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Aktuelles

Landtagswahl Bayern

vorläufiges amtliches Endergebnis

Wahlbeteiligung 72,4 %

CSU                  37,2 %

SPD                    9,7 %

Freie Wähler    11,6 %

B´90/Grüne       17,5 %

FDP                     5,1 %

AfD                    10,2 %

sonstige                5,4%

Frischer Wind für Bayern !

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Aktuell

Landesmitgliederversammlung der Freien Wähler in Regensburg

Begrüßung durch Landrätin Tanja Schweiger
Wahlanalyse - Prof. Michael Piazolo MdL
Grundsatzrede von Parteichef Hubert Aiwanger MdL

"Ein Glück das es die Freien Wähler gibt". Mit diesem alten Wahlkampfslogan der Freien Wähler brachte es Parteichef Hubert Aiwanger auf den Punkt. Wenn in anderen Bundesländer nach bunten und farbigen Koalitionen gesucht werden muss, bleibt es in Bayern bei einer starken, bürgerlichen geprägten Landesregierung. Er versprach aber auch, dass es ein "Weiter so" mit den Freien Wählern nicht geben werde.

Die Koalitionsverhandlungen mit der CSU sollen weitergehen. Das wurde auf der Versammlung einstimmig beschlossen. "Danke für diesen grandiosen Vertrauensbeweis, wir werden Euch nicht enttäuschen", sagte Aiwanger nach der Abstimmung.

 

 

Freie Wähler Schwaben mit 5 Mandaten im Bayerischen Landtag vertreten

Ruth Abmayr - Direktkandidatin im Landkreis Günzburg

Wie der Landesvorsitzende der Freien Wähler Hubert Aiwanger heute morgen mitgeteilt hat, werden die Freien Wähler mit 27 Abgeordneten im Bayerischen Landtag vertreten sein. 5 Mandate entfallen auf die Freien Wähler in Schwaben. Damit steigen auch die Chancen für unsere Kandidatin Ruth Abmayr aus Günzburg ein Mandat zu erreichen.

10/2018

Mit einer „guten Mischung“ in den Wahlkampf

Bild: Walter Kaiser - v.l.n.r. Lucas Eisenlauer, Ruth Abmayr, Ildiko Sugar.Bunk, Anton Golmitzer

Artikel von  VON WALTER KAISER in der GZ vom 09.05.2018

Mit diesen Kandidaten treten die Freien Wähler bei der Landtags- und Bezirkstagswahl an

 

Unter dem Motto „Mit Hirn, Herz und Hingabe“ gehen die Freien Wähler in den Landtags- und den Bezirkstagswahlkampf. Im Stimmkreis Günzburg werden bei den Wahlen im Herbst zwei Frauen und zwei Männer um die Gunst der Bürger werben – die Günzburgerin Ruth Abmayr als Direktkandidatin für den Landtag, die Krumbacherin Ildiko Sugar-Bunk als Direktkandidatin für den Bezirkstag sowie als Listenkandidaten Lucas Eisenlauer aus Anhofen (Landtag) und Anton Gollmitzer aus Günzburg (Bezirkstag). Ziel sei es, so wurde bei der Nominierungsversammlung am Montagabend im Gasthaus Jehle in Limbach betont, die kommunalpolitische Stärke der Freien Wähler in noch mehr Stimmen für Landtag und Bezirkstag umzumünzen.

Die Freien Wähler seien nach der CSU und vor der SPD die zweitstärkste kommunalpolitische Kraft in Bayern, erklärte der Bezirksvorsitzende Markus Brehm in einem Grußwort. „Viele politische Themen tragen deshalb die Handschrift der Freien Wähler“, sagte Brehm. Damit sei über die Jahre der Einfluss im Landtag und im Bezirkstag gewachsen, betonte auch der Burgauer Bürgermeister Konrad Barm. Durch eine „vielfach verfehlte Politik“ seien rechte Gruppierungen gestärkt worden. Nun gelte es, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Dank ihrer Bürgernähe könnten die Freien Wähler dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

14 stimmberechtigte Mitglieder waren nach Limbach gekommen, jeweils einstimmig sind die Kandidaten nominiert worden. Direktkandidatin für den Landtag ist die Günzburger Stadt- und Kreisrätin Ruth Abmayr. Sie nannte einige ihrer persönlichen Schwerpunkte im anstehenden Wahlkampf: Verbesserung der Pflege und der Situation der Hebammen, faire Löhne, von denen man leben kann, Ausbau der Kinderbetreuung und Erhalt auch kleiner Polizeistationen, um die Sicherheit vor Ort zu gewährleisten.

