, dass die Teilnehmer der Bürgerwerkstatt „bewusst gelinkt“ worden wären. Daraufhin ging Bürgermeister Georg Schwarz an die Decke: „Das ist eine Unverschämtheit. Das lass’ ich mir nicht bieten.“ Wilhelm nahm seine Äußerung später zurück und entschuldigte sich. „Es kann sein, dass ich übers Ziel geschossen bin“, sagte er. Seinen Standpunkt behielt er jedoch - er habe das Gefühl, dass zu viele Stadträte in den Dialog involviert gewesen seien und damit die Meinungsbildung beeinflusst hätten.

Einen Schlussstrich unter die alten, erneut aufgewärmten Diskussionen um die Standortfrage, den Bürgerentscheid im Januar 2008 und das Ergebnis des Bürgerdialogs zog Stadtrat Gerd Olbrich (SPD): „Einwürfe wie von Wilhelm vergiften die Atmosphäre. Auf dieser Basis kann man nicht weiter arbeiten.“ Niemand sollte mehr versuchen, an neuen Fragen alte Schlachten auszufechten. Ins selbe Horn stieß Bernhard Maurmeir (FW): Der Bürgerwille werde im Augenblick sehr strapaziert. Es gehe nicht darum, den Bürger und dessen Votum beim Bürgerentscheid vor einem Jahr „zu linken“, sondern eine gangbare Lösung zu verwirklichen. Dabei spielten freilich auch die Kosten eine Rolle.

Und die sind am geringsten, wenn der alte Engel-Bräu abgerissen und in seiner historischen Optik wieder errichtet wird. Das hatte eine Untersuchung von Kling Consult ergeben. Bürgermeister Schwarz zeigte alte Ansichten der Brauerei, als im Obergeschoss noch hohe Fenster eingebaut waren. Genau dieses Bild könnte einem Architekten mit der Bitte um ein Angebot geschickt werden, fand CSU-Stadtrat Herbert Fischer. Wozu sei ein Architektenwettbewerb und eine Auslobung notwendig? Schwarz zeigte ein Beispiel aus Donauwörth, wo aus altem, marodem Gemäuer in Kombination mit moderner Architektur ein ansehnliches Hotel entstanden war - ein Architekt sei gerade für die Nahtstelle wichtig. In Thannhausen ist sie der Übergang vom Brauerei-Hotel-Hauptgebäude zum alten Sudhaus, das durch einen modernen Zwischenbau ersetzt werden und sich zum Raiffeisenplatz hin öffnen könnte.

Ein Architekt soll in einem freien Wettbewerb gefunden werden. Die Stadträte entschieden sich für acht Kandidaten, die nach den Vorgaben des Stadtrats Entwürfe abliefern sollen. Auch ein Modell gilt es zu erstellen. Am Ende entscheidet der Stadtrat und stellt die Variante der Verwaltungsgemeinschaft vor - sie ist der Bauherr des Verwaltungsgebäudes.

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Der "Engel" heute
Historische Ansicht

Breite Basis für Engel-Abriss

Artikel von Dr. Heinrich Lindenmayr in der MN vom 20.05.2009

„So weit waren wir in Sachen Rathaus noch nie“, freute sich Bürgermeister Georg Schwarz. In der Tat gab es im Stadtentwicklungsbeirat Thannhausen Einigkeit bei den zentralen Eckpunkten für die Planung des neuen Rathauses.

Im Wesentlichen handelte es sich um drei Ergebnisse. Ein Abriss des Hotels „Engel“ ist erstens dem Bürger sehr wohl zu vermitteln unter der Bedingung, dass sich der Neubau hinsichtlich Baustil und Kubatur an den historischen Vorgaben orientiert.

Zweitens sollen weder Zeit noch Geld in Untersuchungen investiert werden, die nicht das Ziel Neubau verfolgen.

Drittens müssen den Planern Vorgaben gemacht werden, die insbesondere den Erfordernissen der Innenstadtbelebung und der Wirtschaftlichkeit genügen.

Verschiedene Kostenszenarien

Grundlage für die Diskussion im Stadtentwicklungsbeirat waren die Kostenberechnungen, die das Büro Kling Consult für den Rathausstandort „Engel“ vorgelegt hatte. Demnach kostet der Abbruch des Hotels samt der Nebengebäude 356 000 Euro. Ein Teilabriss mit Erhalt des Hotels inklusive Entkernung und Fassadensicherung würde mit 800 000 bis 1,1 Millionen Euro zu Buche schlagen. Sollte darüber hinaus auch noch der Dachstuhl erhalten werden, könnte das bis zu 1,43 Millionen Euro verschlingen.

Dr. Nils Goltermann vom Bürgerforum meinte, das Wort „Abbruch“ wirke zwar wie ein Reizwort, doch könne ein Abbruch Sinn machen, sofern man mit zeitgemäßen Mitteln das Alte realisiere. Goltermann verwies auf das Beispiel des Hotels „Post“. Die „Post“ empfinde der Bürger als harmonischen historischen Baukörper, obwohl das ehemalige Gebäude stark verändert und durch einen Anbau deutlich verlängert würde. Ziel eines neuen „Engel“ sollte es sein, die vormalige Optik des „Engel“ wieder herzustellen, den derzeitigen Zustand also deutlich zu verbessern.

Neubau hat viele Vorteile

Bürgermeister Schwarz verwies in dem Zusammenhang auf zwei weitere Vorteile. Der Neubau verursache viel weniger Folgekosten und könne problemlos auf die Bedürfnisse der Verwaltung zugeschnitten werden. Allein die derzeitigen Geschosshöhen des „Engel“ würden beim Umbau immense Kosten verursachen. Schwarz erteilte auch dem Ansinnen eine Abfuhr, berechnen zu lassen, welche Baukosten man sich durch die Entkernung einsparen könnte. In der Vergangenheit sei schon eine sechsstellige Summe durch die Planungen verbraucht worden. Helmut Wiedemann, Vorsitzender des Wirtschaftskreises, schlug in die gleiche Kerbe mit dem Argument, man dürfe keine weitere Zeit verlieren. Herbert Kramer vom Heimatverein, Erich Keller und Mine Waltenberger-Olbrich sahen in der Kombination von Engel-Abriss und historisierendem Neubau eine gangbare Lösung.

Manfred Göttner, Dr. Nils Goltermann und Karl Thiel brachten das Thema „Wirtschaftlichkeit“ in die Debatte. Das neue Rathaus müsse so platziert werden, dass es die Sicht auf den geplanten Einkaufsmarkt nicht verbaue. Ansonsten bekäme man wohl Probleme, einen Investor zu finden und verspiele die gewünschte Kombination von Rathaus und Einkaufsmöglichkeit.

Goltermann formulierte zwei weitere Vorschläge. Der Rathauseingang sollte an den Raiffeisenplatz gesetzt werden, um den Platz zu beleben. Auch wäre das Baubergerhaus in die Planungen einzubeziehen.

Enttäuscht vom Bürgerdialog

Rückblickend bemerkte Herbert Kramer, dass sich die Dinge ganz anders entwickelt hätten, als sie im Bürgerschaftsdialog verhandelt worden seien.

Insofern sei er enttäuscht und bedauere seine Teilnahme an der Veranstaltung. Ähnlich ergehe es anderen Bürgern und das berechtige zur Kritik am Verhältnis von Kosten und Nutzen des Bürgerschaftsdialogs.

h

Die Entscheidung ist gefallen ! Das Rathaus wird auf dem Engel-Areal stehen !

Artikel am 06.05.2009 in der MN von Maximilian Czysz

Jetzt beginnt das Schlussstück eines langen Mehrakters, der immer wieder neu inszeniert wurde, unerwartete Wendungen und Höhepunkte erhalten hatte: Das neue Rathaus in Thannhausen entsteht am Standort Engelbräu. Dafür sprach sich die Mehrheit der Stadträte in einer Sondersitzung aus. Gegen den Standort stimmten die CSU-Stadträte Manfred Göttner, Monika Wiesmüller-Schwab, Dr. Markus Wilhelm, Josef Merk, Herbert Fischer, Bernhard Kastner, Peter Leitenmaier sowie Franz Bußjäger von den Freien Wählern. Was mit dem alten „Engel“-Gemäuer konkret passiert, stand nicht zur Diskussion.

Über eine Stunde legten die Stadträte ihre Meinung dar - teilweise sehr emotional. Stadtrat Peter Schoblocher (Freie Wähler) fand es „unanständig“, dass Josef Merk die Entscheidung für den „Engel“ mit dem Abriss verknüpft hatte. Das wiederum ließ er sich nicht gefallen und forderte, dass über die Varianten altes Rathaus, „Engel“ mit sowie ohne Abbruch abgestimmt werden sollte. Für Merk sei der Bürgerwille der Erhalt des „Engels“ - „und das ist bindend“.