Ildiko Sugar-Bunk ist Hautärztin und Stadträtin in Krumbach. Als Direktkandidatin für den Bezirkstag wolle sie sich vor allem für den Erhalt „der hohen Qualität“ des Gesundheitswesens einsetzen und dazu beitragen, die zahlreichen Bildungseinrichtungen des Bezirks Schwaben zu stärken. Ein Punkt, den Anton Gollmitzer, Listenkandidat bei der Bezirkstagswahl, aufgriff. Der Landkreis Günzburg mit seinen zahlreichen Bezirkseinrichtungen brauche noch mehr Fürsprecher im Bezirkstag. Er forderte eine bessere finanzielle Förderung des Freistaates für Schwaben und den Landkreis, um die vielfältigen (Bezirks-)Aufgaben bewältigen zu können. Weiter gestärkt werden müssten zudem die Bereiche Kultur und Tourismus.

Während sich der 77-jährige Anton Gollmitzer nicht zuletzt als Sachwalter der älteren Generation versteht, will der 23-jährige Lucas Eisenlauer als Listenkandidat für den Landtag vor allem die Jüngeren ansprechen und sie dazu motivieren, sich stärker in der Politik zu engagieren. Denn: Wer nur andere für sich sprechen lasse, bekomme nicht zwingend das, was er sich wünsche. Als Student der Landwirtschaft wolle er sich vor allem für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft und die Stärkung des ländlichen Raums in Bayern einsetzen. Die Freien Wähler zeigten sich in Limbach zuversichtlich, mit ihrem Kandidaten-Quartett - „einer guten Mischung aus Frauen und Männern, jünger und älter“ – bei den Wählern punkten zu können.

08-2018

Die Günzburger Stadträtin Ruth Abmayr wurde bei der Kreisversammlung der Freien Wähler einstimmig zur Nachfolgerin des langjährigen Vorsitzenden Wolfgang Mayer aus Gundremmingen (Mitte) gewählt, ebenso wie Stellvertreter Peter Schoblocher, Zweiter Bürgermeister von Thannhausen.Bild: Wolfgang Kahler
Die neue Kreisvorstandschaft v.l.n.r. Christoph Böhm, Iris Zimmermann, Peter Schoblocher, Gerhard Gaa, Ruth Abmayr, Manfred Kammerer, Wolfgang Mayer, Josef Brandner, Anton Gollmitzer, Harald Stöckle Bild: Christoph Böhm

Führungswechsel bei den Freien Wählern

Artikel in der MN von Wolfgang Kahler am 25.11.2017

Die Günzburger Stadt- und Kreisrätin Ruth Abmayr löst als Kreisvorsitzende Wolfgang Mayer ab. Bei einem Thema wollen sich die Politiker besonders einsetzen.

20 Jahre sind genug: Der frühere Gundremminger Bürgermeister Wolfgang Mayer trat als Kreisvorsitzender der Freien Wählernicht mehr an. Er gehe nicht aus Groll oder Enttäuschung, sagte Mayer, sondern vor allem aus privaten Gründen. Zur Nachfolgerin wurde als alleinige Kandidatin Ruth Abmayr gewählt.

Die 49-jährige Günzburger Kreis- und Stadträtin, von Beruf Assistentin in der Tierarztpraxis ihres Mannes, war bisher Kreisgeschäftsführerin der Freien Wähler und damit zuständig für 19 Ortsvereine mit etwa 100 Mitgliedern. Die 20 Stimmberechtigten bei der Jahresversammlung der Gruppierung im Deffinger Gasthof Linde sprachen der einzigen Kandidatin das volle Vertrauen aus. „Ich freue mich über die Wahl“, sagte Ruth Abmayr und ergänzte schmunzelnd: „Manchmal habe ich Haare auf den Zähnen, aber das braucht man auch als Freie Wähler.“

Als „reiflich überlegt“ bezeichnete Wolfgang Mayerden Entschluss, nach 20-jährigem Vorsitz nicht mehr zu kandidieren: „Wenn’s am schönsten ist, soll man aufhören“, sagte der frühere Gundremminger Rathauschef. Er zitierte einen Kalenderspruch des deutschen Dichters Friedrich Rückert: „Füge dich der Zeit, erfülle deinen Platz und räum’ ihn auch getrost, es fehlt nicht an Ersatz.“ Daher setze er mit seiner Nachfolgerin auf einen Aufschwung für die Freien Wähler im Kreis angesichts wichtiger Entscheidungen wie die bayerischen Landtagswahlen 2018 und die Kommunalwahl 2020, die in die dreijährige Amtszeit des neuen Vorstands fallen. Mayer erwähnte das respektable Ergebnis von Ruth Abmayr als Kandidatin für den Wahlkreis Augsburg/Königsbrunn bei der vergangenen Bundestagswahl.