Schoblocher kritisierte, dass Zahlen in den Raum gestellt worden seien, die nicht belegt würden. Beispielsweise hatte Monika Wiesmüller-Schwab, die sich wie Merk und Peter Leitenmaier für den Standort bestehendes Rathaus ausgesprochen hatte, behauptet, dass die Kosten am „Engel“ dreimal so hoch seien. „Wir geben erheblich mehr aus“, sagte auch Merk. Und: Unverständlich ist für ihn, wie sich Rathaus und der gewünschte Vollsortimenter auf dem „Engel“-Areal ergänzen sollen. Sein Fraktionskollege Bernhard Kastner wurde zynisch: Falls die Symbiose zutreffe, sollte das neue Rathaus doch in der Bürgermeister-Raab-Straße im Gewerbegebiet gebaut werden. Er appellierte an seine Kollegen, für und nicht gegen Thannhausen zu entscheiden. Das „gegen“ nahm er zurück, nachdem ihn Bürgermeister Georg Schwarz dafür gerügt hatte. Karl Thiel (Freie Wähler) wurden die Plädoyers der CSU zu bunt: „Spielt mit offenen Karten“, mahnte er lautstark an. (Er meinte damit, dass alle Beschlüsse für den Engelstandort von den heutigen Befürwortern der Standortes "Altes Rathaus" mitgetragen wurden !! Anm. der Freien Wähler)

Erst Bernhard Maurmeir (Freie Wähler) rief wieder zur Räson: Ein Abriss des alten Bräus stehe nicht zur Debatte und aus dem Bürgerdialog hätten sich sowohl der Standort „Engel“ als auch das bestehende Rathaus herauskristallisiert. Das jetzige Rathaus bleibe ein „Filetstück“, sagte Maurmeir, das „Engel“-Areal biete ein hohes Entwicklungspotenzial. Das erläuterte auch Erich Keller (Freie Wähler). Die SPD-Fraktion, für die Gerd Olbrich sprach, hob ebenfalls darauf ab. Ein städtebaulich anspruchsvolles Bild am Standort „Engel“ könne nur in öffentlicher Trägerschaft entstehen. Ein neues Verwaltungsgebäude am bestehenden Rathaus bezeichnete Olbrich als Notlösung, die Parkplatzsituation dort als mittlere Katastrophe.

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Rathaus am Engel-Areal

Einen "Prunkbau" wie das Augsburger Rathaus wird sich die Stadt Thannhausen nicht leisten können.

Nachdem die Mittelschwäbischen Nachrichten die Zahlen aus der internen, nicht öffentlichen Stadtratsklausur von gut informierten Kreisen erhalten und veröffentlicht haben, geht die Diskussion um den Standort des neuen Rathaus in den Endspurt.

Wie in dem Bericht erläutert wird, ist eine kostengünstige Lösung nur auf dem Engel-Areal realisierbar. Die Fraktion der Freien Wähler ist in ihrer Mehrheit ebenfalls für diesen Standort. Wichtig ist jedoch, dass der Kostenrahmen von 3 Millionen Euro nicht überschritten wird. Zusätzliche Kosten für großzügige Gestaltungslösungen, wie von Prof. Ganser vorgeschlagen, sind vorerst zu vermeiden und können nur beschlossen werden, wenn es die Kassenlage zulässt bzw. eine Finanzierung des dringend benötigten Hochwasserschutz nicht gefährdet ist, so der Fraktionsvorsitzende Erich Keller 

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Krumbach/Lokalnachrichten/Artikel,-Die-guenstigste-Loesung-Abriss-des-Engels-_arid,1567715_regid,9_puid,2_pageid,4499.html

 

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"Standort Engel" ist klarer Favorit für das neue Rathaus

Das heutige Rathaus - ist ein Umbau die bessere Lösung für Thannhausen ?

Diskussionsabend der Freien Wähler mit den Bürgern zum Thema neues Thannhauser Rathaus

Im Vorfeld der Standortentscheidung „Rathaus Thannhausen“ haben die Freien Wähler zu einem Diskussionsabend eingeladen. Für den Großteil der Fraktion ist das sogenannte „Engel-Areal“ der Favorit. Offen ist, wenn der Standort Engel-Areal das Rennen macht, welche Planung zum Zug kommt. Hier sind 2 mögliche Varianten im Gespräch:
· Das Rathaus im Hotel Engel mit entsprechender Erweiterung
· Abbruch des Hotel Engel und Neubau eines Rathauses

Fraktionschef Erich Keller berief sich auf die Ergebnisse des Bürgerschaftsdialogs. Die Empfehlung der Bürger an den Stadtrat zielte auf eine Koppelung von Rathaus, Parkraum und einem zentralen Platz. Dies sei nur im Bereich des "Engel" umzusetzen. Auch ist der Wunsch der Bürgerschaft das Hotel Engel zu erhalten für die Freien Wähler ein wichtiger Punkt, der nicht außer Acht gelassen werden darf. Bernhard Maurmeir sprach sich ebenfalls für das "Engel"-Areal aus. Dort habe die Stadt die einmalige Gelegenheit Stadtentwicklung im großen Stil zu praktizieren. Öffentliche Nutzungen –Rathaus, Bürgersaal, öffentliche Parkplätze- kombiniert mit gewerbliche Nutzung – Einkaufsmarkt- wären ein Magnet für die Innenstadt und würde für deren Belebung dienen. Der Meinung seiner Fraktionskollegen konnte Franz Bußjäger nicht folgen. Er verwies auf die Kosten für das Projekt am Engel-Areal und die offene Frage der Folgenutzung des heutigen Rathauses. Für ihn wäre ein Umbau des Rathauses die vernünftigste Lösung.

Diskussionsbeiträge der Bürger:
Die anwesenden Bürger lobten die Veranstaltung und begrüßten, dass der Bürger gefragt würde. Ludwig Mayer fand es ein Unding, dass nun schon seit 15 Jahren eine Entscheidung aussteht und für Planungen eine „satte sechsstellige Summe“ aufgewendet wurde. Manfred Merk und Ludwig Mayer sprachen sich gegen eine Entkernung des „Engels“ aus und nannten es "Steuergeldverschwendung". Helmut Wiedemann sieht in einem schönen Rathaus ein wichtiges Signal für Investoren. Josef Brandner jun. sieht, als maßgeblich für die Standortfrage, die Innenstadtentwicklung an. Er könnte sich das Rathaus kombiniert mit Einkaufsmarkt und Seniorenwohnungen auf dem Engel-Areal vorstellen. Ingo Krautmacher fragt sich warum das heutige Rathaus nicht weiterhin seinen Zweck erfüllen kann. Für ihn steht fest, dass jetzt endliche eine Entscheidung her muss. Dr. Theo Streicher möchte den Engel erhalten oder zumindest ein Gebäude mit ähnliche Kubatur im schwäbischen Stil. Engelbert Wiedemann wünscht sich die Stadt als Investor bei der Ansiedelung eines Vollsortimenters, um auf Nummer sicher zu gehen.
Bei all der Diskussion um das Rathaus sollten die Verantwortlichen nicht vergessen, dass in naher Zukunft enorme Investitionen für den dringend notwendigen Hochwasserschutz anstehen. Ohne Hochwasserschutz ist die weitere Entwicklung Thannhausens stark gefährdet. Deshalb gilt es für alle bei der Investition für das Rathaus in punkto Kosten mit Augenmaß zu handeln.

Quelle: MN vom 18.04.2009

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Dr. Leopold Herz MdL besucht den Landkreis Günzburg

Der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler Dr. Leopold Herz aus Wertach besuchte den Landkreis Günzburg - mehr unter http://www.fw-kvguenzburg.de/aktuell/

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Freie Wähler Thannhausen besuchen Berlin

v.l.n.r.: Jutta Zimmermann, Erika Keller, Engelbert Wiedemann, Maria Lindenmayr,Elfriede Wiedemann, Monika und Karl Thiel, Dr. Georg Nüsslein MdB, Erich Keller, Franz Zimmermann Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Bundespolitische, kommunalpolitische und private Themen debattierte Bundestagsabgeordneter Dr. Georg Nüsslein mit der Besuchergruppe der Freien Wähler Thannhausen im Bundestag in Berlin.

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Das neue Rathaus von Thannhausen soll auf dem Engel-Areal stehen

Wenn es nach Prof. Karl Ganser geht, kann das neue Thannhauser Rathaus nur auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei Engel entstehen.
Nach der Vorstellung seiner Idee für den Kreuzungsbereich der B 300 und der St 2025, hier schlägt Professor Ganser eine radikale Verkehrsberuhigung - in Form des Rückbaus der Fahrbahn - auf nur 4,50 m Fahrweg auf einer Ebene mit dem Fußgängerverkehr vor, kam der ehemalige Geschäftsführer der IBA Emscherpark zum Thema Rathausneubau.
Nach Auffassung von Ganser muss der bestehende dreiseitige Hof mit ehemaliger Gastwirtschaft, Brauerei und Scheune erhalten werden. Das historisch Gewachsene sollte nicht zerstört werden. Nach seinen Vorstellungen könnte im Ost-West-Trakt (ehemaliges Gasthaus, Hotel- und Brauereigebäude) Räumlichkeiten für Verwaltung und Rat geschaffen werden, in Nord-Süd-Richtung sollte nach Meinung von Professor Ganser zum Raiffeisenplatz hin, ein großzügiges Foyer als repräsentativer Glasbau errichtet werden.
Für die frühere Abfüllung der Engel-Brauerei (Querbau im östlichen Bereich) wäre aus Sicht von Professor Ganser die Schaffung einer Markthalle denkbar. Er begrüßt das Bestreben der Stadt, dass auf dem Engel-Areal die Ansiedlung eines Vollsortimenters angestrebt wird. Er rät hinsichtlich der konkreten Aufplanung des Engel-Areals zu einem weiteren bürgeroffenen Verfahren mit vier bis fünf Fachplanern.