Ebenfalls wieder im Kreisvorstand sind Peter Schoblocher, Zweiter Bürgermeister in Thannhausen, der die Leistungen des scheidenden Vorsitzenden Mayer hervorhob und Iris Zimmermann, Chefin des Ortsvereins Ichenhausen. Zum erweiterten Vorstand gehören wie bisher Kassenwart Manfred Kammerer, Gemeinderat in Bibertal und Schriftführer Josef Brandner, Stadt- und Kreisrat aus Thannhausen.

Brandner berichtete über die sehr gute Haushaltslage des Landkreises, der mit einer Verschuldung von lediglich 61 Euro pro Einwohner unter 71 bayerischen Landkreisen einen hervorragenden zweiten Platz belege. Aus Sorge um die politische Landschaft, die sich immer mehr zersplittere in Deutschland, hoffe Brandner auf eine schlagkräftige Liste für die nächsten Wahlen.

Punkten wollen die Freien Wähler unter anderem mit ihrem Antrag, die Bürger von den Straßenausbaubeiträgen zu entlasten. Diese Ausgaben von circa 150 Millionen Euro pro Jahr sollte der Freistaat übernehmen, unterstrich der bisherige Vorsitzende Mayer: „Dieses leidige Thema gehört erledigt.“ Seine Nachfolgerin Abmayr schloss sich dieser Auffassung an und sprach sich ebenfalls für eine Abschaffung der Beiträge aus.

Bei einer Aussprache der Kreisversammlung wurde ein gewisses Wahrnehmungsdefizit der Freien Wähler in der Öffentlichkeit beklagt. So kam die Gruppierung bei der Bundestagswahl lediglich auf ein Prozent der Wählerstimmen. Kritisiert wurde, dass beispielsweise die AfD bei Wahlveranstaltungen mehr Bedeutung als die Freien Wähler bekommen hätten. Auf die Frage, ob es sinnvoll und vom Aufwand her vertretbar sei, bei Bundestagswahlen anzutreten, sagte Abmayr, es sei sinnvoll, weiter zu machen. Immerhin seien die Freien Wähler in Günzburg zweit- und in Bayern drittstärkste Kraft. Als positive Nachricht verkündete Anton Gollmitzer, Günzburgs Zweiter Bürgermeister und Kreisrat, dass der Landesvorstand der Freien Wähler auf seinen Antrag die Landesdelegiertenversammlung im Jahr 2020 nach Günzburg vergeben habe.

 

11/2017

 

 


Politisches Hin-und-her-Schwimmen Ein Zweckverband ist beschlossen, aber Leipheim sorgt für Verwirrung

Foto: Archivfoto: Bernhard Weizenegger

Bericht von Ronald Hinzpeter in der Günzburger Zeitung vom 14.12.2015

War das schon so eine Art Durchbrüchle für die Zukunft des Gartenhallenbades in Leipheim? Am Montag Nachmittag hat der Kreistag einen Zweckverband auf den Weg gebracht, der künftig die Schwimmhalle führen soll. Ihm gehören 17 Nordkommunen sowie der Landkreis an. Zunächst sah es bei der Sitzung im Saal des Burgauer Altenheims danach ein, als würde sich eine Art vorweihnachtlicher Friede über die Kreisräte herabsenken, nachdem der Kammeltaler Bürgermeister Matthias Kiermasz als Vorsitzender einer Arbeitsgruppe einen entsprechenden Vorschlag erläutert hatte, denn die ersten Wortmeldungen waren geprägt von Anerkennung und Zustimmung. Dann stand der Leipheimer Bürgermeister Christian Konrad auf und goss kräftig Wasser in den Wein, indem er sagte, die Vorsitzenden seiner Stadtratsfraktionen lehnten den Vorschlag ab, weil die wesentlichen Fragen nicht gelöst seien. Als dann jedoch über das Kiermasz-Papier abgestimmt wurde, hoben auch die Leipheimer die Hand – was für einige Irritationen im Gremium sorgte. Der Vorschlag für einen Nord-Zweckverband ging glatt gegen eine Handvoll Nein-Stimmen durch.

Vorausgegangen waren im Laufe dieses Jahres diverse Verhandlungen einer Arbeitsgruppe von Bürgermeistern und Verwaltungsvertretern, die sich unter Federführung von Kiermasz auf ein sogenanntes Eckpunktepapier verständigten und einen Entwurf für eine Verbandssatzung erarbeiteten. Die sieht vor, dass sich der Landkreis am Zweckverband zu 45 Prozent beteiligt. Was die Betriebskosten anbelangt, so trägt er auch in entsprechender Höhe die Verluste mit. Was übrig bleibt, verteilt sich auf die Mitgliedskommunen, wobeiLeipheimeinen Betrag von 100000 Euro beisteuert und Günzburg 34000 Euro.

Wichtiger noch ist auf lange Sicht, dass der Zweckverband sich entscheiden muss, ob und wie es mit dem Bad weitergeht. Wird es generalsaniert oder geschlossen und durch einen Neubau ersetzt, dessen Standort ebenfalls erst noch gefunden werden muss? Diese Entscheidung müsste bis 2017 gefallen sein, sieht der Kiermasz-Plan vor. Bis maximal 2025 sollte das Gartenhallenbad, das seit 1968 besteht, weiterbetrieben werden. Der Kreis gibt für wichtige Anlangen im Bad wie Heizkessel, Stromversorgung, Filter oder Gebäudeteile eine Art Garantie und zahlt fünf Jahre lang für Ersatz, allerdings von Jahr zu Jahr weniger. Wie Kiermasz sagte, sei dieser Vorschlag unter dem Strich der einzig tragfähige, alle anderen diskutierten Lösungen wurden nicht weiterverfolgt. Die Signale aus den Kommunen seien vielversrechend.

Das waren sie zunächst auch im Kreistag. So fand etwa Josef Brandner (FW) das Konzept „sehr klug angedacht“ und Gerd Olbrich (SPD) meinte trotz deutlicher Skepsis, etwa daran, dass in einem Zweckverband die Entscheidungen eher schwierig zu treffen seien, die Idee solle unterstützt werden. Zustimmung signalisierten auch die Grünen und für die CSU bat Dr. Hans Reichhart, diesem Weg möge man sich nicht verschließen.

Doch dann tat der Leipheimer BürgermeisterKonradkund, er sei überrascht gewesen, dass der Zweckverband bereits auf der Tagesordnung stehe, da die wichtigsten Fragen noch nicht geklärt seien. Die Vorsitzenden der Leipheimer Stadtratsfraktionen hätten das Papier einstimmig abgelehnt. Für eine Kommune mit rund 7000 Einwohnern sei die vorgesehene Beteiligung schon sehr viel Geld angesichts der Aufgaben, die es in der Stadt noch zu erledigen gebe.

Damit verblüffte er nicht zuletzt seine eigenen Parteifreunde, die offenbar bis zur Sitzung davon ausgegangen waren, dass mit Leipheim alles okay sei. Der Günzburger Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (SPD) merkte denn auch süffisant an: „Weihnachten, das Fest der Überraschungen.“ Mit Konrads Bemerkung sei man wieder „drei Schritte ins Abseits geraten“. Dennoch ließ Landrat Hubert Hafner darüber abstimmen, ob gemäß dem Kiermasz-Papier ein Zweckverband Hallenbad Nord gegründet werden solle. Da sagten fast alle Ja. Auch die Leipheimer Vertreter, so sich das in der Schnelle der Abstimmung erkennen ließ. Hinterher sagten CSU-Vertreter, das verstehe zwar keiner, aber Hauptsache, der Zweckverband sei auf den Weg gebracht.

Diese Orte sind dabei:

Nach dem bisherigen Entwurf für den sogenannten Zweckverband Hallenbad Nord beteiligen sich daran der Landkreis Günzburg, die Städte Günzburg, Burgau und Leipheim, die Märkte Burtenbach, Jettingen-Scheppach und Offingen sowie die Gemeidnen Bibertal, Bubesheim, Dürrlauingen, Gundremmingen, Haldenwang, Kammeltal, Kötz, Landesberg, Rettenbach, Röfingen und Winterbach.