Den Ideen von Professor Ganser wurden als interessant und als guter Ansatz für die weitere Planung eingestuft. Die Gestaltung des Engel-Areals und die monumentale Bauweise sind im Hinblick auf die Finanzierbarkeit als nicht darstellbar einzuordnen und finden in der vorgeschlagenen Form nicht die Zustimmung der Freien Wähler.

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Krumbach/Lokalnachrichten/Artikel,-Die-Zukunft-liegt-in-der-Innenstadt-_arid,1534271_regid,9_puid,2_pageid,4499.html

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Krumbach/Lokalnachrichten/Artikel,-Vision-stoesst-auf-geteiltes-Echo-_arid,1533348_regid,9_puid,2_pageid,4499.html

 

Jetzt ist der Stadtrat am Zug

Artikel in den Mittelschwäbischen Nachrichten vom 23.02.2009 von Dr. Heinrich Lindenmayr

38 Ideen für die Weiterentwicklung der Stadt stellte Moderatorin Ingegerd Schäuble dem vorläufig letzten Bürgerschaftsdialog vor. Die Ideen hatten Bürger im Verlauf der vorangegangenen vier Arbeitstreffen formuliert. Aufgabe des letzten Treffens war es, die Ideensammlung zu diskutieren und zu erweitern. Jetzt ist der Stadtrat wieder am Zug.

Der Fahrplan für das weitere Vorgehen steht: Am 13. März wird Ingegerd Schäuble die Ergebnisse des Bürgerschaftsdialogs an die Stadt übergeben. Am 24. März findet eine Sondersitzung des Stadtrats statt, in der Ingegerd Schäuble die Vorstellungen der Bürger den Räten präsentiert und erläutert. Danach beraten die Fraktionen, wie und mit welchen Prioritäten sie die Bürgervorschläge aufgreifen und umsetzen wollen. Bei der Stadtratssitzung am 7. April sollen öffentlich erste Weichenstellungen getroffen werden. Insbesondere die Rathausfrage, von der vieles andere abhängt und die andere Entscheidungen blockiert, soll dann prinzipiell entschieden werden.

Die Qualität der konstruktiven und fairen Zusammenarbeit zwischen den Bürgern, dem Stadtrat und der Stadtverwaltung soll erhalten werden, war man sich am Ende des Bürgerschaftsdialogs einig. In dieser oder einer ähnlichen Gesprächsmethodik wolle man den Bürgerschaftsdialog in regelmäßigen Zeitabständen fortführen. Die zielführende Kooperation zwischen den privaten Eigentümern, den Wirtschaftsunternehmen und der Stadt soll weiter ausgebaut werden. Auf das Votum der Bürger zu hören, das sei ihm wichtig, erklärte Bürgermeister Georg Schwarz in seinem Schlusswort. Gemeinsam komme man weiter. Schwarz verwahrte sich aber dagegen, dass der Bürgerschaftsdialog eine Art von Kontrollfunktion ausübe, dass der Stadtrat sich künftig vor diesem Forum rechtfertigen solle, welche Vorschläge der Bürger angepackt und „abgearbeitet“ worden seien. Ohne fremde Hilfe, ohne die Projektsteuerung durch das Schäuble-Institut für Sozialforschung, wäre das konstruktive und zielführende Gespräch zwischen Bürgern, Stadtrat und Stadtverwaltung wohl eine Wunschvorstellung geblieben, würdigte Schwarz die Leistung von Ingegerd Schäuble und ihren Mitarbeitern. Die Moderatorin lobte das Engagement der Thannhauser Bürger.

Mit Bedauern stellte Schäuble fest, dass sich jungen Leute nicht am Bürgerschaftsdialog beteiligt hätten. Der Dialog gestaltete sich in der Tat als Ü 50-Veranstaltung.

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Erfahrungsaustausch mit anderen Städten und Gemeinden - Kreisgeschäftsführer Peter Schoblocher beim Kommunalpolitischen Arbeitskreis der FW

Artikel in der Schwabmünchner Allgemeinen vom 21.02.2009

 

Bobingen - Die neu gestaltete Innenstadt von Bobingen macht Kommunalpolitiker aus anderen Städten neugierig. Eine Plattform zum Erfahrungsaustausch bot ihnen der Kommunalpolitische Arbeitskreis der Freien Wählervereinigung (FW) in Bobingen.

Fazit: Von Ort zu Ort gibt es unterschiedliche Zielrichtungen aber für die Umsetzung gab es in Bobingen wichtige Tipps. Der Austausch soll daher fortgesetzt werden.

Unter fachlicher Begleitung des Schwabmünchner Stadtrates, Diplom-Ingenieurs und Architekten Gerhard Birkle veranstaltete die Freie Wählervereinigung Bobingen mit der Vorsitzenden Carmen Bader und den beiden Stadträten Waltraut Wellenhofer und Rainer Naumann den Erfahrungsaustausch zur Innenstadtentwicklung in Bobingen, Königsbrunn und Schwabmünchen.

Während die Bobinger stolz die zwei Abschnitte des Ausbaus an der Hochstraße vorzeigen, lebt aus Sicht der Gesprächsrunde Königsbrunn noch mit Provisorien und Schwabmünchen befindet sich noch in der Planungsphase. Wichtigste Botschaften gab es für die Stadträte Michael Großmann (Schwabmünchen) und Jürgen Raab (Königsbrunn) sowie Peter Schoblocher, Ratsherr aus Thannhausen: In Bobingen würden sich mehrere Maßnahmen ergänzen.

Dazu gehören Verkehrsberuhigung mit Verschwenkungen der Straße und neuen Parkplätzen, die Öffnung der Durchgangsstraße zum Rathaus mit dem neuen Bistro-Café sowie die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes mit Vollsortiment in Ergänzung der angestammten Geschäfte und Betriebe. Eindruck der FW: „Die Bürger steuern das Zentrum nunmehr gezielt sowohl mit dem Fahrrad, zu Fuß und mit dem Pkw an“, so Dritte Bürgermeisterin Waltraut Wellenhofer.

Sie bestätigte, wie wichtig es sei, Anlieger, Gewerbetreibenden und Grundstücksbesitzer vollständig über die Maßnahmen, die finanziellen Auswirkungen, aber auch finanzielle Einbußen während der Bauzeiten zu informieren.

Eigene Gestaltungselemente

Dies müsse genau geplant und allen Betroffenen offen gelegt werden. „Achten sollte man auf Bezuschussungs- und Finanzierungsmodelle“, so ihr Hinweis auf die großen Staatszuschüsse, die nach Bobingen flossen. Fazit des Erfahrungsaustausches: Jede der drei Städte zielt auf eigene Gestaltungselemente: Königsbrunn mit seiner rasanten Mittelstandsentwicklung setze auf die Bildung eines Stadtkerns, dazu gehört auch ein neues Zentrum am Europaplatz. Schwabmünchen habe mit seinem historischen Hintergrund eines jahrhundertalten Marktes dessen Charakter zu stärken, Bobingen mit seinem raschen Aufstieg von der bäuerlichen zur Industriegemeinde wolle dem Zentrum den Eindruck einer schnell befahrbaren Durchgangstraße nehmen und dafür mehr zum Aufenthalt einladen.

Leser der Mittelschwäbischen Nachrichten stimmen für Rathaus auf dem Engel-Areal

Artikel von Maximilian Czysz in den MN vom 18.02.2009

Ein überraschendes Ergebnis: Bei der Internet-Abstimmung zum neuen Thannhauser Rathaus hat die Variante Engel-Areal das Rennen gemacht. 53 Prozent der Mausklicks entfielen auf den Standort, der in der Kombination mit dem gesamten Areal am meisten Entwicklungspotenzial in der Stadt verspricht. Die bislang bevorzugte Variante Kreuzwirt fiel durch. Insgesamt wurden 2116 Klicks gezählt. Die Online-Abstimmung ist freilich nicht repräsentativ und wissenschaftlich, gibt aber ein gewisses Stimmungsbild wieder.

 

 

 

Die Wahl der Leser ist auf das Engel-Areal gefallen: Dort bieten sich die meisten Entwicklungsmöglichkeiten an. Der Engelbräu könnte beispielsweise saniert und das benachbarte repräsentative Bauberger-Haus angeschlossen werden, um der Verwaltungsgemeinschaft genügend Platz zu bieten. Im östlichen Teil des Geländes bietet sich außerdem die Möglichkeit, einen Vollsortimenter unterzubringen. Dieser könnte für die Innenstadt Magnetwirkung haben und die Thannhauser Geschäftswelt beleben.