Wichtiger noch ist auf lange Sicht, dass der Zweckverband sich entscheiden muss, ob und wie es mit dem Bad weitergeht. Wird es generalsaniert oder geschlossen und durch einen Neubau ersetzt, dessen Standort ebenfalls erst noch gefunden werden muss? Diese Entscheidung müsste bis 2017 gefallen sein, sieht der Kiermasz-Plan vor. Bis maximal 2025 sollte das Gartenhallenbad, das seit 1968 besteht, weiterbetrieben werden. Der Kreis gibt für wichtige Anlangen im Bad wie Heizkessel, Stromversorgung, Filter oder Gebäudeteile eine Art Garantie und zahlt fünf Jahre lang für Ersatz, allerdings von Jahr zu Jahr weniger. Wie Kiermasz sagte, sei dieser Vorschlag unter dem Strich der einzig tragfähige, alle anderen diskutierten Lösungen wurden nicht weiterverfolgt. Die Signale aus den Kommunen seien vielversrechend.

Das waren sie zunächst auch im Kreistag. So fand etwa Josef Brandner (FW) das Konzept „sehr klug angedacht“ und Gerd Olbrich (SPD) meinte trotz deutlicher Skepsis, etwa daran, dass in einem Zweckverband die Entscheidungen eher schwierig zu treffen seien, die Idee solle unterstützt werden. Zustimmung signalisierten auch die Grünen und für die CSU bat Dr. Hans Reichhart, diesem Weg möge man sich nicht verschließen.

Doch dann tat der Leipheimer Bürgermeister Konrad kund, er sei überrascht gewesen, dass der Zweckverband bereits auf der Tagesordnung stehe, da die wichtigsten Fragen noch nicht geklärt seien. Die Vorsitzenden der Leipheimer Stadtratsfraktionen hätten das Papier einstimmig abgelehnt. Für eine Kommune mit rund 7000 Einwohnern sei die vorgesehene Beteiligung schon sehr viel Geld angesichts der Aufgaben, die es in der Stadt noch zu erledigen gebe.

Damit verblüffte er nicht zuletzt seine eigenen Parteifreunde, die offenbar bis zur Sitzung davon ausgegangen waren, dass mit Leipheim alles okay sei. Der Günzburger Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (SPD) merkte denn auch süffisant an: „Weihnachten, das Fest der Überraschungen.“ Mit Konrads Bemerkung sei man wieder „drei Schritte ins Abseits geraten“. Dennoch ließ Landrat Hubert Hafner darüber abstimmen, ob gemäß dem Kiermasz-Papier ein Zweckverband Hallenbad Nord gegründet werden solle. Da sagten fast alle Ja. Auch die Leipheimer Vertreter, so sich das in der Schnelle der Abstimmung erkennen ließ. Hinterher sagten CSU-Vertreter, das verstehe zwar keiner, aber Hauptsache, der Zweckverband sei auf den Weg gebracht.

Diese Orte sind dabei:

Nach dem bisherigen Entwurf für den sogenannten Zweckverband Hallenbad Nord beteiligen sich daran der Landkreis Günzburg, die Städte Günzburg, Burgau und Leipheim, die Märkte Burtenbach, Jettingen-Scheppach und Offingen sowie die Gemeidnen Bibertal, Bubesheim, Dürrlauingen, Gundremmingen, Haldenwang, Kammeltal, Kötz, Landesberg, Rettenbach, Röfingen und Winterbach.

Schwäbische FREIE WÄHLER trauern um Dr. Bruno Merk

Bruno Merk+ ehemaliger Bayerischer Innenminister, Bild: BR-Online

Pohl: Bruno Merk hat Bayern nachhaltig geprägt

Mit großer Betroffenheit reagieren die FREIEN WÄHLER in Schwaben auf den Tod des langjährigen bayerischen Innenministers Dr. Bruno Merk. Bezirksvorsitzender Bernhard Pohl, Mitglied des Innenausschusses am Bayerischen Landtag, würdigt die außergewöhnliche Lebensleistung des Verstorbenen: „Dr. Bruno Merk war einer der ganz Großen der bayerischen Politik. Er hat schwierige Aufgaben wie die Verwirklichung der Gebietsreform nicht als Problem, sondern als Herausforderung begriffen. Sein Mut hat ihn auch in der Staatsregierung als geradlinigen und manchmal unbequemen, aber immer der Sache verpflichteten Minister ausgezeichnet.“

Pohl erinnert auch an die enge Verbindung Merks zu den FREIEN WÄHLERN: „Es war ein besonderes Erlebnis als Bruno Merk 2003 die Festrede zum 25-jährigen Bestehen des FW-Landesverbandes gesprochen hat. Unser Verhältnis war von gegenseitiger Achtung und hoher Wertschätzung geprägt“, so Pohl weiter.