906 Klicks (43 Prozent) erhielt die Variante Verwaltungsgebäude am bestehenden Rathaus am Christoph-von-Schmid-Denkmal. Das alte Gebäude könnte saniert, aufgestockt oder gar abgerissen werden, um an Ort und Stelle ein neues zu errichten. Ganz abschlagen war bei der Internet-Abstimmung der Kreuzwirt (4 Prozent) - bei den Treffen im Rahmen des Bürgerdialogs hatten sich dafür noch die meisten Thannhauser ausgesprochen. Schließlich könnten sich mit dem Standort mehrere Probleme gleichzeitig lösen: Zum einen verschwindet das marode Gebäude direkt an der Kreuzung. Zum anderen erfährt die Ortsmitte eine optische Aufwertung mit einem neuen zentral gelegenen Rathaus.

Jetzt muss der Stadtrat entscheiden. Eine Kostenanalyse soll klären, welche Variante sich tatsächlich umsetzen lässt. Daran krankt es beim Standort Kreuzwirt: Um dort ein neues Rathaus zu bauen, müssten erst Immobilien zugekauft werden. Ein Eigentümer hat der Stadt bereits abgesagt. Der Kreuzwirt, der Engelbräu und das Bauberger-Haus gehören dagegen der Stadt.

Das neue Rathaus in Thannhausen auf dem Engel-Areal ?

Ein Bürgerentscheid zum Erhalt des historischen Gasthof „Engel“ brachte den Willen der Bürgerschaft deutlich zum Ausdruck – Der „Engel soll bzw. muss stehen bleiben !
Die Teilnehmer des Bürgerdialogs, ca. 0,5 Prozent der Einwohner Thannhausens, haben sich nun für einen Rathaus-Standort ausgesprochen, der zur Folge hat dass 25 Prozent der zentralen Innenstadt abgebrochen werden müsste, um das Rathaus bauen zu können.
Das sind drei große Häuser ! Häuser mit Läden, Büros und Wohnungen. Diese Häuser tragen zur Belebung der Innenstadt bei. Ein Rathaus ist in der Regel um 17 Uhr verwaist. Am Wochenende ist es normalerweise geschlossen. Jetzt kommt aber das Beste. Zwei der drei Grundstücke müssen von der Stadt noch erworben werden, d.h. wenn ein einigermaßen, realistischer Preis angesetzt wird, dann erwirbt die Stadt Thannhausen Grund und Boden zu einem Quadratmeterpreis, der auch in München erzielt wird, denn die Stadt benötigt nur die Fläche, nicht die Häuser.
Auf dem, im Besitz der Stadt befindliche sog. Engel-Areal, ist genügend Raum ein Rathaus unterzubringen. Die Lage ist zentral. Für Bediensteten und vor allem die Besucher können ausreichend Parkplätze geschaffen werden. Wenn die Planung das Hotel Engel mit einbezieht und die Erweiterung zum zentralen Raiffeisenplatz gebaut wird, bekommt Thannhausen ein repräsentatives Gebäude mitten in der Stadt und es werden vor allem keine Steuergelder verschwendet.

Historische Stadtmitte - für neues Rathaus opfern ?

Wenn es nach dem Willen des Bürgerdialoges in Thannhausen geht, sollen 3 historische Häuser, die im heutigen Zustand nicht repräsentativ sind, für ein neues Rathaus geopfert werden. Hier sind Bilder dieser Häuser aus vergangenen Tagen zu sehen. Im Bürgerentscheid wollte die deutliche Mehrheit, dass das ehemalige Hotel Engel nicht abgebrochen wird, weil schon zuviel in Thannhausen abgebrochen worden ist und nun sollen 3 Häuser in der Stadtmitte fallen.

Scheitert der Standort Kreuzwirt an Immobilien?

Der Kreuzwirt
Vision, die kaum verwirklicht werden kann
Frau Schäuble und Bgm.Georg Schwarz

 

Bericht von Maximilian Czysz in der MN vom 26.01.2009

Die kurze Anmerkung von Bürgermeister Georg Schwarz schlug ein wie eine Bombe: Eines der beiden Gebäude, die zur Verwirklichung eines neuen Rathauses an der Thannhauser Hauptkreuzung ins Eigentum der Stadt gehen müsste, sei kaum zu erwerben. „Verhandlungen sind derzeit nicht möglich. Die Eigentümer sind komplett gegen eine Veräußerung“, sagte Schwarz. Mit seiner Erklärung nahm die Bürgerkonferenz einen völlig neuen Verlauf. Vier Stunden lang wurden erneut die möglichen Standorte für ein neues Verwaltungsgebäude diskutiert.