Der Tod des verdienten Politikers kommt trotz seines hohen Alters überraschend. Pohl: „Noch vor wenigen Monaten haben wir im Innenministerium seinen 90. Geburtstag gefeiert. Merk sprach wie gewohnt ohne Manuskript aber mit viel Inhalt. Er vermittelte uns den Eindruck eines Menschen, der kraftvoll mitten im Leben steht. Seine Lebensleistung wird noch lange sichtbar bleiben.“

13.03.2013

Sie wird wohl auch im Landkreis Günzburg Einzug halten - Die Gelbe Tonne
Familienfreundlich nach Ansicht der Freien Wähler - Windelbonus für Familien mit Kinder bei den Müllgebühren
Unhaltbare Zustände
an den Containerstationen
Ausgebrannter Altpapier-Container
Inhalt eines Papier-Containers

Bürger- und Familienfreundliche Abfallwirtschaft sind das Ziel der Freien Wähler im Landkreis Günzburg

 

Ein Thema der Klausur der Freien Wähler im Landkreis Günzburg war die Neuausrichtung des Abfallwirtschaftskonzeptes. In einem kurzen Sachvortrag von Werkausschussmitglied Franz Zenker, stellt sich die Situation des Kreisabfallwirtschaftsbetriebes wie folgt dar. Der Eigenbetrieb ist nach Jahren des guten Wirtschaftens praktisch schuldenfrei. Die kommenden Jahre müssen nun dazu genutzt werden, die vorgeschriebenen Rücklagen zu bilden. Die Pyrolyse läuft kostendeckend und der Deponieraum reicht, bei alleiniger Nutzung durch den Landkreis, noch für längere Zeit.  Bei der Einführung einer  Mülltonne mit Microchip sind die Meinungen die Freien Wähler geteilt. Zum einen erleichtert bzw. verringert die Einführung der Mülltonne mit Chip den Verwaltungsaufwand der Kommunen, zum anderen ergeben sich daraus datenschutzrechtliche Bedenken. Diese Bedenken wurden von Josef Brandner anhand einiger Beispiele aus der Praxis den Klausurteilnehmern verdeutlicht.  Für ein endgültiges Meinungsbild und um eine Entscheidung treffen zu können, möchten die Freien Wähler noch mehr Informationen und Erfahrungswerte anderer Landkreise einholen.

Mit der neuen Ausschreibung der Müllentsorgung wird im Landkreis Günzburg die Einführung der Gelben Tonnen erfolgen. So zeichnet sich die Situation zumindest  nach einer Befragung der Landkreisbürger ab. Die Einführung der gelben Tonne wird von den Freien Wähler befürwortet. Die im Gegenzug angekündigte drastische Reduzierung der Wertstoffhöfe halten die Freien Wähler nicht für bürgerfreundlich und wird daher abgelehnt. Peter Schoblocher forderte in diesem Zusammenhang die Reduzierung, ja sogar die mittel- bis langfristig völlige Auflösung der Containerstationen. Die Containerstationen sind ständiger Anlass für Beschwerden. Zum einen verschandeln sie das Ortsbild durch wilde Müllablagerungen, zum anderen werden die Papiercontainer zu 90 % als Hausmüllentsorgung zweckentfremdet.  

Die von den Freien Wählern schon seit längerem geforderte, familienfreundliche Windel-Entsorgung wurde auf Anregung von Bürgermeister Konrad Barm dahingehend modifiziert, dass für junge Familien mit Kindern bis zu 3 Jahren und vergleichbare Personenkreise eine größere Tonne zum Preis einer kleineren Tonne angeboten wird.  Nach Auffassung der FW ist dies ein weiterer Schritt um dem Anspruch der „Familien- und Kinderregion“ gerecht zu werden. Einen entsprechenden Antrag wird die Kreistagsfraktion für die kommende Sitzung des Werkausschusses einreichen.