Wie beim vergangenen Treffen hatte der Kreuzwirt-Standort oberste Priorität für die Teilnehmer. Die Stadt soll nun prüfen, ob nicht doch noch ein Kauf möglich ist. Gibt es kein finanziell vertretbares Ergebnis, dann kommen zwei weitere Standorte auf den Prüfstand: ein Rathaus am alten Fleck sowie das Engelbräu. Die Hotel-Gaststätte, deren Abriss vor einem Jahr durch einen Bürgerentscheid verhindert wurde, gehört wie das benachbarte Bauberger-Haus der Stadt. Nils Goltermann regte an, auszuloten, ob nicht ein Vollsortimenter auf dem Areal hinter der ehemaligen Brauerei unterkommen könnte. Damit hätte die Innenstadt den vielfach beschworenen Magnet, der weitere Kaufkraft anzieht.

Zugang zur Bahnhofstraße

Außerdem könnte ein direkter Zugang zur Bahnhofstraße über den Raiffeisenbank-Platz geschaffen werden. Wenn der Engel auf eine historische Form zurückgeführt würde, dann erhalte er auch eine repräsentative Optik, merkte Peter Schoblocher (FW) an. Schon architektonische Kleinigkeiten reichten aus, um mit vertretbarem Aufwand eine Lösung zu schaffen, sagte Goltermann. Aus dem gegenüberliegenden Stadel lasse sich auch eine Stadthalle mit Biergartenbetrieb an den beiden Kastanienbäumen verwirklichen, malte Architekt Schoblocher in Gedanken aus. Befürworter der Engel-Variante ist auch Zweiter Bürgermeister Karl Thiel. Er erhielt Applaus, als er deutlich machte, dass sich die Kreuzwirt-Lösung kaum verwirklichen lasse. „Wir diskutieren heute um des Kaisers Bart, stehen aber gleichzeitig unter Zugzwang.“ Sichtlich genervt über mögliche Immobiliengeschäfte der Stadt sagte er: „Wir kaufen nichts mehr. Jetzt ist Schluss.“

Neue Parkplätze in der Mitte

Thiels Meinung teilte nicht jeder in der Aula der Anton-Höfer-Grundschule. Schließlich birgt auch die Kreuzwirt-Lösung Möglichkeiten: Beispielsweise könnte mit ihr das Rathaus abgerissen und dafür ein begrünter Parkplatz am Christoph-von-Schmid-Denkmal geschaffen werden. Dafür plädierte Gräfin Schönborn. Bleibt das Gebäude bestehen, bietet es Platz beispielsweise für die Bibliothek oder Vereine. „Das alte Rathaus darf nicht weg“, manifestierte Manfred Göttner. Dass die Kreuzwirt-Variante nicht vom Tisch sein muss, verdeutlichte Barbara Machon. Ihr Architekturbüro hatte die Varianten ausgearbeitet. Auch ohne das Zimmermann-Haus lasse sich ein neues Rathaus mit drei oder vier Geschossen an der Kreuzung realisieren, wenngleich sie bekannte: „So haben wir eine nicht wirklich ideale Situation. Aber es muss uns nicht aus den Gleisen werfen.“ Auch Andreas Distler vom Moderationsbüro riet zu Beharrlichkeit: „Man sollte den Mut haben, an Visionen festzuhalten.“

Eine weitere Möglichkeit für ein neues Rathaus wäre, das bestehende Gebäude am Denkmal zu sanieren, es aufzustocken oder an dieser Stelle komplett neu zu bauen. Dem gegenüber stünde allerdings erhebliche Kosten, wenn die Verwaltung für die Bauzeit ausgelagert werden müsse, erklärte Schwarz. Aber was passiert bei dieser Variante mit dem augenblicklichen Schandfleck Kreuzwirt und dem maroden Engel? Vorgeschlagen wurde, das gesamte Areal zwischen Kirche und Kreuzung nach und nach zu gestalten. Sprich: Bei einer Rathaussanierung könnten die Zug um Zug erworbenen Gebäude mit in die Planungen, beispielsweise für einen erweiterten Stadtplatz, einfließen. Auch ein Marktplatz könnte entstehen, sagte Helmut Wiedemann vom Wirtschaftskreis. Er mahnte: „Das Leben in der Innenstadt geht aus, wenn wir es nicht schaffen, neue Investoren zu bekommen.“ Und die seien mit dem Engel-Areal am besten bedient.